Kurzbeschreibung
Als Juta Berg in einem Salzburger Krankenhaus erwacht, weiß sie weder, wer sie ist, noch, was sie in Salzburg macht. Sie erfährt, dass man sie verletzt und ohne Bewusstsein in den Katakomben eines Friedhofs gefunden hat. Merkwürdige Alpträume plagen sie, in denen ein mysteriöser Fremder sie um Hilfe bittet. Juta ahnt, dass diese Träume und ihr Unfall etwas miteinander zu tun haben. Auf dem Friedhof entdeckt sie das Grab eines Mannes, das ihr Rätsel aufgibt. Der Name auf dem Grabstein kommt ihr bekannt vor. Allmählich dämmert ihr, wer der geheimnisvolle Fremde in ihren Träumen ist. Como, ein Freund aus Kindertagen und ihre erste große Liebe, scheint in großer Gefahr zu schweben…
Geboren 1965 in Hameln, arbeitet Corinna Kastner nach einer Ausbildung zur Wirtschaftsassistentin für Fremdsprachen und Korrespondenz seit 1985 am Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung in Hannover. 1988 gehörte sie zu den Mitbegründerinnen der deutschen Sherlock Holmes Gesellschaft „Von Herder Airguns, Ltd.“, deren regelmäßig erscheinendes Magazin sie bis 1992 redaktionell betreute und für das sie zahlreiche Rezensionen und Essays verfasste. Sie ist verheiratet mit dem Schriftsteller Jörg Kastner.
Das Buch fängt mit einem Alptraum an: Ein Frau erwacht in einem Krankenhaus, hat keinerlei Erinnerungen mehr und kann dementsprechend weder Freund noch Feind unterscheiden – sehr spannend. Auch die Beschreibung Salzburgs vermochte mich zu fesseln, ich mag es, wenn Orte in Büchern nicht nur Fassade sind, sondern wirklich so in ihnen spielen, dass man sich richtig in sie reinversetzen kann. Ich habe jedenfalls wieder eine Anregung zum Kurztrip bekommen – Salzburg, ich komme!
Auch die anschließende Schnitzeljagd quer durch Europa entlang der Medizingeschichte wußte durchaus zu fesseln. Mich hat das ganze an das Spiel Baphomets Fluch I erinnert – ein Paar zieht durch Europa und löst Rätsel. Besonderes der Teil mit der Rückführung ließ mich ständig daran denken, wie schön man dies in einem Adventure umsetzen könnte.
Leider bedeutet dieser Teil des Buches auch einen starken Bruch in der Plausibiltät um an Ende komplett ins esoterisch-unglaubwürdige abzudriften – seit Dan Brown muß jeder irgendwie *erwählt* sein, nur ist Corinna Kastner nicht Dan Brown.
Anders formuliert: das Buch stürzt extrem ab, wenn die Autorin mit Logik nicht mehr weiterkommt, wird Mystery aus dem Hut gezaubert und die Geschichte stimmt wieder – speziell Paris und Rom eigenen sich dafür besonders. Auch interessant, dass sich die beiden exellent in Mathematik, Chemie, und Medizingeschichte auskennen, je nachdem, was gerade gebraucht wird. Auch ist die Protagonistin knapp an Geld, checkt aber im gehobenen Hotel Amadeus ein und hat ein unglaubliches Limit bei der Bank.
Zur Ausgabe:
Die sehr kleine Schrift fällt negativ auf.
Fazit:
Ein spannendes Buch, welches gegen Mitte / Ende auf dem Altar des trendig-esoterischen geopfert wird. Man hätte wesentlich mehr daraus machen können.
# Broschiert: 506 Seiten
# Verlag: Lübbe; Auflage: 1., Aufl. (11. September 2007)
# Sprache: Deutsch
# ISBN-10: 3404157583
# ISBN-13: 978-3404157587
# Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 12,4 x 3 cm
St. Petersfriedhof in der Stadt Salzburg im Hochsommer
Am Rand des Petersfriedhofs befinden sich erhöht die „Katakomben„, die in den Festungsberg gehauen wurden. Sie sind höchstwahrscheinlich spätantik-frühchristlichen Ursprungs und dienten trotz ihres Namens nicht als Begräbnisstätten sondern wohl als frühchristliche Versammlungsorte. Später wurden sie mit der Legende des Priesters Maximus in Verbindung gebracht, der 477 nach Christus – trotz Severin von Noricums Warnung vor heranziehenden Barbaren – zurückblieb und mit seinen 55 Gefährten den Märtyrertod erlitt. Die örtlichen Angaben dieser Legende beziehen sich aber nicht auf Salzburg, auch ist die Gestalt des Heiligen Maximus historisch nicht belegt.
Die Katakomben sind rechts der Gruftarkaden durch die Commungruft zugänglich, von der aus eine Treppe zu den zwei Katakombenkapellen hinauf führt, die einst als Höhlenbauten aus dem Berg herausgearbeitet worden waren, durch Felsstürze später aber teilweise sichtbar wurden und daraufhin wieder zugemauert wurden. In der Kommungruft finden sich auch die einzigen Grabstätten der Anlage: So wurden zu Beginn des 19. Jahrhunderts etwa Mozarts Schwester Nannerl und sein Freund Michael Haydn in der Gruft beigesetzt.
Die Gertraudenkapelle ist der durch Erzbischof Kardinal Konrad III. im Jahr 1178 dem acht Jahre zuvor ermordeten Thomas Becket geweiht. Unter Konrad III. von Wittelsbach wurde die Thomas-Kapelle auch der Heiligen Gertraud von Nivelles geweiht. Die Kapelle zeigt Freskenreste einer Darstellung des Martyriums des Heiligen Thomas Becket. Sie besitzt ein kleines Pultdach und ein Glockentürmchen. In der Felswand finden sich sechs Rundbogennischen in neo-frühchristlichem Stil, die 1865 nach Entwürfen von Georg Pezolt geschaffen worden waren.
Die Maximuskapelle ist der höchstgelegene Andachtsraum der Katakomben. Sie wurde urkundlich 1172 geweiht und 1659 unter Abt Amand renoviert. Die Mauer besitzt drei Rundbogenfenster, im Höhlenraum selbst eine Nische und eine Rundapsis. Die Tonaltäre wurden 1860 nach Entwürfen von Georg Pezolt geschaffen. Die Maximuslegende ist hier auf einer lateinischen Inschrifttafel des Abtes Kilian von 1521 festgehalten.
Zwischen den beiden Kapellen befindet sich auf halber Höhe noch eine Aussichtsplattform, wo ein kleiner hölzerner Glockenturm an eine einstige Nutzung der Anlagen als Einsiedelei erinnert. Der ursprüngliche Name der Anlage hieß folgerichtig „Eremitorium“,erst später setzte sich der Name „Katakomben“ durch.
St.Peters Friedhof in Salzburg, Katakomben oberhalb des Friedhofs

