Kurzbeschreibung
Ein bekannter Wissenschaftler wird brutal ermordet. Der erste Verdacht fällt auf radikale Tierschützer, denn der tote Hirnforscher hatte Versuche an Affen vorgenommen. Ein Briefbombenanschlag auf einen Kollegen in Bremen deutet in dieselbe Richtung. Doch der Berliner Wissenschaftsjournalist Troller weiß mehr als die Polizei. Denn der Mörder, der sich Kant nennt und mysteriöse Botschaften hinterlässt, hat ihn persönlich kontaktiert. Gemeinsam mit der Nachrichtenjournalistin Jane kommt Troller einem Mann auf die Spur, der den freien Willen des Menschen bedroht sieht – und töten wird, um ihn zu bewahren.Über den Autor
Jens Johler, 1944 in Neumünster geboren und in Hamburg aufgewachsen, machte zunächst eine Ausbildung zum Schauspieler an der Münchner Otto-Falckenberg-Schule und war drei Jahre lang Schauspieler an den Städtischen Bühnen Dortmund. Danach studierte er Volkswirtschaftslehre an der FU Berlin und war anschließend als wissenschaftlicher Assistent tätig. Seit 1982 ist er freier Autor und lebt in Berlin. Kritik der mörderischen Vernunft knüpft inhaltlich an seinen ersten Roman mit Troller und Jane, Gottes Gehirn, an, den er zusammen mit Olaf-Axel Burow schrieb.
Erster Satz
Er trippelte mit kleinen, schnellen Schritten auf die Wand zu, stieß mit dem Kopf dagegen, hörte aber nicht auf zu laufen, seine Beine trippelten weiter, ohne dass er von der Stelle kam.
Letzter Satz
Und dann begann die gewohnte Diskussion über die Eissorten, die sie bestellen würden.
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Die Schreibweise des Buches war mir zu distanziert, ich mag es nicht, wenn die Protagonisten nur mit Nachnamen genannt werden, unrealistischer Weise auch noch von der eigenen Tochter. Das hat mich so geärgert, dass mir erst in den letzten Zügen klar wurde, wie weit die Forschung bereits ist; so ist im aktuellen Arte-Magazin die Rede von Pillen, mit denen man Gedächnisinhalte löschen kann.
Es stimmt schon sehr nachdenklich, wenn angesprochen wird, dass ein großer Softwarekonzern (sprich: Microsoft, Microsoft reklamiert das Gedankenlesen für sich) die Verbindung zwischen Gehirn und Software herstellen möchte; bis jetzt fand ich den Gedanken als eine Art Cyborg durch die Gegend zu laufen recht cool (was wieder einmal zeigt, was ich ihne nachzudenken alles gut finde), aber was ist, wenn die technik einmal soweit ist, dass sie Gedanken aus dem Gehirn löschen kann, wie Amazon 1984 vom Kindle?
Auch nachdenklich machte mich die Manipulation, der wir alle ausgesetzt werden, von Dawkins, der uns in Gotteswahn die Religion aureden möchte oder sämtliches Verhalten nur noch naturwissenschaftlich über die Genetik oder die Neurologie näher gebracht werden soll.
Fazit:
Ein Buch, welches Denkanstöße liefert.
# Broschiert: 544 Seiten
# Verlag: Ullstein Tb (14. Januar 2009)
# Sprache: Deutsch
# ISBN-10: 3548269540
# ISBN-13: 978-3548269542
# Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12 x 3,4 cm
Krimi-Couch
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Links zum Thema
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Europäische Akademie stellt am 2.5. neue Studie „Intervening in the Brain“ vor (Termin im Buch erwähnt)
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Gedankenlesen – Pionierarbeit der Hirnforschung; Hirnscanner in die Gerichtssäle?
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Welt: Das wachsame Auge des großen Bruders
Lobotomie
Bei ScienceNetwork soll es Videos einer Konferenz geben, wie man der Welt die religion austreiben kann – mit Richard Dawkins, Patricia Churchland und Ramachandran vom 5.-7.11. 2006 in LaJolla
Regeln für den Menschenpark – Wikipedia
Linksammlung zu Maschine-Gehirn-Interaktion

