Literaturblog von Nomadenseele

Die Kapelle der Glasmaler

Posted by: nomadenseele on: Juni 22, 2008

Hier werden Sie das Mittelalter sehen und fühlen Ein fesselnder historischer Roman über die Entstehung eines der berühmtesten Baudenkmäler der französischen Gotik. Frankreich um 1241: Einmal in seinem Leben will der Glasmaler Clement etwas schaffen, das der Schönheit Gottes angemessen ist. Und so zieht er mit seiner Familie nach Paris, um an der Erbauung der königlichen Sainte Chapelle mitzuwirken. Doch er wird diesen Traum teuer bezahlen – denn in der Kapelle der Glasmaler begegnet er Thomas, einem alten Widersacher um die Liebe von Cl‚ments heutiger Frau Edwige. Dieser hat die damalige Zurücksetzung nie verwunden – und wittert die Gelegenheit zur Rache …

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Der Einstieg in das Buch von Kirsten Schützhöfer gefiel mir gar nicht. Es wird immer von *sie* und *er* geredet, ohne das ein einziger Name fällt.
Als dann die eigentliche Handlung beginnt, welche zuerst den Lebensweg des Jongleurs Ghislain erzählt und dann zu den Familie des Glasmalers Clement hinüberschwenkt, fing das Buch mir an sehr gut zu gefallen. Leider werden beide Geschichten bei der gemeinsamen Ankunft in Paris wieder getrennt und auch nicht wieder miteinander verwoben. Man erfährt auf der einen Seite von der Verfolgung Ghislains durch seine Familie und als eigentliche Haupthandlung die Geschichte der Glasmalerfamilie. Diese schlägt sich erst mehr schlecht als recht durch Paris, bis Vater Clement Aufnahme in der Glasmalerei seines Gegners Thomas findet. Hier beginnt die typische Historischer-Roman-Schwarz-Weiß-Malerei: Clement hat immer das Wohlergehen seiner Familie im Sinn, erkennt die Begabung seiner Tochter Jeanne und fördert diese. Thomas hingegen schlägt brutal seinen Sohn Etienne und benutzt Clements Tochter Lisa, um sich dafür zu rächen, dass die Frau des Glasmalers sich gegen ihn entschied. Der Wahn und die Verzweiflung der Tochter, als sie schwanger wird, ist jedoch schön geschildert, auch die Reaktion der Mutter auf den Verlust einer anderen Tochter. Sehr schön geschildert ist auch das Leben des Mittelalters. Das größte Manko für mich bleibt an dem Roman, wie bereits oben geschildert, dass beide Geschichten zu sehr auseinander gehen, auch wenn man dagegen halten kann, dass dies im richtigen Leben auch so ist.

Mich hat das Buch sehr gut unterhalten, weitere Bücher der Autorin sind schon bestellt.

Leserunde

Sainte Chapelle

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