Die große moderne Biografie über Leben und Mythos des legendären Preußenkönigs

Auch dreihundert Jahre nach seiner Geburt polarisiert Friedrich der Große (1712–1786). Der legendäre Preußenkönig wird bewundert und verachtet, geliebt und gehasst. Tillmann Bendikowski folgt den Spuren des »Alten Fritz«, der sechsundvierzig Jahre regierte. Er entfaltet die fesselnde Biografie eines Multitalents: ein absolutistischer Herrscher, der die Folter abschaffte, Frömmelei verachtete, als brillanter Analytiker Strukturen und Menschen durchschaute; ein risikofreudiger Kriegsherr, der sich doch früh von seinem Vater, dem »Soldatenkönig«, distanzierte; ein schillernder Intellektueller, der die besten Köpfe seiner Zeit umwarb; und ein ambitionierter Liebhaber der Künste. Bendikowskis Biografie des Preußenkönigs stellt die mannigfaltige Widersprüchlichkeit der historischen Figur in den Mittelpunkt, erzählt daneben aber auch ihre Wahrnehmung – und Instrumentalisierung – im Lauf der deutschen Geschichte eingehend nach.

Über den Autor

Dr. Tillmann Bendikowski, Historiker und Journalist, ist Leiter der Medienagentur Geschichte in Hamburg. Er verfasst Beiträge für Printmedien und Hörfunk und betreut die wissenschaftliche Realisierung von Forschungsprojekten und historischen Ausstellungen. Für das Museum »Varusschlacht im Osnabrücker Land« realisierte er die Sonderausstellungen »Theodor Mommsen« (2003) sowie »Gesprochen, geschrieben, gedruckt. Wie die Rede auf die Varusschlacht kam« (2007).

Die Biographie, die keine sein möchte – so kann man das Buch kurz und bündig zusammenfassen.

Das Leben Friedrichs des Großen wird auf 150 Seiten abgehandelt, was zwangsläufig dazu führt, dass eine Oberflächlichkeit zur nächsten führt. Denn, und das ist das traurige an dem Buch, dem Autor interessiert das Subjekt überhaupt nicht; die *Biographie* ist nur das Vorspiel zu seiner Analyse um Friederichs II. Bild im Dritten Reich, in der DDR und BRD.
Für die Erkenntnis, dass die Deutschen alles viel zu verkrampft sehen, brauche ich kein Buch zu lesen, das traurige Blabla der Politiker zur Nibelungentreue gegenüber Israel und was wieder im Hinblick auf die deutsche Geschichte alles nötig ist oder nicht gemacht werden darf, ist zum reihern genug. Insofern taugt der Rückblick auf die DDR / BRD auch nur, um sich klar zu machen, wie manipulierbar und manipulierend die Geschichtswissenschaften sind – wahrscheinlich schreiben wir unsere Hausarbeiten auch unter dem Einfluss zeitgeistiger Strömungen und blenden Unbequemes aus oder schreiben es zumindest nicht, weil es eine schlechte Note zur Folge haben könnte.

Was totaler Schwachsinn ist, ich darf nicht jemanden dafür verurteilenden, dass jemand innerhalb seiner Zeit handelte ; wir werden von den Medien auch manipuliert (Die deutschen Medien halten sich zur Zeit sehr zurück, was die Erschießungen der Schwarzen in Libyen angeht), die angeblich allgegenwärtige Terrorismusgefahr oder wie Vallatina berichtete, dass in Mexiko nicht überall Mord und Totschlag herrscht, amerikanische Schiffe aber den dortigen Hafen nicht anlaufen. Weswegen ich mich auch seit der Schulzeit strikt weigere, mich mit dem Dritten Reich auseinanderzusetzen, ob in Schrift, Ton sonstwie, weil ich immer das Gefühl habe manipuliert zu werden (wenn ich den Quatsch mit dem *Unrechtsstaat* höre, bekomme ich schon zuviel; nur weil die Gesetze dort z.T. menschenfeindlich waren, ist es noch lange kein *Unrechtsstaat* – jedenfalls wenn ich *Rechtsstaat so definiere, dass ein funktionierendes Justizwesen gibt Ein Rechtsstaat hat für mich etwas mit der Ausführung von Gesetzen zu tun und nicht mit den Gesetzen an sich – wobei es ähnlich fair wäre, die USA wegen der Todesstrafe als *Unrechtsstaat* zu bezeichnen und alle anderen Gesetze außer Acht zu lassen. Bei Unrechtsstaat fällt mir eher die BRD ein, die jahrzehntelang bewusst die Frauenrechte und damit das Grundgesetz gebrochen hat. ).

