Klappentext
Venedig zu Beginn des 16. Jahrhunderts: Die Pest grassiert in der Lagunenstadt. Sterbenskrank wird die junge Venezianerin Cintia auf eine Seucheninsel gebracht, wo sie dank des Kaufmannssohnes Niccolò überlebt. Ihr gelingt die Rückkehr nach Venedig, doch sie ist zu jung, um das Erbe ihres Vaters, eines reichen Seidenwebers, in Besitz nehmen zu können. Gegen die drohende Vormundschaft raffgieriger Verwandter hilft nur eine rasche Heirat, und so stimmt Cintia kurzentschlossen einer Ehe mit dem Schiffsbauer Paolo zu, zum Verdruss Niccolòs, der ebenfalls um sie geworben hatte. Aus der Vernunftehe wird wider Erwarten Leidenschaft, doch tödliche Konflikte werfen bereits ihre Schatten voraus … Mitreißend erzählt und bestens recheriert, bringt uns dieser Roman von Charlotte Thomas die venezianische Renaissance auf spannende Weise nahe.
Eva Völler (* 1956 in Velbert) ist eine deutsche Autorin. Neben ihrem bürgerlichen Namen veröffentlicht sie auch unter den Pseudonymen Charlotte Thomas, Francesca Santini, Anne Sievers, Paula Renzi, Sibylle Keller und Ina Hansen.
Erster Satz:
Der Mann torkelte auf sie zu und übergab sich dicht vor Cintias Füßen, kaum, dass sie aus der Gondel gestiegen war.
Letzter Satz:
Gemeinsam gingen sie mit den Kindern nach Hause, während am Horizont die Schiffe weiter ihre Bahn zogen.
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Ich bin weder Leser von historischen noch von Liebesromanen, aber *Die Liebenden von San Marco* war von Anfang an spannend und fesselt – und ungewöhnlich für einen historischen Roman, wußte man bis zum Schluß nicht, wer hinter den ganzen Intrigen steckt. War im Vorgänger-Roman *Die Lagune des Löwen* das Böse ins operettenhafte überdreht, so kommt dieses Buch mit deutlich leiseren Tönen aus – natürlich gibt es Feinde des jungen Glücks zuhauf wie sich das im Genere gehört, aber es ist glaubwürdiger.
Was mich in historischen Romanen sehr oft stört ist, dass die Leute immer wie die Karnickel übereinander herfallen müssen, wenn der Autor Leidenschaft und Verliebtheit darstellen möchte. Natürlich ist es schwieriger, z.B. die Intimität eines Schulterdrucks zu beschrieben – aber ist es so schwer, dass sich niemand daran wagt? Und kann man Verliebtheit im Buch nur über Sex ausdrücken? Zumindest davon macht das Buch davon reichlich Gebrauch, und es wird sich dementsprechend zu jeder Tages – und Nachtzeit im Bett gewälzt – davon dass alle Frauen wunderschön sind und die Männer immer können mal ganz abgesehen. Auch werden schwangere Frauen mal eben mit Freuden geheiratet – nur nicht von denen, die sie geschwängert haben.
Andererseits versteht sich das Buch als Schmöcker und Unterhaltungsroman; und das macht es wirklich gut.
Zur Ausgabe
Die Hardcover – Ausgabe ist wunderschön. Das Titelbild war außergewöhnlich, das Papier seidig und jedes Kapitel bekam an den Anfang eine Kohle(?)zeichunug vorangestellt. Man kann die Ausgabe guten Gewissens bibilophil nennen, was heutzutage eine Seltenheit ist.
Fazit:
Eine schöne Unterhaltungslektüre ohne Tiefgang.
# Gebundene Ausgabe: 925 Seiten
# Verlag: Ehrenwirth; Auflage: 1., Aufl. (17. März 2009)
# Sprache: Deutsch
# ISBN-10: 3431037755
# ISBN-13: 978-3431037753
# Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,8 x 4,4 cm
