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Das Rechtliche.

Lieblingszitate

Wir ähneln denen, die wir hassen, mehr als wir denken. Und deshalb glauben wir, dass wir denen, die wir lieben, nie ganz nah sind.
Im Rausch der Stille

Wenn es so ist, dass wir nur einen kleinen Teil von dem leben können, was in uns ist – was geschieht dann mit dem Rest?
Nachtzug nach Lissabon

Kurzbeschreibung
Ein bekannter Wissenschaftler wird brutal ermordet. Der erste Verdacht fällt auf radikale Tierschützer, denn der tote Hirnforscher hatte Versuche an Affen vorgenommen. Ein Briefbombenanschlag auf einen Kollegen in Bremen deutet in dieselbe Richtung. Doch der Berliner Wissenschaftsjournalist Troller weiß mehr als die Polizei. Denn der Mörder, der sich Kant nennt und mysteriöse Botschaften hinterlässt, hat ihn persönlich kontaktiert. Gemeinsam mit der Nachrichtenjournalistin Jane kommt Troller einem Mann auf die Spur, der den freien Willen des Menschen bedroht sieht – und töten wird, um ihn zu bewahren.

Über den Autor
Jens Johler, 1944 in Neumünster geboren und in Hamburg aufgewachsen, machte zunächst eine Ausbildung zum Schauspieler an der Münchner Otto-Falckenberg-Schule und war drei Jahre lang Schauspieler an den Städtischen Bühnen Dortmund. Danach studierte er Volkswirtschaftslehre an der FU Berlin und war anschließend als wissenschaftlicher Assistent tätig. Seit 1982 ist er freier Autor und lebt in Berlin. Kritik der mörderischen Vernunft knüpft inhaltlich an seinen ersten Roman mit Troller und Jane, Gottes Gehirn, an, den er zusammen mit Olaf-Axel Burow schrieb.

Erster Satz

Er trippelte mit kleinen, schnellen Schritten auf die Wand zu, stieß mit dem Kopf dagegen, hörte aber nicht auf zu laufen, seine Beine trippelten weiter, ohne dass er von der Stelle kam.

Letzter Satz

Und dann begann die gewohnte Diskussion über die Eissorten, die sie bestellen würden.

_______________________

Die Schreibweise des Buches war mir zu distanziert, ich mag es nicht, wenn die Protagonisten nur mit Nachnamen genannt werden, unrealistischer Weise auch noch von der eigenen Tochter. Das hat mich so geärgert, dass mir erst in den letzten Zügen klar wurde, wie weit die Forschung bereits ist; so ist im aktuellen Arte-Magazin die Rede von Pillen, mit denen man Gedächnisinhalte löschen kann.
Es stimmt schon sehr nachdenklich, wenn angesprochen wird, dass ein großer Softwarekonzern (sprich: Microsoft, Microsoft reklamiert das Gedankenlesen für sich) die Verbindung zwischen Gehirn und Software herstellen möchte; bis jetzt fand ich den Gedanken als eine Art Cyborg durch die Gegend zu laufen recht cool (was wieder einmal zeigt, was ich ihne nachzudenken alles gut finde), aber was ist, wenn die technik einmal soweit ist, dass sie Gedanken aus dem Gehirn löschen kann, wie Amazon 1984 vom Kindle?
Auch nachdenklich machte mich die Manipulation, der wir alle ausgesetzt werden, von Dawkins, der uns in Gotteswahn die Religion aureden möchte oder sämtliches Verhalten nur noch naturwissenschaftlich über die Genetik oder die Neurologie näher gebracht werden soll.

Fazit:

Ein Buch, welches Denkanstöße liefert.

# Broschiert: 544 Seiten
# Verlag: Ullstein Tb (14. Januar 2009)
# Sprache: Deutsch
# ISBN-10: 3548269540
# ISBN-13: 978-3548269542
# Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12 x 3,4 cm

Krimi-Couch
LeseLust
Büchereule

vernunft

Links zum Thema

Das falsche Rot der Rose
Determinismus
Europäische Akademie stellt am 2.5. neue Studie „Intervening in the Brain“ vor (Termin im Buch erwähnt)
Intervening in the Brain: Changing Psyche and Society Amazon-Link
Intervening in the brain: changing psyche and society Google Books
Gedankenlesen – Pionierarbeit der Hirnforschung; Hirnscanner in die Gerichtssäle?
The Search for the „Manchurian Candidate“: The CIA and Mind Control: The Secret History of the Behavioral Sciences
Deckname Artischocke. Die geheimen Menschenversuche der CIA
Amazon-Link
Versklavte Gehirne. Bewusstseinskontrolle und Verhaltensbeeinflussung Amazon Link
Welt: Das wachsame Auge des großen Bruders
Lobotomie
Bei ScienceNetwork soll es Videos einer Konferenz geben, wie man der Welt die religion austreiben kann – mit Richard Dawkins, Patricia Churchland und Ramachandran vom 5.-7.11. 2006 in LaJolla
Regeln für den Menschenpark – Wikipedia
Linksammlung zu Maschine-Gehirn-Interaktion






Das Herz ihrer Tochter

Ist der Wanderarbeiter Shay Bourne ein Mörder? Direkt zugegeben hat er die Tat nicht. Dennoch wurde er vor Gericht für die Ermordung des Polizisten Kurt Nealon und von June Nealons Tochter Elizabeth schuldig gesprochen. Nun, elf Jahre später, sitzt Bourne im Hochsicherheitstrakt eines Gefängnisses und wartet auf die Vollstreckung der Todesstrafe. Und er hat einen Plan, den er konsequent verfolgt: Er will Junes schwerkranker Tochter Claire vor seinem Tod sein Herz vermachen. Für June beginnt ein Alptraum, der zwischen Hoffung und Verachtung angesiedelt ist: Darf sie das Organ des Mörders ihrer Familie annehmen? Und: Will Claire überhaupt mit dem Herz eines Verbrechers in der Brust weiterleben?

