Kurzbeschreibung

Wilkie Collins’ Roman um die geheimnisvolle Frau in Weiß, der als der erste moderne Detektivroman der Weltliteratur gilt. Noch ermittelt kein Profi, aber der junge Zeichenlehrer Walter Hartright setzt seine scharfe Beobachtungsgabe, sein psychologisches Gespür und seine kombinatorischen Fähigkeiten ein, um die verbrecherischen Vorgänge aufklären und das Rätsel der weißen Dame lösen zu können.

Mit Begeisterung haben sich seit 1860 unzählige Leser auf die Folter spannen lassen, denn durch eine raffinierte Verflechtung der Handlungsfäden lenkt der englische Schriftsteller Wilkie Collins den Leser immer wieder auf falsche Fährten. Wer dieses kriminalistische Meisterwerk noch nicht verschlungen hat, sollte nicht länger säumen.

Über den Autor
Wilkie Collins, 1824 in London geboren und 1889 dort gestorben, enger Freund Charles Dickens‘, begann nach kurzer juristischer Tätigkeit die Schriftstellerlaufbahn. Er schrieb eine Reihe äußerst spannender, melodramatischer Romane, die, geschickt konstruiert, den Leser auf falsche Spuren locken und als Vorläufer des modernen Detektivromans gelten.

Das Buch hat gute 200 Seiten zu viel und war auf diesen auch sehr zäh zu lesen, vor allem, weil 100 Seiten vorher alles aufgelöst war. Leider hatte der Autor wohl das Ziel, alle Fragen zu klären, was einfach zu erschöpfend war. Andererseits ist das Buch auch für ein Publikum geschrieben worden, welches noch keine Psychothriller kannte und das muss man ihm anrechnen.

Auf den 400 Seiten davor ist der Krimi sehr spannend und man will immer wissen, wie es weitergeht. Erzählt wird die Handlung, wie bei Collins üblich, aus einem Mix von Berichten und Tagebucheinträgen, was ihn vor dem Fehler von Ricarda Martin bewahrt, dass eine Person Dinge erzählt, die sie nicht wissen kann. Auch gibt es bei Mr. Fairlie Ansätze ihm einen eigenen Schreibstil zu geben, in diese Falle ist Machfus mit Echnaton gestolpert. Wirklich in den Griff bekommt Collins meiner Meinung nach diese Technik erst in Der Monddiamant und vor allem mit Lydias boshaften Kommentaren in Der rote Schal.

Interessant fand ich, dass es damals üblich war, dass die Frau ihr Voraberbe im Falle eines Todes in der Regel nicht dem Ehemann zudachte. Vielleicht bin ich in der Beziehung ein wenig arglos, aber soweit habe ich noch nicht gedacht, dass dieses eine gewisse Versuchung darstellen könnte. Vor allem, weil man schließlich meistens innerhalb seiner Gesellschaftschicht heiratet und deswegen genug Geld vorhanden sein sollte.

Ansonsten fasziniert Collins in jedem Buch mit sehr starken Frauenfiguren, die die Handlung tragen, was damals sicherlich ungewöhnlich war; zumindest sind mir sonst nur die Brontë – Schwestern diesbezüglich bekannt.

Fazit:
Spannender Roman, der am Ende aber deutliche Längen hat.

Die Frau in Weiß (Wimmelbild?)
Straßenfeger 10 – Die Frau in Weiss / Der rote Schal (Verfilmung)
Musical
Lovley Books
Büchereule

# Taschenbuch: 656 Seiten
# Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Dezember 2010)
# Sprache: Deutsch
# ISBN-10: 3423139412
# ISBN-13: 978-3423139410
# Originaltitel: The Woman in White (London 1860)
# Größe und/oder Gewicht: 19 x 12 x 3,8 cm

Personenliste

* Walter Hartright – A poor young man who earns his living as a drawing master.
* Frederick Fairlie – A fanciful, selfish invalid, owner of Limmeridge House in Cumberland. Laura’s uncle.
* Laura Fairlie – His gentle, pretty niece, an heiress and an orphan.
* Marian Halcombe – Laura’s half-sister and companion, not attractive but intelligent and resourceful. She is described as one „of the finest creations in all Victorian fiction“ by John Sutherland[3].
* Anne Catherick („The Woman in White“). A young woman said to be of disordered wits. She is possibly an illegitimate daughter of Laura’s father.
* Mrs Catherick – Anne’s strange and unsympathetic mother, who is somehow in league with Sir Percival Glyde.
* Sir Percival Glyde – Laura’s fiance and then husband, he is an unpleasant baronet with a secret. He is able to appear charming and gracious when he wishes, but his true character appears soon after his marriage to Laura.
* Count Fosco – Sir Percival’s closest friend. A grossly obese Italian with a mysterious past, he is eccentric, bombastic, urbane, intelligent and menacing. He carries his pet mice around in his pockets. The Count greatly admires Marian for her intellect.
* Countess Fosco – Laura’s aunt, once a giddy girl but now humourless, cold and in thrall to her husband and his schemes.
* Professor Pesca – A teacher of Italian, and a good friend of Hartright. The professor finds Hartright the Limmeridge job, introducing him to Laura and Marian, and proves Fosco’s unexpected nemesis.