Literaturblog von Nomadenseele

Haus der blinden Fenster

Posted by: nomadenseele on: Juli 12, 2008

Mark Underhill hat gerade seine Mutter durch Selbstmord verloren und bleibt bei einem gefühlskalten Vater zurück, der unfähig ist, seine Gefühle zu zeigen und seinem Sohn in dieser Situation beizustehen. Mark vertraut sich seinem Onkel Tim an, einem berühmten Schriftsteller aus New York, der seinen Verwandten in den Stunden der Trauer beizustehen versucht. Mark glaubt, dass der Tod seiner Mutter mit dem unheimlichen, leerstehenden Nachbarhaus in Verbindung steht, in dem einst ihr Cousin gelebt hat: Joseph Kalendar, ein geisteskranker Serienmörder! – Mark ist davon überzeugt, dass er selbst schuld an ihrem Tod sei, da er dieses Haus entgegen den Anweisungen seiner Mutter kurz vor deren Freitod betreten hat.
Zusammen mit seinem Kumpel Jimbo kommt Mark hinter das Geheimnis des Hauses – bis er spurlos verschwindet.
Tim Underhill recherchiert die letzten Tage des verschollenen Jungen, der ein mögliches Opfer eines aktuell umgehenden Serienmörders sein könnte, der vorzugsweise Jungs in Marks Alter umbringt. Doch Tim akzeptiert diese Möglichkeit nicht und setzt alles daran, seinen Neffen zu finden

(Amazon)

Peter Straub, am 2. März 1943 in Milwaukee geboren, wuchs im US-Bundesstaat Wisconsin zusammen mit seinen beiden jüngeren Brüdern auf. Sein Vater war Verkäufer, seine Mutter arbeitete als Krankenschwester. Seine Mutter hätte es gerne gesehen, wenn aus ihm ein Arzt oder ein Pfarrer geworden wäre, während sein Vater eine Karriere als Profisportler für gut befand. Schon im Vorschulalter jedoch interessierte Straub vor allem das Lesen. So verbrachte er Stunden in öffentlichen Bibliotheken auf der Suche nach Geschichten über Piraten, Soldaten, Detektive, Verbrecher und andere schillernde Gestalten.

Ein einschneidendes Kindheitserlebnis als Erstklässler war ein schwerer Autounfall, der ihm neben einem Nah-Tod-Erlebnis zahlreiche Knochenbrüche, diverse Operationen und ein Jahr Schulpause bescherte. Außerdem war er für längere Zeit auf einen Rollstuhl angewiesen und entwickelte einige Verhaltenseigenarten, wie ein schweres Stottern, das er bis in seine 20er Lebensjahre behielt.

(Wikipedia)

Ich bin immer faziniert von Geschichten, in denen Gebäude Menschen beinflussen, wie z.B. das sehr empfehlenswerte *Creepers* von Morell. Da Stephen King seit Dreamcatchers unlesbar geworden ist, dachte ich mir, ich versuche es mit Peter Straub. Um ehrlich zu sein: Das Vergnügen werde ich mir nie wieder antun. Gruselstimmung kam bei mir gar nicht auf. Es ist kein Buch, welches man nicht beendet, weil man wissen möchte, wie es ausgeht. Aber Spannung herrscht nicht vor. Die *Aufschlüsselung* ist nicht eindeutig, auch wenn man sie sich vorstellen kann. Zudem kommt das Ende recht abrupt, der Anfang dagegen ist mit den Emails, welche kein einzig richtig geschriebenes Wort beinhalten, eine Beleidigung für jeden Heranwachsenden.

Fazit:

Finger weg und Geld sparen.

# Broschiert: 378 Seiten
# Verlag: Heyne TB (März 2008)
# Sprache: Deutsch
# ISBN-10: 3453433068
# ISBN-13: 978-3453433069
# Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 3 cm

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