Read That:

Drumherum
Warum mich deutsche Literaturblogs langweilen

Auch weit verbreitet: monatliche Lesestatistiken. Ganz ehrlich: Es interessiert vermutlich niemanden, wie viele Seiten jetzt der eine im Monat gelesen hat und um wie viele Exemplare der Stapel der ungelesenen Bücher des anderen geschrumpft oder gewachsen ist. Am Ende des Jahres mag das ja eine feine Sache sein, aber muss das monatlich sein?

Für mich ist das Blog in erster Linie ein Lesetagebuch und als solches führe ich auch eine Statistik – alleine schon deswegen, um mir die *Jahresendabrechnung* zu erleichtern.

Ich schreibe das Blog auch nicht, um heiße Debatten zu entfachen (auch wenn ich die heißen Debatten in anderen Blogs gerne lese) und auch nicht, um wer weiß wie viele Leser zu begeistern. Ich schreibe ganz alleine für mich, entweder es gefälltt den Lesern (und die Statistiken der Startseite sind sehr stabil) oder er muss sich eben ein anderes Blog suchen. Ich denke, dass jedes Blog seine Leser hat und Leute, die damit nichts anfangen können.

Alleine die Überschrift *Warum mich deutsche Literaturblogs langweilen* (ist dein Blog etwa so unglaublich herausrangend?) und diese Alle‑über-einen-Kamm-Schererei finde ich unsäglich arrogant.

Ob es sich um die neuen Wikio-Charts handelt oder die neue Spiegel Online-Bestsellerliste. Alle, die diese Listen spannend finden, wissen, wo sie zu finden sind und wann sie erscheinen. Welchen Mehrwert bringen sie für das Blog, außer dass man zwei bis drei Artikel pro Monat mehr veröffentlicht? Eben.

*Räusper*

Read That:

10 Bücher, die man gelesen haben muss (Aktion)

Natürlich gibt es Ausnahmen und immer noch einige Blogs, die ich gerne lese. Insgesamt fehlt mir jedoch die Kreativität in der deutschen „Literaturblog-Szene“, neue Impulse, Abwechslung.

Dann wäre es gar nicht so verkehrt, mit guten Beispiel voranzugehen.
Eine Buch-Rezi ist Buch-Rezi ist eine Buch-Rezi. Autor, Inhalt, Meinung zum Inhalt, Cover. Vielleicht mangelt es mir an Kreativität, aber ich wüsste nicht, was ich anderes machen sollte, wenn ich wollte.

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