Klischeebeladen, einfache Handlung, die Menschen sind entweder gut oder böse – Willkommen in der Welt der Mittelalter – Romane.
Genau so liest sich ein typisches Produkt des Scherz-Verlages, in welchem der Fischer-Verlag offensichtlich seine anspruchslosen Bücher publiziert. Wobei anspruchslos ja nicht unbedingt bedeutet, dass ein Buch nicht zumindest unterhaltsam sein kann.
Bis ca. zur Hälfte – Seite 400 ist das Buch auch gar nicht mal so schlecht, jedenfalls solange wie der Protagonist unter den einfachen Leuten lebt. Aber da er ein herzensguter Mensch ist (wie kann es bei solchen Romanen auch anders sein) und sich daher auch mit den Juden der Stadt hervorragend versteht, steigt er auf und das Buch verliert drastisch an Spannung. Der Titel ist ebenfalls sehr unglücklich gewählt, da der Bau der Kirche höchstens im ersten Drittel eine Rolle spielt.
Insgesamt scheinen noch andere der Meinung zu sein, dass der Roman leicht bizarr ist – ich musste bei dem Kommentaren wirklich grinsen. Selbst bei Amazon, wo sich bei solchen Büchern doch eher ein Loblied an das nächste reiht, sind die Nutzerkommentare sehr durchwachsen.
Sämtliche Kommentare auf Büchereule – ich finds einfach nur lustig, wie keiner den Roman ernst zu nehmen scheint.