Etwas hanebüchen ist die Geschichte schon, die uns die 42-jährige US-amerikanische Bestseller-Autorin und Thriller-Spezialistin Jodi Picoult (Neunzehn Stunden) da auftischt. „Warum sollte ein Mörder etwas derart Abseitiges tun?“ wird sich vielleicht mancher fragen. Und: „Würde man angesichts einer todkranken Tochter tatsächlich zögern?“ Aber das sind Gedanken, die einem höchstens bei der Zusammenfassung des Plots kommen können. Denn Picoult erzählt die Geschichte ihres Romans Das Herz ihrer Tochter derart stringent, spannend und anrührend, dass man ohnehin nicht dazu kommt, seine Gedanken abschweifen zu lassen. .

Organspenden und Todesstrafe – oder die heilende Kraft verschiedener Religionen, deren Vorzüge, Gemeinsamkeiten und Unterschiede ausführlich diskutiert werden: Wieder hat Jodi Picoult gleich mehrere – vielleicht zu viele –, nicht nur in den USA hinlänglich tabuisierte Themen angepackt und in einen im wahrsten Sinne des Worts herzzerreißenden Roman gepackt. Da kann man den Lesern nur raten, das zu tun, was Picoults Figuren auch tun müssen: die eigenen Vorurteile über Bord zu werfen und seine vorgefasste Meinung schnell zu ändern. Aber genauso wird es skeptischen Zeitgenossen bei der Lektüre von Das Herz ihrer Tochter ohnehin ergehen.

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Jodi Lynn Picoult (* 19. Mai, 1966 in Nesconset auf Long Island, New York) ist eine US-amerikanische Schriftstellerin.
Picoult wuchs auf Long Island im US-Bundesstaat New York auf. Sie studierte Creative Writing an der Princeton University, und machte 1987 ihren Abschluss. Postgraduiert erwarb sie einen Master-Grad in Pädagogik an der Harvard University.

Die Autorin ist verheiratet und lebt mit Ehemann und drei Kindern in New Hampshire.

„Nineteen Minutes“ ist Picoults Roman aus 2007 über die minutiöse Spurensuche nach den Ursachen eines Schüler-Amoklaufs in einer fiktiven Kleinstadt.[1] Das Buch setzte sich auf Anhieb auf Platz Eins der Bestseller-Liste der New York Times und blieb dort wochenlang. Auch ihr folgendes Buch Change Of Heart, das im März 2008 erschien, erreichte aus dem Stand die Spitzenreiterposition.[2]

Picoult schreibt neben Literatur auch „Wonder Woman“-Comics und vor allem Unterhaltungsliteratur für junge Frauen, so genannte „Chick lit“.

Wikipedia

Warum Picoult für viele zu den großen amerikanischen Autoren gehört, werde ich nie begreifen und je mehr ich von ihr lese, desto weniger kann ich es nachvollziehen, gerade *Das Herz ihrer Tochter* ist extrem konstruiert: Ein Mörder will sein Herz der Schwester des Opfers spenden, natürlich passt es perfekt. Dann passieren in seiner Umgebung *Wunder*, weswegen ihn viele als den neuen Messias sehen. Als wäre das alles noch nicht genug, ist der Gefängnispfarrer noch einer der Geschworenen, de ihn in die Todeszelle geschickt hat – das ist einfach zuviel, inklusive der letzen Zeilen, die ich nicht verraten möchte.

Fazit:

Andere Autoren werden von Buch zu Buch besser, Picoult immer schlechter und konstruierter; man hat das Reißbrett, auf dem der Roman entstanden ist, förmlich vor sich.

# Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
# Verlag: Piper Verlag GmbH (11. September 2009)
# Sprache: Deutsch
# ISBN-10: 3492053009
# ISBN-13: 978-3492053006
# Originaltitel: Chang of Heart
# Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 13,6 x 4,2 cm

Leseprobe
Büchereule
herz

Schrei nach Stille

Auch wenn das hessische Klein-Roda, das der Schauplatz für eine ganze Reihe von Krimis von Anne Chaplet ist, immer noch ein kleines Dorf ist, in dem die meisten Familien schon seit Generationen ansäßig sind: im Lauf der Zeit ziehen immer wieder auch neue Leute zu, Städter zum Teil. Paul Brenner lebt nun schon seit vielen Jahren hier; auch wenn er sich mittlerweile einen soliden Platz in der Dorfgemeinschaft erworben hat, so ganz gehört er immer noch nicht dazu. Das merkt er vor allem immer dann, wenn wieder etwas passiert im Dorf.

So wie jetzt. Da wird er zum Haus einer Zugezogenen gerufen, um mal nach dem Rechten zu sehen, weil der Sturm einige Bäume gefällt hat. Aber Sophie Winter heißt die Frau, eine erfolgreiche Schriftstellerin, die mit „Sommer of Love“ einen Roman über die 68er geschrieben hat; einen Roman über drei Hippies, die sich in einem kleinen Dorf niedergelassen haben, eine kleine Kommune mit freier Liebe und Drogen – nichts also, was man am Land so einfach akzeptiert. Zum Schluss ist eines der beiden Mädchen verschwunden – und Sophie Winters Roman nach zu urteilen, trägt die Dorfgemeinschaft daran Schuld.

Und nun ist sie also zurückgekehrt in das Dorf, in dem die Romanhandlung von 68 spielt, die Autorin, die damals eines der beiden Blumenmädchen war. Lebt wieder in dem Haus, aus dem sie damals Hals über Kopf abgehauen sind – und wieder gibt es Vandalismus, ist man über ihre Anwesenheit nicht glücklich.

