Auch wenn das hessische Klein-Roda, das der Schauplatz für eine ganze Reihe von Krimis von Anne Chaplet ist, immer noch ein kleines Dorf ist, in dem die meisten Familien schon seit Generationen ansäßig sind: im Lauf der Zeit ziehen immer wieder auch neue Leute zu, Städter zum Teil. Paul Brenner lebt nun schon seit vielen Jahren hier; auch wenn er sich mittlerweile einen soliden Platz in der Dorfgemeinschaft erworben hat, so ganz gehört er immer noch nicht dazu. Das merkt er vor allem immer dann, wenn wieder etwas passiert im Dorf.
So wie jetzt. Da wird er zum Haus einer Zugezogenen gerufen, um mal nach dem Rechten zu sehen, weil der Sturm einige Bäume gefällt hat. Aber Sophie Winter heißt die Frau, eine erfolgreiche Schriftstellerin, die mit „Sommer of Love“ einen Roman über die 68er geschrieben hat; einen Roman über drei Hippies, die sich in einem kleinen Dorf niedergelassen haben, eine kleine Kommune mit freier Liebe und Drogen – nichts also, was man am Land so einfach akzeptiert. Zum Schluss ist eines der beiden Mädchen verschwunden – und Sophie Winters Roman nach zu urteilen, trägt die Dorfgemeinschaft daran Schuld.
Und nun ist sie also zurückgekehrt in das Dorf, in dem die Romanhandlung von 68 spielt, die Autorin, die damals eines der beiden Blumenmädchen war. Lebt wieder in dem Haus, aus dem sie damals Hals über Kopf abgehauen sind – und wieder gibt es Vandalismus, ist man über ihre Anwesenheit nicht glücklich.
In Frankfurt wird Sophie Winters Buch gerade verfilmt; um sicherzustellen, dass die Darstellung der Polizei authentisch ist, wird eigens ein Beamter von der Polizei abgestellt. Und den erinnert die Lektüre des Buches an nie gelösten Kriminalfall…
Cora Stephan (* 7. April 1951 in Strang bei Bad Rothenfelde) ist eine deutsche Publizistin. 1998 erschien ihr erster Kriminalroman unter dem Pseudonym Anne Chaplet.
Cora Stephan wuchs in Osnabrück auf. Sie studierte in Hamburg und Frankfurt am Main mit abschließendem Lehrerexamen 1973. Die Promotion 1976 über das Thema „Die Geschichte der deutschen Sozialdemokratie im 19. Jahrhundert“ folgte dem Studium der Politikwissenschaften, Volkswirtschaftslehre und Geschichte.Zwischen 1976 und 1984 hatte sie einen Lehrauftrag an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. Sie arbeitete zudem als Lektorin, Übersetzerin und Rundfunkmoderatorin. 1980 war sie Redakteurin beim Pflasterstrand, 1983 als Kulturredakteurin beim Hessischen Rundfunk und von 1985 bis 1987 Korrespondentin im Bonner Büro des Spiegel. Seit 1987 arbeitet sie als freie Buchautorin, Kolumnistin und Essayistin und als Vortragende. Preise: Elisabeth-Selbert-Preis 1983.
Jurymitglied für den Adornopreis der Stadt Frankfurt 2006, Jurymitglied für den Hoffmann-von-Fallerslebenpreis seit 2003, Mitglied im Beirat des NDR-Sachbuchpreises.
Als Krimiautorin wurde sie zweimal mit dem Deutschen Krimipreis (2001 und 2004) und mit dem Radio Bremen Krimipreis (2003)[1] ausgezeichnet.
Sie ist Mitglied des Syndikats, einer Vereinigung deutschsprachiger Krimiautoren.
Cora Stephan lebt in Ilsdorf/Solms, in Frankfurt am Main und in Laurac-en-Vivarais (Südfrankreich).
Erster Satz
Es dauerte eine Weile, bis der erste Wassertropfen beschloß, sich vom Strom der anderen zu entfernen, die das Dach Richtung regenrinne verließen, und durch einen Spalt zwischen zwei Ziegeln zu sickern.
Letzer Satz
Aber die Katze hatte alles gesehen.
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Das war das erste Buch von Anne Chaplet, welches ich nicht mochte. Schlimmer: Ich wußte nichts mit dem Buch anzufangen. Drei Geschichten laufen parallell, haben vage mitaeinander zu tun, um sich ganz am Ende zu berühren. Wer Sophie Winter bedroht wird nicht geklärt, der Mord liegt in dem Buch ein paar Jahrzehnte zurück. was das am Ende alles soll, weiß ich nicht.
Fazit:
Wirr und langweilig.
Büchereule
Krimi-Couch
Suite101
HR-Online
# Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
# Verlag: List (13. August 2008)
# Sprache: Deutsch
# ISBN-10: 3471772820
# ISBN-13: 978-3471772829
# Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,4 x 3,2 cm

