Herr Schweitzer, Privatier aus Leidenschaft, lebt gerne in den Tag hinein. Die Nacht widmet der intensiv der Sachsenhäuser Kneipenszene. Um sich dies leisten zu können, hilft er gelegentlich seinem Schwager in Dribbebach.
Eines Tages wird Simon Schweitzer, ohne dass er es merkt, mit einer Leiche konfrontiert. Und außerdem sind da noch die zwei bis dato ungeklärten Polizistenmorde an der Stadtbahn West und Maria von der Heide. Die mit der atemberaubenden Figur.

Klappentext

Im Frühjahr 2003 gründete Frank Demant den Röschen-Verlag, nachdem er bei der Verlagssuche für seinen ersten Krimi an einen dieser sogenannten „Zuschuß-Verlage“ geraten und als Neuling damit mächtig auf die Schnauze gefallen war.
Seit Mai 2005 kann Demant vom Verkauf seiner Bücher leben und hat inzwischen auch andere Autoren aus Frankfurt und näherer Umgebung verlegt, allerdings nur in geringem Umfang, da die Arbeiten rund um die Simon-Schweitzer-Krimireihe weiterhin oberste Priorität besitzen.


Verlags-Info

Das Buch ist eine Pflichtlektüre von Germanisten, angehende Verleger und solche die am kreativen Schreiben als solches interessiert sind – man kann eingehend studieren, wie man es nicht machen sollte.

Von der Figur ist immer nur als *Herr Schweitzer* die Rede, als hätte der Autor Angst, sie könnte einem emotional zu nahe kommen. Darin liegen vermutlich auch Sätze begründet wie *Man hatte die Endhaltestelle in Bornheim erreicht*, warum *man* und nicht das persönlichere *er*?

So ganz sicher bin ich mir nicht, was ich davon halten soll. Am ehesten möchte ich das Buch noch mit Naiver Malerei vergleichen. Ganz nett geschrieben, verstößt es im Grunde gegen alle Gesetze der Schreibkunst. Der Autor schwafelt munter vor sich hin, verbreitet dabei ein bisschen Sachsenhäuser Lokalkolorit aber noch viel mehr überflüssige Allgemeinplätze. Spannung im Sinne eines Krimis habe ich vergeblich gesucht und der Rest – also, wer’s mag . . . Ich mag auch keine Naive Malerei.


Amazon-Kritik

Merke:
Wer es mit seinem Geschreibe nicht schafft, einen Verlag zu finden, sollte sich vielleicht eingestehen, nicht sehr talentiert zu sein und nicht auf BoD, Bezahl- und Selbstverlage ausweichen – es sei denn, man will das ganze unbedingt in gedruckter Form sehen.

Genau wie der Lokalkolorit derartig penetrant daher kommt, dass Außenstehende mit vielen Schilderungen nichts anfangen können. Wer Frankfurt unaufdringlich kennenlernen möchte, ist mit den Krimis von Anne Chaplet besser bedient.

Fazit:

Finger weg, ich habe leider die ganze Reihe geschenkt bekommen – die örtliche Bibilothek wird sich freuen :P . Der Autor ist bemerkswert unbegabt.

# Taschenbuch: 173 Seiten
# Verlag: Röschen Verlag; Auflage: 1 (Juni 2003)
# Sprache: Deutsch
# ISBN-10: 3980991504
# ISBN-13: 978-3980991506
# Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 1,4 cm

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