Ein kompletter Stammbau findet sich hier.

Johann Buddenbrook der Ältere (1765 – 1842), Patriarch und unerreichtes Vorbild

Johann Buddenbrook der Ältere (1765–1842) hat während der Befreiungskiege als Getreidegroßhändler und preußischer Heereslieferant den Grundstock des Buddenbrookschen Vermögens gelegt. Er ist mit Antoniette, geb. Duchamps in zweiter Ehe verheiratet. Seine erste Frau Josephine war nach der Geburt seines Sohnes Gotthold 1796 verstorben. Mit seiner zweiten Frau hat er eine Tochter, die nach Frankfurt heiratet, und die im Roman nur erwähnt wird sowie einen Sohn, Johann (Jean) Buddenbrook, der, obwohl nicht der Erstgeborene, seine Firma erbt.

Johann Buddenbrook ist weltläufig, von nüchterner Sachlichkeit und voller Selbstvertrauen. Dazu ist er musikalisch und spielt Flöte. Seine Musikalität kann er jedoch nicht vererben. Weltanschaulich tendiert er zur Aufklärung und hält zur Religion spöttische Distanz.

Konsul Jean (Johann) Buddenbrook (ca. 1800–1855)

Johann (Jean) Buddenbrook (1800–1855) ist der Sohn aus der zweiten Ehe Johann Buddenbrooks des Älteren mit Antoinette, geb. Duchamps. Jean Buddenbrook hat die „tief liegenden, blauen und aufmerksamen Augen seines Vaters“, aber ihr Ausdruck ist träumerischer. [25] Die Geschäfte der Firma setzt er nach dem Tod des alten Buddenbrook erfolgreich fort, wie sich nach seinem Tod erweist, obwohl er „nach Kaufmannsart beständig geklagt hatte“. [26] Jean Buddenbrook bekleidet das Amt des Königlich-Niederländischen Konsuls. Im Gegensatz zu seinem Vater eignet Jean eine religiöse Schwärmerei. Trotzdem ist er in der Stadt eine Autorität.

Senator Thomas Buddenbrook (1826–1875)

Thomas Buddenbrook, dessen Vater, Großvater und Urgroßvater schon in der Stadt gewirkt hatten, „war der Träger eines hundertjährigen Bürgerruhmes. Die leichte, geschmackvolle und bezwingend liebenswürdige Art freilich, in der er ihn repräsentierte und verwertete, war wohl das Wichtigste.“

Tony (Antonie) Buddenbrook, geschiedene Grünlich, geschiedene Permaneder (geb. 1827)

Antonie Buddenbrook genannt Tony, ist die erste Tochter von Jean und Elisabeth Buddenbrook, Schwester von Thomas, Christian und Clara, die Mutter Erika Weinschenks (geb. Grünlich) und Großmutter Elisabeth Weinschenks.
Antonie Buddenbrook bleibt ein Leben lang sie selbst: kindlich naiv und unerschütterlich in ihrem Familiensinn. Als Kind ist sie vom luxuriösen Lebensstil der Großeltern (s. Abschnitt Familie Kröger → [14]), der den elterlichen in den Schatten stellt, tief beeindruckt. „Vornehm“ wird eines ihrer Lieblingsworte. In Lübeck grüßen Erwachsene die kleine Tony, das Kind aus der Familie Buddenbrook.„Sie ging in der Stadt wie eine kleine Königin umher.“

Christian Buddenbrook (geb. 1828)

Christian Buddenbrook (geb. 1828, der zweite Sohn von Jean und Elisabeth Buddenbrook und Bruder von Thomas, Tony und Clara), ist die konträre Figur zu seinem älteren Bruder Thomas.

Gerda Buddenbrook, geb. Arnoldsen (geb. 1829)

Thomas Buddenbrook gewinnt Gerda auf der Höhe seiner Karriere. Bis dahin hatte sie „ihren Entschluß, niemals zu heiraten, mit Festigkeit aufrechterhalten.“ Ihre Musikalität beeindruckt Thomas, auch wenn ihm Musik ein wesensfremder Bereich ist. Seiner Mutter schreibt er: „Diese oder keine, jetzt oder niemals!“ Darüber hinaus ist sie eine glänzende Partie, deren Mitgift frisches Kapital in die Firma bringt.

Hanno (Justus Johann Kaspar) Buddenbrook (1861–1877)

Hanno ist der einzige Sohn von Thomas und Gerda Buddenbrook.

Antoinette Buddenbrook, geb. Duchamps († 1842)

Antoinette Buddenbrook ist die zweite Gattin von Johann Buddenbrook dem Älteren. Sie wird die Mutter von Jean Buddenbrook. 1842 stirbt sie nach mehrwöchiger Krankheit.

Bethsy (Elisabeth) Buddenbrook, geb. Kröger (ca. 1803–1871)

Elisabeth Buddenbrook, geb. Kröger, ist die Ehefrau von Konsul Jean (Johann) Buddenbrook und Mutter von Thomas, Christian, Tony (Antonie) und Klara. Sie wird zunächst als elegante und weltläufige Ehegattin beschrieben

Klara Tiburtius, geb. Buddenbrook (1838–1864)

Klara Tiburtius, geb. Buddenbrook, ist das vierte Kind von Jean und Elisabeth Buddenbrook. 1856 heiratet sie den im Hause der Buddenbrooks verkehrenden Pastor Tiburtius und zieht mit ihm nach Riga.

Gotthold Buddenbrook (1796–1856)

ist der ungeliebte Sohn von Johann Buddenbrook d. Ä. aus erster Ehe. Seine schwere Geburt hatte Johann Buddenbrook zum Witwer gemacht. Verstoßen wird Gotthold wegen einer eigenwilligen, unstandesgemäßen Heirat (s. o. Inhalt, Erster Teil).

Klothilde Buddenbrook

ist die Nichte von Johann Buddenbrook dem Älteren und verwaist.

Entnommen bei Wikipedia. Dort sind auch weitere Personen aufgeführt.