In Frankfurt wird Sophie Winters Buch gerade verfilmt; um sicherzustellen, dass die Darstellung der Polizei authentisch ist, wird eigens ein Beamter von der Polizei abgestellt. Und den erinnert die Lektüre des Buches an nie gelösten Kriminalfall…

Die Leselust

Cora Stephan (* 7. April 1951 in Strang bei Bad Rothenfelde) ist eine deutsche Publizistin. 1998 erschien ihr erster Kriminalroman unter dem Pseudonym Anne Chaplet.
Cora Stephan wuchs in Osnabrück auf. Sie studierte in Hamburg und Frankfurt am Main mit abschließendem Lehrerexamen 1973. Die Promotion 1976 über das Thema „Die Geschichte der deutschen Sozialdemokratie im 19. Jahrhundert“ folgte dem Studium der Politikwissenschaften, Volkswirtschaftslehre und Geschichte.

Zwischen 1976 und 1984 hatte sie einen Lehrauftrag an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. Sie arbeitete zudem als Lektorin, Übersetzerin und Rundfunkmoderatorin. 1980 war sie Redakteurin beim Pflasterstrand, 1983 als Kulturredakteurin beim Hessischen Rundfunk und von 1985 bis 1987 Korrespondentin im Bonner Büro des Spiegel. Seit 1987 arbeitet sie als freie Buchautorin, Kolumnistin und Essayistin und als Vortragende. Preise: Elisabeth-Selbert-Preis 1983.

Jurymitglied für den Adornopreis der Stadt Frankfurt 2006, Jurymitglied für den Hoffmann-von-Fallerslebenpreis seit 2003, Mitglied im Beirat des NDR-Sachbuchpreises.

Als Krimiautorin wurde sie zweimal mit dem Deutschen Krimipreis (2001 und 2004) und mit dem Radio Bremen Krimipreis (2003)[1] ausgezeichnet.

Sie ist Mitglied des Syndikats, einer Vereinigung deutschsprachiger Krimiautoren.

Cora Stephan lebt in Ilsdorf/Solms, in Frankfurt am Main und in Laurac-en-Vivarais (Südfrankreich).


Wikipedia

 

Erster Satz

Es dauerte eine Weile, bis der erste Wassertropfen beschloß, sich vom Strom der anderen zu entfernen, die das Dach Richtung regenrinne verließen, und durch einen Spalt zwischen zwei Ziegeln zu sickern.

Letzer Satz

Aber die Katze hatte alles gesehen.

______________

Das war das erste Buch von Anne Chaplet, welches ich nicht mochte. Schlimmer: Ich wußte nichts mit dem Buch anzufangen. Drei Geschichten laufen parallell, haben vage mitaeinander zu tun, um sich ganz am Ende zu berühren. Wer Sophie Winter bedroht wird nicht geklärt, der Mord liegt in dem Buch ein paar Jahrzehnte zurück. was das am Ende alles soll, weiß ich nicht.

Fazit:

Wirr und langweilig.

Büchereule

Krimi-Couch
Suite101
HR-Online

# Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
# Verlag: List (13. August 2008)
# Sprache: Deutsch
# ISBN-10: 3471772820
# ISBN-13: 978-3471772829
# Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,4 x 3,2 cm

chaplet

 

11 /2009

Bella Bathurst; Leuchtfeuer – Die außergewöhnliche Geschichte von der Erbauung sagenumwobener Leuchttürme durch die Vorfahren von Robert Louis Stevenson; 1; ca. 300 Seiten
Tim Parks; Träume von Flüssen und Wassern; 4,5 ; 505 Seiten
Anne Chaplet; Schrei nach Stille; 331 Seiten; 4
Jodi Lynn Picoult; Das Herz ihrer Tochter; 3; 480 Seiten

Es sind die stinkenden Straßen Delhis voll knatternder Autos, sengender Hitze und aufbegehrender Gedärme, in denen Tim Parks’ neuer Roman spielt. Hier lebte der Anthropologe Albert James mit seiner Frau Helen in perfekter Ehe – bis zu seinem plötzlichen Tod, den vor allem der aus London angereiste Sohn James nicht versteht. Seine Mutter stürzt sich in die Arbeit als Ärztin in den Armenvierteln und zeigt ihm die kalte Schulter. Widerwillig kehrt John nach London zurück, wo er einen rätselhaften Brief seines Vaters findet. „Seit einiger Zeit bin ich nun geplagt, vielleicht auch gesegnet, durch Träume von Flüssen und Meeren.“ Was wollte der Vater ihm sagen? Und wer hat den Brief nach seinem Tod abgeschickt? Diese Fragen lassen John keine Ruhe, bis er nach Delhi zurückkehrt. Auch der windige Journalist Paul Roberts, der eine Biografie des Forschers veröffentlichen will, reist an, um bei Helen Informationen einzuholen. Aus Johns Nachforschungen, Helens Erinnerungen und Pauls Einschätzung seiner Arbeit zeichnet Parks für uns ein Bild des toten Albert und benutzt diesen zugleich als trojanisches Pferd für die Thesen des Wissenschaftlers Gregory Bateson: Albert untersuchte Kommunikationsstrukturen in einer globalisierten Welt und glaubte, jegliche Beeinflussung gewachsener Kulturen sei fatal. Nur dank Parks’ lebendiger, detaillreicher Schilderungen ist der komplexe Roman spannend und gut zu lesen, und ehe man es merkt, hat der Autor einmal mehr sämtliche Utopien vom glücklichen Zusammenleben zerstört. Und auch wenn John seinen Vater letztlich besser versteht als zu dessen Lebzeiten: Parks weigert sich, irgendeinen Ausweg aus dem menschlichen Dilemma aufzuzeigen. (kat)

Pressestimmen
Das Buch widmet sich den dringenden Themen unserer Gegenwart, ein Lesegewinn in Zeiten, in denen viele Autoren auf die gewaltigen Umbrüche wie Straußenvögel reagieren. (Literarische Welt)

Parks liefert einen raffinierten Geistes-Thriller, einen Schmöker für lebensfrohe Denker. (Stern)

Sehr gescheit verknüpft der Brite Parks bizarre Liebesaffären und die Sinnesverwirrung des Europäers in der indischen Fremde mit einer Essenz antiker Philosophie. (Kultur SPIEGEL)

Amazon

Tim Parks (* 19. Dezember 1954 in Manchester, Großbritannien) ist ein englischer Schriftsteller und Übersetzer.
Er studierte in Cambridge (Bachelor of Arts, 1977) und Harvard (Master of Arts, 1979 [1]. Seit 1981 lebt er in Italien, nahe Verona, und hat gemeinsam mit seiner aus Italien stammenden Frau, Rita Baldassarre, drei Kinder [2]. Er ist Dozent an der Università IULM in Mailand und lehrt dort literarische Übersetzung.

