Sharon Bolton – Der Schatten des Bösen

Anlässlich der Beerdigung des ehemaligen Sargtischlers und Mörders Larry Glassbrook kehrt die Polizistin Florence Lovelady mit ihrem Sohn Ben zurück nach Lancashire – in die Stadt des spektakulären Falls, der einst ihre Karriere begründete. 1969 wurden dort mehrere Jugendliche vermisst. Es stellte sich heraus, dass sie entführt und in Särgen lebendig begraben worden waren. Florence gelang es, Grassbrook dieser grausamen Taten zu überführen und ihn lebenslang hinter Gitter zu bringen. Doch kaum ist der vermeintliche Mörder von damals selbst unter der Erde, mehren sich die Zeichen, dass der Schatten des Bösen weiter reichen könnte als vermutet … Amazon

Pendle Hill and the Ribble Valley. From Bashall Barn across Clitheroe to Pendle Hill. (1)

Eigentlich hatte mir die Handlung sehr gut gefallen, obwohl der Mörder feststeht, waren die Ermittlungen sehr spannend beschrieben. Es wird auch beschrieben, mit welchen Schwierigkeiten Frauen bei der Polizei in den ausgehenden 60er Jahren zu kämpfen hatten, gerade, wenn sie mehr wollten als nur Kaffee zu kochen. Und da Hexerei und Zauberei Teil des Falls sind, oder genauer gesagt der Fundstücke bei den Leichen, hat es mich auch nicht gestört, dass praktizierende Hexen auftraten.

Kritisch wurden die Ermittlungen 30 Jahre später, wenn festgestellt wird, wo sich eine vermisste Person befindet, und zwar mit Hilfe von Abbilden im Feuer. Liebeszaubertränke wirken und auf die Ermittlerin von allen Seiten des Ortes Zusprüche einwirken. Die letzten 100 Seiten zerstören das ganze Buch und machen aus einem Krimi, den ich atemlos las, billigen Schund. Zumal, soviel sei verraten, am Ende der Mörder nicht gefunden wird (oder ich habe etwas überlesen.).

Fazit

Wie man es schaffen kann, mit einem schlechten Ende ein richtig spannendes Buch zu ruinieren führt Sharon Bolton bravourös vor.

Anmerkung: Das Buch ist die Fortführung von Der Meister des Todes: E-Book Only Kurzgeschichte (kostenlos), was ich ohne das Lesen einer Amazon-Rezi nie erfahren hätte. Was soll bloß der Quatsch?

Sharon Bolton wurde im englischen Lancashire geboren, hat eine Schauspielausbildung absolviert und Theaterwissenschaft studiert. „Todesopfer“, ihr erster Roman, wurde von Lesern und Presse begeistert gefeiert und machte die Autorin über Nacht zum neuen Star unter den britischen Spannungsautorinnen. Ihrem ersten Triumph folgten mittlerweile sieben weitere Thriller – darunter vier mit der grandiosen Ermittlerin Lacey Flint – in denen Sharon Bolton ihr brillantes Können immer wieder unter Beweis stellte. Sie wurde bereits für zahlreiche Krimipreise nominiert und für „Schlangenhaus“ mit dem Mary Higgins Clark Award ausgezeichnet sowie mit dem Dagger in the Library für ihr Gesamtwerk. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in Oxford.

Taschenbuch: 560 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (15. April 2019)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442488737
ISBN-13: 978-3442488735
Größe und/oder Gewicht: 12,7 x 4,1 x 19,1 cm

 

(1) Charles Rawding

CC BY-SA 2.0
File:Pendle Hill and the Ribble Valley – geograph.org.uk – 72304.jpg
Created: 30 October 2005
Location: 53° 52′ 25.68″ N, 2° 26′ 24″ W