St.Peters Friedhof in Salzburg, Maximianuskapelle in den Katakomben oberhalb des Friedhofs
Das Grab des Arztes Paracelsus auf dem Salzburger Friedhof von St. Sebastian

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Abbild der Sulis Minerva in Bath, England
View of the Roman Bath with Bath Abbey in the background.

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Samuel Hahnemann’s grave at Père Lachaise in Paris. Bust by David d’Angers.
Blick über das Forum Romanum, Rom
Die Juturna-Quelle (lat. lacus Iuturnae) entsprang am Fuße des Palatin und lag auf dem Forum Romanum in Rom. Sie ist nach der latinischen Quellnymphe Juturna benannt. Ihr Wasser wurde als heilbringend verehrt. Im Jahre 117 v. Chr. wurde darum auf dem Campus Martius ein Becken errichtet und mit Statuen versehen. Der Sage nach tränkten Castor und Pollux ihre Pferde an der Quelle, als sie die Kunde vom Sieg über die Etrusker 496 v. Chr. nach Rom brachten. Die Quelle bildete mit dem Dioskuren-Tempel (Aedes Castoris) eine Einheit. Am 11. Januar wurde zu Ehren der Quellnymphe ein altrömisches Fest jährlich gefeiert, welches sie als Juturnalien bezeichneten.