Wikipedia

 

Erster Satz

Nach dem kurzen Anruf seiner Mutter, der ihn vom Tod seines Vaters in Kenntnis setzte, holte John James einmal tief Lusft, buchte den nächsten verfügbaren Flug nach Dehli, ließ sich von Elaine nach Heathrow fahren, reiste in die anbrechende nacht hinein und landete bei wesentlich kühlerem Wetter als erwartet auf den Indira-Gahndi-Flughafen.

Letzter Satz

John holte tief Luft, schloss die Augen und tauchte ein.

____________________

Ich konnte mit dem Buch nichts anfangen.
Jeder versucht sich auf seine Weise einem Verstorbenen zu nähern, nach und nach wird enthüllt, dass die nach außen glückliche Ehe total zerrüttet war.

Als Kulturrelativist reinsten Wassers, der jede Einmischung der Forschung in die soziale Wirklichkeit notorisch ablehnte und sein Leben lang versuchte „das Reich der Schamanen mit den Mitteln der Wissenschaft zu durchleuchten“ (S.130) ist er für seinen Biographen Paul Roberts ein Genie, für seine Frau Helen ein Heiliger und für seinen Sohn John schlichtweg durchgeknallt.

Amazon-Kritik

Und genau das wird auf 500 Seiten ausgewalzt, zudem hatte ich den Eindruck, dass das Buch kein richtiges Ende hatte.

Fazit:

Langweilig und langatmig.

# Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
# Verlag: Kunstmann, A; Auflage: 2 (1. Juli 2009)
# Sprache: Deutsch
# ISBN-10: 3888975794
# ISBN-13: 978-3888975790
# Originaltitel: Dreams of Rivers and Seas
# Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 14,6 x 4,4 cm

träume von

Kurzbeschreibung
Bella Bathurst erzählt von der Entstehung der Leuchttürme an der schottischen Küste im 18./ 19. Jahrhundert, von den Gefahren der Seefahrt, den technischen Neuerungen, die den Leuchtturm-Bau erst möglich machten, vom Alltag an der Küste. Gleichzeitig erzählt sie die Geschichte jener Familie, die über vier Generationen hinweg den Leuchtturm-Bau entscheidend geprägt hat: Die Ingenieurs- und Unternehmerfamilie der Stevensons, deren schwarzes Schaf der Schriftsteller Robert Louis Stevenson („Die Schatzinsel“) war.

Dieses Buch verbindet auf fesselnde Weise Technik- und Seefahrt-Geschichte mit einer Familiensaga vor dem Hintergrund der faszienierenden Leuchttürme, die bis heute an der schottischen Küste zu bewundern sind.

Bella Bathurst wurde 1969 geboren. Sie lebt in London und ist eine der vielversprechendsten jungen Schriftstellerinnen Englands. Ihr erzählendes Sachbuch „Leuchtfeuer“ (erschienen bei Schneekluth) war in England ein Bestseller; „Feindinnen“ ist ihr erster Roman.

Droemer-Knauer

Das Buch beschreibt auf der interessante Art und Weise das Leben im (prä-) viktorianischen Schottland, die Entwicklung der Familie Stevensson und die Hintergründe der Leuchttürme, warum sie dort stehen und wie sie gebaut wurden.
Das Ganze ist durchaus flüssig zu lesen und spannt der Bogen bis zum letzen Leuchtturm-Stevensson 1971, aberundet wird der Text durch zahlreiche Grafiken.
Einziger Nachteil: Es gibt kein Literaturverzeichnis.

Fazit:

Eine spannende Zeitreise.

# Gebundene Ausgabe
# Verlag: Schneekluth (2001)
# Sprache: Deutsch
# ISBN-10: 3795117682
# ISBN-13: 978-3795117689

Verwandte Bücher:
Das Geheimnis der Schatzinsel: Robert Louis Stevenson und die Kokosinsel – einem Mythos auf der Spur

Perlentaucher

leuchtfeuer

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Northern Lighthouse Board

edystone
Eddystone Lighthouse
Position 50° 10’.80 N 04° 15’.90 W

Bell_Rock_Lighthouse
Bell Rock Lighthouse. Situated 11 miles out from Arbroath the lighthouse was built by Robert Stevenson in 1811, upon the infamous Inchcape reef. At high water the reef is hidden about 12 foot below the water level, at low water it is 4 foot above the sea.

Der Leuchtturm von Bell Rock ist der älteste noch existierende Leuchtturm, der auf einem Felsen in der Nordsee steht. Er befindet sich 11 Meilen vor der Küste von Angus, Schottland auf dem Felsen „Bell Rock“. Der Felsen war der Ort zahlreicher Schiffsunglücke, da er im Schiffahrtsweg zur schottischen Stadt Dundee liegt und nur bei Ebbe für drei bis vier Stunden über die Wasseroberfläche hinausragt.

Der Felsen trägt den Namen Bell Rock, nachdem Mönche versuchten, herannahende Schiffe durch eine Glocke zu warnen. Der Glockenturm überdauerte jedoch in der stürmischen Nordsee nur ein Jahr.

