Aus der Amazon.de-Redaktion
Dava Sobels Längengrad erzählt, wie der Wissenschaftler und Uhrmacher William Harrison im 18. Jahrhundert eines der kompliziertesten Probleme der Geschichte löste: auf See die Ost-West-Position bestimmen zu können. Dieses Buch ergänzt die Geschichte mit vielen Bildern und vermittelt dem Leser damit ein besseres Verständnis für die damalige Zeit, die Akteure und das Problem, das es zu lösen galt. Hier ging es um keine obskure, seltene Schwierigkeit — ohne Längengrad gerieten die Schiffe oft so weit vom Kurs ab, daß die Seeleute verhungerten oder an Skorbut starben, bevor sie einen Hafen erreichen konnten. Ein von der Regierung initiierter Wettbewerb setzte einen hohen Geldpreis für denjenigen aus, der eine Methode entwickeln würde, den Längengrad genau zu bestimmen. Der Wettlauf begann. Der erbitterterte Kampf um Genauigkeit — und den stärkeren Willen — zwischen Harrison und seinem Erzrivalen tobte ohne Rücksicht und es fehlte ihm nicht an Dramatik. Das ist Hollywood-Filmstoff! Längengrad überrascht, fasziniert und gewährt einen Blick in die Vergangenheit bevor Satelliten zur globalen Lagebestimmung alles so einfach aussehen ließen.
Dava Sobel (* 1947, Bronx, New York, USA) ist eine US-amerikanische Schriftstellerin. Sie arbeitet als Wissenschaftsredakteurin bei der New York Times und ist durch ihre populärwissenschaftlichen Bücher auch in Europa bekannt geworden. Sie veröffentlichte zahlreiche Artikel in Zeitschriften wie Harvard Magazine, Life und The New Yorker. Dava Sobel lebt in New York.
Längengrad beschreibt die Geschichte des Uhrmachers John Harrison, der es sich zum Ziel gesetzt hatte, eine auf See ausreichend genau gehende Uhr zu konstruieren. Das Buch wurde mit Michael Gambon und Jeremy Irons 1999 für das Fernsehen verfilmt.
Vorweg:
Es gibt eine illustierte Ausgabe des Buches, mir stand nur die unillustrierte zu Verfügung. Das hat sich immer wieder als Mangel erwiesen, das ich mir die Bilder im Internet zusammensuchen musste (weitere gibt es bei der Rezi zu Herrin der Zeit, welches mich veranlasste, das Buch zu lesen).
Das Buch selber ist recht oberflächlich, eignet sich aber gerade deshalb als Einführung recht gut (die Autorin betont, dass es nur einen Überblick geben soll und keine wissenschaftliche Darstellung ist). Der Leser bekommt einen Überblick über die Geschichte das Problem zu lösen, bevor sie sich auf John Harrisson konzentriert. Dabei wird weniger Wert auf eine Entwicklung der Ideen gelegt, vielmehr geht es um die Auseinandersetzungen der Wissenschaftskommission mit John Harrisson.
Wenn es um das Schicksal der Uhren geht, hat sie eindeutig mit Textbausteinen gearbeiten, eine Stelle kommt wortgleich dreimal vor.
Fazit:
Wer einen groben Überblick über die Probleme des Längengrads und John Harrisson bekommen möchte, kann mit dem Buch nichts falsch machen.
# Broschiert: 240 Seiten
# Verlag: Bvt Berliner Taschenbuch Verlag; Auflage: 1 (Januar 2005)
# Sprache: Deutsch
# ISBN-10: 3833302712
# ISBN-13: 978-3833302718
# Größe und/oder Gewicht: 18,2 x 11,6 x 2 cm
William Hogarth – A Rake’s Progress – Plate 8 – In The Madhouse.jpg
William Hogarth: A Rake’s Progress, Plate 8: In The Madhouse, Engraving, 35.5 x 41cm

Im Hintergrund erkennt man Harrison, der Längengrade an die Wand malt.
A Rake’s Progress („Der Werdegang eines Wüstlings“) ist eine Serie von Gemälden und Kupferstichen des englischen Künstlers William Hogarth, entstanden zwischen 1733 und 1735. Die Originalgemälde befinden sich in Sir John Soane’s Museum in London. Die acht Bilder des Zyklus zeigen den Abstieg und Fall von Tom Rakewell, dem verschwenderischen Sohn und Erben eines reichen Kaufmanns, der in London sein Geld verprasst und schließlich in Schuldturm und Irrenhaus endet.
William Hogarth -The Analysis of Beauty
Peter Bexte: Die Schönheit der Analyse
Nachwort zu William Hogarth: Die Analyse der Schönheit.
Hogarth vergleicht in dem Buch unter anderem auf die H1 als Meisterstück unter den Kunstwerken.
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Seltsamerweise hält John Harrion nicht die H4, die zu dem Zeitpunkt fertig gestellt war, sondern die von einem Mann namens Jeffrey.

Im Stich von Teassaert ist die Uhr komplett verschwunden.
S. 170-172
