Olaf Jessen erzählt in seinem glänzend geschriebenen Buch aus dem Leben der Familie von Moltke, die wie keine andere in Militär und Politik die deutsche Geschichte geprägt hat. Zur Sprache kommen dabei auch die Frauen, von der Hofdame Königin Luises bis zu der kürzlich verstorbenen Widerstandskämpferin Freya von Moltke.

Die Moltkes haben über sieben Generationen, vom Zeitalter Napoleons bis in unsere Gegenwart, eine führende Rolle gespielt: als Schlachtensieger und gescheiterte Weltkriegsstrategen, demokratische Regierungschefs und Innenminister des Kaisers, homosexuelle Komponisten und patriarchalische Gutsbesitzer, Botschafter des NS-Regimes und Widerstandskämpfer gegen Hitler, Investmentbanker in New York und Visionäre eines geeinten Europa. Helmuth von Moltke, der Sieger von Königgrätz und Sedan, wurde zur Ikone des Kaiserreichs, der Widerstandskämpfer Helmuth James von Moltke zur Identifikationsfigur einer demokratischen und weltoffenen Bundesrepublik.

Olaf Jessens meisterhaftes Porträt des Adelsgeschlechts ist daher mehr als eine spannende Familiengeschichte: In den Moltkes spiegelt sich die preußische und deutsche Geschichte und das sich wandelnde Selbstverständnis einer Nation.

Über den Autor
Olaf Jessen, Dr. phil., geb. 1968, ist freier Historiker und lebt in Freiburg im Breisgau. Zahlreiche Veröffentlichungen zur preußischen und deutschen Geschichte.

Die Familie von Moltke ist auf sehr eigentümliche Art und Weise der dänisch – schleswig-holsteinischen, preußischen und gesamtdeutschen Geschichte verbunden – alleine wer einen Abriss der letzten 300 Jahre lesen möchte, ist mit dem Buch gut bedient, da der Autor darauf achtet, die Umstände der Zeit zu erläutern.
Sehr positiv fällt dies auf, als er schreibt, warum sich von Moltke trotz aller Bedenken erst für den Dienst direkt unter Hitler zu entscheiden – weil er unter dem Traum des 1. Weltkrieges sein Land nicht im Stich lassen wollte (um dann später bei den Attentaten dabei zu sein) – der Autor wertet nicht, er erklärt.

Zum Vorteil für den Leser ist zudem, dass die von Moltkes zwar im Kontakt zur jeweiligen Führungsschicht standen, ohne (bis auf die Zeit des Nationalsozialismus) ihr direkt anzugehören. Dadurch ergibt sich, dass man wesentlich näher an den Umständen der jeweiligen Zeit *dran* ist. (Auch wenn die von Moltkes es schafften, bei Schlachten gegnerischen Parteien anzugehören).
Wirklich tief empfundenen Respekt empfand ich von dem überzeugten Widerstand im 3. Reich, welche sich in der Familie nicht nur in Einzelpersonen ausdrückte.

Ein gut 100seitiger Anhang zur Vertiefung rundet das Werk ab.

Fazit:
Ein flüssig geschriebenes Buch, welches dazu einlädt, die von Moltkes durch die deutsche Geschichte zu begleiten. Wer allerdings Adelsdramen a`la Bunte sucht, wird das Buch schnell zur Seite legen.

Gewissen als Maßstab des Handelns

Familiengeschichte mit Brüchen
Sehepunkte
Die Moltkes: Von Königgrätz nach Kreisau
Gebundene Ausgabe: 477 Seiten
Verlag: Beck; Auflage: 2., durchgesehene Auflage (22. September 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3406604994
ISBN-13: 978-3406604997
Größe und/oder Gewicht: 22,2 x 15 x 3,8 cm

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Bregentved is a manor house located near Haslev on the Danish island of Zealand. It has been owned by the Moltke family since the middle of the 18th century.

In 1746, King Frederick V granted the Bregentved estate to Adam Gottlob Moltke, one of his closest companions who was at the same time made lord chamberlain and a count. Over the next few years, Moltke adapted the two remaining wings with the assistance of the architects G.D. Anthon and Nicolai Eigtved. Moltke also commissioned Eigtved to built him a large mansion in Copenhagen, the south-western of the four Amalienborg Palaces, which was completed in 1754.

At Bregentved, Moltke introduced several agricultural reforms to the management of the estate with inspiration fromHolstein.