Der Leuchtturm wurde von dem schottischen Ingenieur Robert Stevenson errichtet, im Jahr 1811 fertiggestellt und am 1. Februar 1811 in Betrieb gegangen. Es gehörte zu den ersten Leuchttürmen, die mit rotierenden Lichtsignalen ausgerüstet waren. Der Leuchtturm hat eine Höhe von 35 Metern. Seit 1998 ist er unbemannt.
Bei der Errichtung des Leuchtturmes stand man vor dem Problem, die gesamte Struktur auf einem Felsen zu errichten, der nur einige Stunden am Tag nicht von Wasser überspült ist. Frühere Versuche derartige Seezeichen zu errichten setzten daher auf hölzerne Konstruktionen, so auch auf dem Bell Rock. Die mangelnde Dauerhaftigkeit derartiger Bauten führte nach einem schweren Sturm im Jahr 1799 zu der Idee, dort einen Leuchtturm aus Stein zu errichten. Stevenson führte im Jahr 1800 erste Erkundungsarbeiten auf dem Bell Rock durch. Aber erst nach einem verheerenden Schiffsunglück, bei dem die HMS York mit allen Besatzungsmitgliedern sank, wurde 1804 die Entscheidung getroffen, mit dem Bau zu beginnen.

Die Lösung des Bauproblems fand sich bei der Konstruktion des Eddystone-Leuchtturms, der von John Smeaton in einer Art Bauklotztechnik erbaut worden war. Die Konstruktion besteht aus mit Keil- und Schwalbenschwanzformen ineinander verhakten Elementen, die, an Land vorgefertigt, schichtweise auf dem Bell Rock zusammengesetzt wurden. Die einzelnen Schichten wurden über eingelegte Steinquader miteinander verbunden. Der Bau begann im Sommer 1807 und 1811 konnte der Leuchtturm seiner Bestimmung übergeben werden.

Wikipedia

Bellrock Homepage

PU1329
Bell Rock bei Sturm von William Turner

Skerryvore_01
Skerryvore Rock

Skerryvore (from the Gaelic An Sgeir Mhòr meaning The Great Skerry) is a remote reef that lies off the west coast of Scotland, 12 miles (19 kilometres) south west of the island of Tiree. Skerryvore is also the name given to the lighthouse on the skerry, built with some difficulty between 1838 and 1844 by Alan Stevenson.[4]

At a height of 156 feet (48 m) it is the tallest lighthouse in the United Kingdom.[5] The shore station was at Hynish on Tiree which now houses a museum, operations being later transferred to Erraid, west of Mull. The remoteness of the location led to the keepers receiving additional payments in kind.[6] The light shone without a break from 1844 until a fire in 1954 shut down operations for five years. The lighthouse was automated in 1994.[7]

Wikipedia mit Daten und Hintergründen

ArdnamurchanLighthouse
Fotoquelle
Ardnamuchan Lighthouse, der einzige schottische Turm im ägyptischen Stil.

Ardnamurchan_Lighthouse3
Ardnamuchan Lighthouse

Der Ardnamurchan-Leuchtturm (schottisch-gälisch: Taigh Solais Aird nam Murchan) ist ein Leuchtturm an der schottischen Westküste. Er befindet sich am Point of Ardnamurchan rund 800 Meter nördlich der Felsnase Corrachadh Mòr, die den westlichsten Punkt des britischen Festlandes kennzeichnet. Dort trifft die südliche Küstenlinie der Halbinsel Ardnamurchan, die sich am Loch Sunart und dem Sound of Mull entlang zieht, auf die nördliche Küstenlinie, die parallel zu den Inseln Skye, Muck, Eigg und Rhum verläuft.

Der Leuchtturm ist 35 Meter hoch, es führt eine Treppe mit 152 Stufen nach oben. Die Höhe über dem Meeresspiegel beträgt 55 Meter, die Reichweite des Leuchtfeuers ist 24 Meilen. Die Kennung des Leuchtfeuers ist blinkendes (2) Weiß alle 20 Sekunden.

Unterhalb des Fußes des Leuchtturmes befindet sich ein großes rotes Nebelhorn, das mittlerweile außer Betrieb ist und durch ein elektrisches im Inneren des Leuchtturmes ersetzt wurde.

Das Haus des Leuchtturmwärters wurde in ein Museum verwandelt. Es bietet technische Informationen über die Arbeitsweise des Leuchtturmes sowie einen Raum, der das Leben der Wärter in den 1940er Jahren nachstellt. In dem Museum ist auch die originale Fresnel-Linse ausgestellt, die inzwischen durch ein elektrisches Leuchtfeuer ersetzt wurde. Daneben befindet sich das restaurierte Maschinenhaus. Das alte Stallgebäude wurde in ein Café und ein Geschäft umgebaut.

Die Zufahrt zum Leuchtturm ist so schmal, dass dort die wahrscheinlich einzige Ampel im Umkreis von 80 Kilometern steht, um den Einbahnstraßenverkehr zu regeln.[3]

Wikipedia

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Muckle Flugga, der *unmögliche* Leuchtturm.

Die Shetlandinsel Muckle Flugga (nördlich der Insel Unst) ist – nach dem noch weiter nördlich gelegenem Felsriff Out Stack – der nördlichste Ort des Vereinigten Königreiches. Sie gehört zur Gruppe der The Holms of Burra Firth und ist vom südlich sich anschließenden Little Flugga nur durch einen wenige Meter breiten, unpassierbaren Kanal getrennt. Little Flugga, Cliff Skerry, Tipta Skerry, Rumblings, Vesta Skerry und Ruskock liegen alle südwestlich von Muckle Flugga, nur Out Stack liegt weiter nördlich bzw. nordöstlich.

Auf der Gipfelplattform kleinen Felseninsel steht der 1854 von den Brüdern Thomas Stevenson und David Stevenson errichtete und 20 Meter hohe Leuchtturm, das nördlichste Gebäude der britischen Inseln. Die Insel erreicht eine Höhe von rund 53 Metern (ohne Leuchtturm).