Friederich der II. von Preußen war wohl ein Ur-Ur-Ur-Urenkel der Maria Stuart, nicht aber ein ur-Ur-Ur-Urgroßvater Hitlers. Er baute weder Autobahnen noch Konzentrationslager, er starb einen betagten, friedlichen Tod.

(Rudolf Augstein, 1968, S. 268)

Friedrich der Große Genial? Schwul? Nazi?

Fazit:

Als Biographie ein Rohrkrepierer führt das Buch die Manipulierbarkeit der Geschichtswissenschaften vor, bis man am liebsten das Studium schmeißen und sich nie wieder damit beschäftigen möchte.

Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
Verlag: C. Bertelsmann Verlag (12. September 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3570011313
ISBN-13: 978-3570011317
Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,4 x 3,4 cm

Schloss Rheinsberg liegt in der Gemeinde Rheinsberg, etwa 100 km nordwestlich von Berlin im Landkreis Ostprignitz-Ruppin.

Das am Ostufer des Grienericksees gelegene Schloss gilt als Musterbeispiel des sogenannten Friederizianischen Rokokos und diente auch als Vorbild für Schloss Sanssouci.

Wo sich heute das Schloss Rheinsberg befindet, stand im Mittelalter eine Wasserburg. Die Familie von Bredow hatte die Herrschaft Rheinsberg im Jahre 1464 von den von Platen erheiratet und ließ nach 1566 ein Wasserschloss in Renaissanceformen an dessen Stelle erbauen, das im Dreißigjährigen Krieg stark beschädigt wurde. 1618 wurde das Schloss an Kuno von Lochow verkauft. Nach dem Aussterben der Linie fällt es an Kurfürst Friedrich Wilhelm, der es seinem General Franz du Hamel schenkt. Mit Genehmigung des Kurfürsten verkauft der es aber an Benjamin Chevenix de Beville, der das Anwesen im März 1734 für 75.000 Taler dem preußischen König Friedrich Wilhelm I. veräußerte. Friedrich Wilhelm wiederum schenkte es seinem Sohn Kronprinz Friedrich, dem späteren König Friedrich II. für dessen Loyalität. 1736 zog dieser mit seiner Frau Prinzessin Elisabeth Christine in den südlichen Flügel des Schlosses. In den Jahren bis 1740 ließ Friedrich das Schloss umfangreich ausbauen und erweitern, von den Baumeistern Johann Gottfried Kemmeter und Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff, der von Kemmeter das architektonische Handwerk gewissermaßen erlernte. So wurde der eingeschossige Bau um ein Obergeschoss ergänzt und der Ostflügel um 25 Meter verlängert.

