Aus der Amazon.de-Redaktion
James Barr hat es schlimm erwischt. Einst war der ehemalige Scharfschütze ehrenhaft aus der Army entlassen worden. Jetzt liegt er in einem überhitzten Krankenzimmer, „in dem man Hähnchen hätte braten können“, und kann sich an gar nichts mehr erinnern. Vor allem kann er nicht glauben, was er getan haben soll. Das sagt er auch Jack Reacher, ehemaliger Top-Ermittler der Militärpolizei, der Barr schon lange kennt und der ihn im Zuge seiner Ermittlungen besucht.Aber es gibt nun einmal eindeutige Beweise, und fünf davon sind tot. Barr soll als „Sniper“ wahllos auf Passanten geschossen haben. Am Tatort in einem Parkhaus finden sich Kugeln seiner Waffe, ein Markierungskegel aus seiner Garage und DNA-Spuren seines Hundes. Für die ermittelnden Polizisten ist es der klarste Fall der Kriminalgeschichte — und gerade das macht Reacher stutzig. Einziges Problem: Barr hatte schon zu Army-Zeiten als Sniper eine tödliche Spur des Grauens hinterlassen und war damals trotz seines Geständnisses nur aus politischen Gründen davongekommen. Reacher ist also der Letzte, der ein Interesse daran hätte, Barr rauszuboxen. Aber warum hatte dann Barr gegenüber seinen Anwälten ausdrücklich nach Reacher verlangt? Und: Warum leugnet er die heutige Tat, wo er damals doch so geständig war?
„Holt Jack Reacher“: das erbittet nicht nur Barr im Roman. Die Rückkehr Reachers ersehnten sich Tausende von Thriller-Fans rund um den Globus. Jetzt ist er zurück — und er ist besser denn je. Sniper ist ein packendes, bewegendes, beunruhigendes Buch. Nicht nur der Umstand, dass es von der ersten Seite an fesselt, hebt es aus der großen Zahl ähnlicher Bücher der Unterhaltungsschriftstellerei deutlich heraus.
Lee Child (* 1954 in Coventry) ist ein britisch-US-amerikanischer Thrillerautor. Er ist bekannt für seine Romane, in deren Mittelpunkt der ehemalige US-Militärpolizist Jack Reacher steht. Bei dem Namen Lee Child handelt es sich um ein Pseudonym.
Erster Satz
Freitag. Fünf Uhr Mittags.
Letzter Satz
Dann konnte er sich neue Schuhe kaufen und praktisch überall sein, bevor die Sonne wieder unterging.
______________
Die Jack Reacher-Roman ging nicht an mich; zu konstruiert, zu eindeutig zu behäbig, um dann mit einem Showdown zu enden. Auch fehlte mir das Getriebende, welches Jack Reacher ausmacht, dieses *Eigentlich will ich weiterziehen*. Davon abgesehen ist es zu leicht, sie Strippen selbst zu entwirren.
Denn die Schemata wie ein Jack Reacher-Abenteuer funktioniert, sind spätestens seit Mein großer Freund Shane bekannt und wurden von Sergio Leone perfektioniert: Ein schweigsamer Fremder kommt auf der Durchreise in eine (meist) kleine Stadt, wird in die herrschenden Händel einbezogen und entscheidet sich mitzumischen. Manchmal des Geldes wegen, manchmal, weil man ihn selbst angegriffen und erniedrigt hat; immer um Menschen, die ihm etwas bedeuten – auch wenn er sich das nie zugestehen würde – zu helfen und letztlich der Gerechtigkeit zu einem Sieg zu verhelfen. Das dies auch schon mal ein schäbiger sein kann, erkauft durch eine Vielzahl von Toten am Wegesrand, nimmt er in Kauf, weiß er doch, das die Welt am Ende ein besserer Platz ist. Zumindest für den Moment.
Fazit:
Einer der schlechteren Jack-Reacher-Romane.
# Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
# Verlag: Blanvalet Verlag (27. Februar 2008)
# Sprache: Deutsch
# ISBN-10: 3764502371
# ISBN-13: 978-3764502379
# Originaltitel: One Shot (09 Reacher)
# Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,4 x 4 cm