Der nur recht kleine und weiß gestrichene Leuchtturm hat eine Feuerhöhe von 66 Metern über dem Meeresspiegel und eine Reichweite von 22 Seemeilen mit der Kennung: zwei Blitze weiß jede 20 Sekunden. Der Turm wird seit der Bauplanung im Jahr 1851 von der britischen Leuchtturmverwaltung Northern Lighthouse Board betreut.[1]

Spätestens seit der Automatisierung im Jahr 1995 und dem Abzug der Leuchtturmwärter ist die Insel unbewohnt.

Wikipedia

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Fotoquelle: Homepage

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Dhu Heartach Lighthouse, During Construction by Sam Bough (1822–1878)

The translation of Dubh Artach is „The Black Rock“, artach being a now obsolete Gaelic word for a rock or rocky ground both in Scottish Gaelic[9] and in Irish.[10] The variation between the anglicised forms Dubh Artach and Dhu Heartach is a simple case of false splitting where the final [h] of [t̪uh arˠʃt̪əx] in pronunciation seemingly is part of the following word, suggesting *hartach or heartach to the untrained ear.

Stevenson believed that ‘black and dismal’ was a translation of the name, noting that „as usual, in Gaelic, it is not the only one.“[11] Adamnan in his 7th-century Life of St Columba poetically calls the rock An Dubh Iar-stac, „The Black Stack of the West“.[12] The skerry was also known as St. John’s Rock prior to the construction of the lighthouse.[13]

Between 1800 and 1854 thirty ships were wrecked on the reef;[14] however, the requirement for a lighthouse was not only to warn seafarers away from Dhu Heartach itself, but also to guide them past the fearsome Torran Rocks, which lie between the Ross of Mull and Colonsay. Originally it was considered to be an impossible site for a light, but the loss of the steamer Bussorah with all thirty-three hands on her maiden voyage in 1863 and of an astonishing 24 vessels in the area in a storm on 30-31 December 1865 encouraged positive action under pressure from insurers Lloyds of London and a Captain Bedford of the Admiralty.[14][15] The engineering work was supervised by the famous Stevenson family of engineers, the brothers Thomas (father of Robert Louis) and David commencing work in 1866.[6] Thomas noted that „it would be a work of no ordinary magnitude“.[14]
Fitting of blocks for Dubh Artach on Erraid prior to erection.

The land base for the construction of the light was Erraid near Iona. Fourteen miles distant from Dhu Heartach across open sea, the little island provided a granite quarry and a shore station once the work on the lighthouse was completed. Initial construction on the rock, which began on 25 June 1867[16] under the supervision of Alan Brebner, required a barrack for the workmen made of iron. Summer gales brought high seas, which resulted in breaking water falling on the roof 77 feet (23 m) above sea level. It held firm, although fourteen men including Brebner were trapped there for five days, and at one point seawater poured in through the trapdoor, swirled around them and exited with their remaining food supplies.[14] Describing a similar occasion, R. L. Stevenson wrote:

The men sat high up prisoned in their iron drum, that then resounded with the lashings of the sprays … It was then that the foreman builder, Mr. Goodwillie, whom I see before me in his rock-habit of indecipherable rags, would get his fiddle down and strike up human minstrelsy amid the music of the storms.[8]

Despite these hardships a 36-foot (11 m) diameter foundation pit was excavated and by 1869 a solid portion of tower rising 32 feet (9.8 m) above foundation level had been completed. This was no mean feat. On one occasion eleven two-ton stones were dislodged from the third course of stonework and carried off the rock, never to be seen again.[6][17] Robert Stevenson noted that this destruction occurred at the same height „above the sea as the glass panes in the lantern of Smeaton’s lighthouse“ at Eddystone.[18]
Construction of the tower on site in 1870

The solid base weighing 1,840 tons rises more than 64 feet (20 m) above the pounding seas, more than twice as high as its nearest British rival of Skerryvore. The blocks, having been shaped and fitted on Erraid, were towed out to the rock in barges by the steamer ‘Dhuheartach’ each barge carrying 16 tons. Masonry work was completed in 1871 and the lantern, optical apparatus and fog bell installed the following year, Dubh Artach becoming the first isolated rock light in Britain to use paraffin. The finished tower rises 101 feet (31 m) above the foundation in seventy-seven courses of stonework all told.[6]

The total cost of the works undertaken by the Northern Lighthouse Board was £65,784, excluding the £10,300 cost of establishing the shore station on Erraid.[19] However, the extraordinary nature of the work should not be reduced to mere numbers. Stevenson was moved to note that:

It would be ungenerous if a great and dangerous work like this were brought unsuccessfully to an end and no praise should be given to such men as Mr Brebner the resident Superintendent, Mr MacGregor the captain of the steamer, Mr Goodwillie the master-builder on the rock and Mr Irvine the landing master. If full justice were to be done, the list should be much longer, but I can only add that out of all the workmen who took their lives in their hand to finish the Dhu Heartach Lighthouse, there were very few who turned poltroon. And this is the common history of all such undertakings.[20]

Completion of the construction work did not result in an end to the hazards. At low tide the landing stage is forty feet above a boat, yet not completely out of the reach of the swell. Landings other than via the precarious use of dangling ropes from a derrick were most unusual even on calm days.[6] The storm seas could rise to extraordinary heights. In the first year of operation, the copper lightning conductor was wrenched out of its sockets by a storm at a height of 92 feet (28 m) above high water.[6]

The first principal keeper was James Ewing who looked after the light for the next eleven years. Despite the exceptionally adverse conditions faced by the keepers, which resulted in them receiving additional payments in kind, Ewing was not the only one who served the light for a decade or more.[6][21] However, some found the lonely rock and its cramped quarters less to their taste. One had to be prevented from diving into the sea and attempting to swim ashore.[14]

Wikipedia

Geheimakte 51

Der französische Schriftsteller Gilles Perrault beschreibt in seinem neuen Buch „Geheimakte 51″, soeben deutsch in der „edition q“ erschienen, Unmenschliches über die Anwerbung eines Franzosen durch die CIA. Die Geschichte spielt in keiner realen Zeit, sie spielt immer, auch heute.