Friedrich selbst bezeichnete seine Jahre auf Schloss Rheinsberg immer als die „glücklichsten seines Lebens“. Seine Zeit in Rheinsberg endete 1740 mit der Thronbesteigung.
Hauptflügel

Vier Jahre später schenkte er es seinem jüngeren Bruder Heinrich, der 1752 mit seiner Frau Prinzessin Wilhelmine von Hessen-Kassel einzog und bis zu seinem Tod dort wohnte. Der kunstbegeisterte Prinz machte sich daran, das Schloss und den dazugehörigen Park zu erweitern und verschönern. 1786 vervollständigten Georg Friedrich von Boumann und Carl Gotthard Langhans das Schloss nach den ursprünglichen Plänen. Langhans war bereits 1766 für wenige Wochen in Rheinsberg und fertigte Entwürfe für den Prinzen Heinrich, die in den Folgejahren von seinem Bauintendanten Carl Wilhelm Hennert umgesetzt wurden, Boumann errichtete 1785/86 die beiden Pavillons am Schloss, die vermutlich schon Langhans aufriss. Bereits zu Lebzeiten ließ Heinrich seine Grabstätte in Form einer abgebrochenen Pyramide im Garten errichten, in der er nach seinem Tod 1802 beigesetzt wurde. Selbst die französische Inschrift verfasste er selbst.

Zu literarischer Bekanntheit gelangte das Schloss durch Theodor Fontane in seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg und die Erzählung Rheinsberg. Ein Bilderbuch für Verliebte. von Kurt Tucholsky. In der DDR war im Schloss eine Diabetiker-Klinik untergebracht. Heute gehört das Schloss mit seinen Gartenanlagen der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg. Nach aufwendigen und umfangreichen Restaurierungen ist das Schloss heute wieder als Museum zu besichtigen und beherbergt auch das Kurt-Tucholsky-Literaturmuseum. Im ehemaligen Kavaliershaus ist seit 1991 die Bundes- und Landesmusikakademie untergebracht, die das Schlosstheater betreibt. Seit 1991 findet das internationale Opernfestival Kammeroper Schloss Rheinsberg im Schlosstheater (Kavalierhaus), Schlosshof und Naturtheater (Heckentheater) statt.

Wikipedia

  • Theodor Fontane: Wanderungen durch die Mark Brandenburg, Band 1 (Grafschaft Ruppin) „Rheinsberg“
  • Andrew Hamilton: Rheinsberg. Das Schloß, der Park, Kronprinz Friedrich und Bruder Heinrich. Ausgewählt und hrsg. von Franz Fabian. Nach einer Übersetzung [aus dem Englischen] von Rudolf Dielitz (zuerst erschienen in London 1872), Aufbau Verlag, Berlin 1992, ISBN 3351021119
  • Ludwig Sternaux: Mein kleines Sanssouci. Schloß Rheinsberg und seine Erinnerungen, Hahn’s Erben, Berlin 1936
  • Generaldirektion der Staatlichen Schlösser und Gärten Potsdam-Sanssouci (Hrsg.): Rheinsberg : Eine märkische Residenz des 18. Jahrhunderts. Ausstellung vom 21. – 29. Juni 1985 im Schloss Rheinsberg (= Katalog der Ausstellung zur 650-Jahrfeier der Stadt Rheinsberg 1985, Gestaltung: Herbert Sander), Generaldirektion der Staatlichen Schlösser und Gärten Potsdam-Sanssouci, Potsdam 1990
  • Christian von Krockow: Rheinsberg. Ein preußischer Traum, E. A. Seemann, Leipzig 1992, ISBN 3363005547
  • Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Schloß Rheinsberg. Amtlicher Führer der Stiftung Schlösser und Gärten Potsdam-Sanssouci, Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, Potsdam 1993

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Reiterstandbild Friedrichs des Großen auf der Straße Unter den Linden, Berlin


Der „Alte Fritz“: Friedrich II. im Alter von 68 Jahren
Gemälde von Anton Graff, 1781


Potsdam, Schloß Sanssouci, Sterbestuhl Friedrich des Großen


Grabplatte Friedrich der Große mit Blumen und Kartoffeln in Sanssouci


Acht Stabsoffiziere der Bundeswehr bei der Totenwache am Sarg König Friedrich II. von Preußen


Schloss Sanssouci aus der Luft aus gesehen

Schloss Sanssouci im Winter 2006

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