Kurzbeschreibung
Rumänien 1945: Der Zweite Weltkrieg ist zu Ende. Die deutsche Bevölkerung lebt in Angst. „Es war 3 Uhr in der Nacht zum 15. Januar 1945, als die Patrouille mich holte. Die Kälte zog an, es waren -15° C.“ So beginnt ein junger Mann den Bericht über seine Deportation in ein Lager nach Russland. Anhand seines Lebens erzählt Herta Müller von dem Schicksal der deutschen Bevölkerung in Siebenbürgen. In Gesprächen mit dem Lyriker Oskar Pastior und anderen Überlebenden hat sie den Stoff gesammelt, den sie nun zu einem großen neuen Roman geformt hat. Ihr gelingt es, die Verfolgung Rumäniendeutscher unter Stalin in einer zutiefst individuellen Geschichte sichtbar zu machen.
Herta Müller (* 17. August 1953 in Nitzkydorf, Rumänien) ist eine deutsche Schriftstellerin. Am 8. Oktober 2009 wurde bekanntgegeben, dass sie mit dem Nobelpreis für Literatur 2009 ausgezeichnet wird.
Der Grund fürs Abbrechen war eindeutig die Sprache, welche zu warm und poetisch für das Thema war. Meiner Ansicht nach hat das Thema eine harte Sprache verlangt, stattdessen fühlt man sich in ihr durchaus geborgen – total verfehlt.
doch wirkt die Ästhetik des Schrecklichen oft maniriert, deplatziert: Mich stört das Schöne in einer „Hautundknochenzeit“, in der lauter „Hungerengel“ um ihr Leben zittern, so dass ich Herta Müllers Sprache, ihren Ton großer gezwungener Nüchternheit, nicht recht goutieren kann. Gewiss, sie verfügt sie über eine poetische Kraft, wenn sie den Schrecken und das Schreckliche in Bilder fasst. Doch was ist Großes daran, wenn der Schriftsteller dem Elend und dem Elenden „seine Würde lässt“?
Amazon-Kritik
Büchereule
Kitsch oder Weltliteratur?