Ich fragte Perrault, ob die Verantwortlichen der Agenturen, auch diejenigen, die diesen Mann anwarben, der sich schließlich zum Fenster hinausstürzt, gar keine Beziehung zur Wirklichkeit besäßen?

Und: Ist die Anwerbung eines Agenten heute das gleiche, wie die Anwerbung von Agenten zum Kampf gegen Hitler im 2. Weltkrieg? Spielen der XX. Parteitag, der Tod Stalins 1953, die Folgen: Chrustschow, Gorbatschow etc. irgend eine – und welche – Rolle im Kopf oder wenigstens in der Wahrnehmung dieser Leute?

Quasi um Verzeihung bittend antwortete Perrault: „Gar keine, sie haben gar keine Ahnung, was in der Welt geschieht, es geht sie auch überhaupt nichts an.“

MFS-Insider

Warnung von Gilles Perrault an den Leser: Dies ist eine kalt-nüchterne Geheimakte. Wer sie aufschlägt, tappt in eine Falle: Er wird ihrer Fazination nicht mehr entkommen.

Im Mittelpunkt der dokumetarischen Monatge – Fortsetzung des Romans mit anderen Mitteln – steht ein junger Diplomat: *Kennziffer 51*, die Zielperson eines fremden Geheimdienstes, der sein Netz über ihm auswirft.

Rückentext

Gilles Perrault (eigentlich Jacques Peyroles; * 9. März 1931 in Paris) ist ein französischer Journalist und Romancier.
Perrault besuchte das Institut d’Etudes politiques in Paris, wurde Rechtsanwalt und übte diesen Beruf zunächst fünf Jahre aus. Nach dem Erfolg seines Essays ‘Les Parachutistes’ (Die Fallschirmjäger), der von seinem Militärdienst in Algerien inspiriert war und für den er den Prix Aujourd’hui erhielt, wandte er sich dem Journalismus zu (Reportagen über das Indien Nehrus, die Olympischen Spiele in Tokio und das Problem der Schwarzen in den USA). Danach unternahm er Recherchen über unbekannte Aspekte des Zweiten Weltkrieges, darunter auch ein Standardwerk über die Rote Kapelle.

‘Le Secret du Jour J’ (1964) erhielt einen Preis vom Comité d’action de la Résistance und wurde ein internationaler Bestseller. ‘L’Orchestre Rouge’ (1967) wurde ein noch größerer Erfolg. 1969 hat Perrault einen Roman, ‘Le Dossier 51′, veröffentlicht. Ein neueres wichtiges Buch war seine Darstellung des Folterregimes von Hassan dem Zweiten, des damaligen Königs von Marokko, über den wegen seiner engen Beziehungen zum Westen vorher nur in schmeichelhafter Weise berichtet worden war. Das Buch Le garçon aux yeux gris diente als Vorlage für André Téchinés Film Les Égarés. Einige Bücher Perraults wurden auch ins Deutsche übersetzt.

Wikipedia

Erster Satz:

Jean de Marlarielle, bevollmächtigter Gesandter im auswärtigen Dienst, wurde zum Botschafter Frankreichs in Kopenhagen benannt.

Letzer Satz

Wahrscheinlich war die Aufstellung fehlerhaft.

_______________

Sehr verwirrend an dem Buch ist, dass weder von den Agenten noch von der Familie bzw. von der Zielperson Klarnamen verwendet werden; die Abteilungen der Geheimorganistion werden mit antiken Götternamen bezeichnet, alle anderen Personen sind durchnummeriert; 52 ist die Ehefrau von 51, 52a ihr Liebhaber, 53 und 54 die Kinder ect.. Ich habe das Problem so gelöst, dass ich mir die Personenliste, die dem Buch vorangestellt ist, kopiert habe.

Es ist fazinierend zu sehen, wie der Geheimdienst immer tiefer in die Biographie der Personen eindringt, andere Agenten in den Umkreis einschleust, dabei aber auch von inneren Querelen nicht verschont bleibt. Allerdings ist es ebenfalls sehr trocken, was die Motivation weiterzulesen trübt.

Der Leser, als Mitwisser eingeweiht, fühlt sich von dieser Geheimakte angezogen und angewidert, doch öffnet sich die Augen dafür, wie ein Mensch manipuliert, funktiostüchtig gemacht wird für antihumanistische Zweke.

Klappentext

Fazit:

Ein Agententhriller der ganz anderen Art.

384 Seiten

 

Lesestatistik 10/2009

Lee Child; In letzer Sekunde; 3; 512 Seiten
Val McDermid; Die Erfinder des Todes; 1; 540 Seiten
Maeve Binchy; Insel der Sterne; 6
Carmen Rohrbach; Mongolei: Zu Pferd durch das Land der Winde; 3; 277 Seiten
Michael Crichton; Next; 6
Val McDermid; Echo einer Winternacht; 1; 550 Seiten
Douglas Preston; Credo; 5,9; 592 Seiten
Richard Stark; Das Geld war schmutzig; 4; 253 Seiten
Lee Child; Die Abschussliste; 1; 480 Seiten
Gilles Perrault; Geheimakte 51; 3; 384 Seiten

Durschnittsnote 3,39; 3588 Seiten

Die Abschussliste

Kurzbeschreibung
Der Beginn einer Legende: Jack Reachers erster Fall!

Silvester 1989/90. Die Mauer ist gefallen. Der Kalte Krieg? Geschichte. Die US-Army hat keinen Feind mehr. Und Jack Reacher hat Bereitschaftsdienst, als das Telefon klingelt. Keine Neujahrsglückwünsche. Ein toter Zwei-Sterne-General, zwischen heißen Laken. Herzinfarkt. Doch Reachers Misstrauen erwacht, als der Fall unter den Teppich gekehrt werden soll. Weitere Morde sprechen eine erbarmungslose Sprache. Und plötzlich steht Reacher selbst unter Verdacht. Wer will ihn aus dem Weg räumen? Seine Suspendierung kann Reacher nicht aufhalten, er gräbt tiefer und tiefer. Und er kommt einer Militär-Verschwörung ungeahnten Ausmaßes auf die Spur. Es ist ein neuer Krieg – gegen Feinde innerhalb der Army. Und Jack Reachers persönlicher Krieg: gegen den Verrat …

Packend und temporeich lockt Lee Child mit immer neuen Hinweisen, überrascht mit spektakulären Wendungen und erzeugt eine Spannung, die die Nerven bis nach der letzten Seite vibrieren lässt.

Lee Child (* 1954 in Coventry) ist ein britisch-US-amerikanischer Thrillerautor. Er ist bekannt für seine Romane, in deren Mittelpunkt der ehemalige US-Militärpolizist Jack Reacher steht. Bei dem Namen Lee Child handelt es sich um ein Pseudonym.

Wikipedia

Ein ungeheuer spannender Krimi, der die Anfänge von Jack Reacher zeigt, bevor er sich entschied, als Wohnsitzloser zu leben. Was daran recht interessant ist, dass es keinen privaten Ermittler gibt, sondern einen Militärpolizisten, der auch keine privaten (sieht man von der kranken Mutter ab) oder gesundheitlichen Probleme hat. Auch ist diesmal kein Angehöriger durch die Ermittlungen in Gefahr, was ebenfalls sehr erfrischend ist.

Fazit:

Ich freue mich auf einen weiteren Jack Reacher-Roman, wer den Roman-Helden kennen lernen möchte, sollte mit dem Buch anfangen; für mich eines der stärksten Reacher-Krimis.

# Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
# Verlag: Blanvalet Verlag (1. Februar 2006)
# Sprache: Deutsch
# ISBN-10: 3764501820
# ISBN-13: 978-3764501822
# Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,8 x 4 cm

Wort-Kunst
Kriminalakte
Literaturkritik
Büchereule

liste

Das Geld war schmutzig

Kurzbeschreibung
Als Touristen getarnt, die den herbstlichen Laubwald Neuenglands bewundern, logieren Parker und seine Freundin in einer Pension in der Nähe der verlassenen Kirche, wo die bei einem Banküberfall erbeuteten Millionen versteckt sind. Aber in der Zwischenzeit ist Dalesia, einer von Parkers Kumpeln, ausgebrochen, es wimmelt in der Gegend von Polizisten, Parkers Konterfei hängt überall aus, und eine Kopfgeldjägerin möchte sich ihre Prämie verdienen. Mit einem riskanten Plan kommen sie an die Beute und ziehen vor den Augen der Polizei mit dem Geld ab, jetzt getarnt als Mitglieder einer obskuren „Erlöserkirche“. Aber dann tritt eine andere Bande auf den Plan und will ihnen die Beute abnehmen. Nach „Fragen Sie den Papagei“ und „Keiner rennt für immer“ ist dies der nächste Thriller, der den faszinierend coolen Helden Parker in Hochform zeigt.

Über den Autor
Richard Stark (Jahrgang 1933) ist eines von mehreren Pseudonymen des mit zahlreichen Preisen ausgezeichneten Schriftstellers Donald E. Westlake, dem Grandseigneur des amerikanischen Noir-Krimis.
Donald E. Westlake ist am 31.12.2008 im Alter von 75 Jahren verstorben.Rudolf Hermstein, geboren 1940, studierte Sprachen in Germersheim und ist der Übersetzer von u.a. William Faulkner, Allan Gurganus, Doris Lessing, Robert M. Pirsig und Gore Vidal. Er wurde mit dem Literaturstipendium der Stadt München sowie mehrfach mit Stipendien des Deutschen Übersetzerfonds ausgezeichnet. 2009 erhielt Rudolf Hermstein den „Münchner Übersetzerpreis“.

Erster Satz

Als der silberne Toyota Avalon den Fahrweg herab aus dem Wald und über die Eisenbahnschienen holperte, stellte Parker bei den Infiniti den Wählhebel auf F und sprang auf dne Kies hinaus.

Letzer Satz

*Dann hast du ja noch die ganze Nacht*, sagte er.

________________

Vielleicht lag es daran, dass (mal wieder) nicht kenntlich gemacht wurde, dass es sich um eine Reihe handelt, dieses erfuhr ich erst gerade duch den Amazon-Text.
Allerdings hatte ich die ganze Zeit das ungewisse Gefühl, dass mir etwas an Wissen fehlt, auch wenn die Vorgeschichte recht gut erzählt wird.
Dennoch, der Funke sprang nicht über, vielleicht daduch, das der schnörkellose Stil auch sehr kalt ist.

Die Sprache ist kurz und knapp, einfache Sätze überwiegen. Oft springt man abrupt von einer Szene in die nächste. Beschreibungen gibt es so gut wir gar nicht, somit allerdings auch keine überflüssigen Wiederholungen. Emotionslos und abgehackt ist die Handlung, wodurch die Charaktere auch sehr eindimensional bleiben. Von ihren Ängsten oder Sorgen erfährt man rein gar nichts. Allerdings rollt vor dem inneren Auge auch sofort ein Film mit – man kann sich das Buch sehr gut verfilmt vorstellen; viele Änderungen wären da nicht mehr nötig. Action ist im Übermaß vorhanden, Schießereien und Verfolgungsjagden inklusive.

Literatopia

Fazit:

Der Funke sprang auf mich nicht über; für mich als Noir-Fan bedauerlich.

# Broschiert: 253 Seiten
# Verlag: Zsolnay (27. Juli 2009)
# Sprache: Deutsch
# ISBN-10: 3552054790
# ISBN-13: 978-3552054790
# Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 12,6 x 2,4 cm

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