Bregentved House and Park

Wikipedia

A. G. Moltke died at Bregentved on 25 September 1792, passing his estates to his oldest son, Joachim Godske Moltke, who ceded their mansion in Copenhagen to the royal family after the fire of Christiansborg Palace in 1794. As a replacement, Adam Wilhelm Moltke, who had just left office as the first Prime Minister under Denmark’s new constitutional monarchy, acquired a new mansion which became known as Moltke’s Mansion. After the harvests at Bregentved Manor and other family holdings, he would move his entire household to Copenhagen.

In the 1880s, Count Frederik Christian Moltke decided to modernize the house. He demolished the two Eigtved wings and replaced them with two new wings which were completed in 1891 to the design of the architect Axel Berg.
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Der Flensburger Löwe (auch Idstedt-Löwe, dänisch Istedløven) ist eine Plastik der spätklassizistischen Monumentalbildhauerei, die der Däne Herman Wilhelm Bissen als Denkmal für den Sieg der königlich-dänischen Truppen über die deutschen Schleswig-Holsteiner in der Schlacht bei Idstedt (25. Juli 1850) geschaffen hat. Das Original, das sich nur kurz in Flensburg und anschließend bis 1945 in Berlin befand, stand später unter der Bezeichnung Istedløven in Kopenhagen. 2011 kehrte die Plastik an ihren ursprünglichen Standort in Flensburg zurück und wurde am 10. September 2011 enthüllt. Eine 2005 restaurierte Zinkkopie aus dem Jahre 1874 befindet sich im Berliner Ortsteil Wannsee am Seeufer von Heckeshorn.

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Das Schloss Rantzau in Rantzau im östlichen Schleswig-Holstein ist Namensgeber und der ehemalige Stammsitz der uradeligen Familie Rantzau. Das Schloss war Mittelpunkt eines adligen Gutes und ist nach dieser Definition eigentlich ein Herrenhaus, durch seine besondere Bedeutung in der Landesgeschichte und seine einstmals reiche Ausstattung wird es aber schon seit geraumer Zeit als Schloss bezeichnet. Das Haus erlebte eine kurze Blütezeit vom Ende des 16. bis ins frühe 17. Jahrhundert und war eines der reifsten Werke der Renaissance in Schleswig-Holstein.[1][2] Durch diverse Umbauten wurde die Anlage jedoch so umfassend verändert, dass die einstige Gestalt nur mehr zu erahnen ist.

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Um die Jahrhundertwende besaß das Gut noch 2.600 Hektar Wirtschaftsfläche. Der Landbesitz musste nach und nach veräußert werden, so wurden zum Beispiel nach dem Ersten Weltkrieg mehrere Pachtdörfer aus dem Gutsbetrieb entlassen. Nach dem Zweiten Weltkrieg musste das Schloss als Flüchtlingslager dienen und nahm mehr als 170 Personen auf, die zum Teil bis 1960 dort wohnten. 1965 wurde das Herrenhaus vom Gut abgetrennt und an Familie Mayerholz verkauft. Die neuen Besitzer richteten im Haus ein Schlosshotel ein, das heute jedoch nicht mehr existiert. 1976 und 1978 wurden die Gebäude des einstigen Wirtschaftshofes durch Brandstiftung zerstört.

Das Schloss befindet sich in Privatbesitz und wurde 2009 an eine neue Eigentürmerin verkauft. Die neue Besitzerin geriet in Konflikt mit der Denkmalschutzbehörde[6][7], nachdem sie bei den Sanierungsarbeiten rund 90% der historischen Inneneinrichtung entfernen ließ. Nach Pressemeldungen hat das Gebäude nach den Arbeiten erneut den Besitzer gewechselt, die zukünftige Nutzung des Herrenhauses ist ungewiss. Es kann weder besichtigt noch betreten werden.


Der Hof von Schloss Rantzau, Frühling 2008. In den Seitenflügeln mit den äußeren Treppentürmen verbirgt sich der Renaissancebau Heinrichs Rantzaus

Blick durch die Reste der Gartenanlage auf den südlichen Flügel

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Der Kreisauer Kreis war eine bürgerlich-zivile Widerstandsgruppe, die sich während der Zeit des Nationalsozialismus mit Plänen zur politisch-gesellschaftlichen Neuordnung nach dem angenommenen Zusammenbruch der Hitler-Diktatur befasste.

Der Kreis, dessen Führungspersönlichkeiten Helmuth James Graf von Moltke und Peter Graf Yorck von Wartenburg waren, bildete sich im Jahr 1940. Nach der Verhaftung Moltkes Anfang 1944 löste sich der Kreisauer Kreis de facto auf, einige Kreisauer schlossen sich der Gruppe um Claus Schenk Graf von Stauffenberg an. Nach dessen Attentat auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 gelang es der Gestapo, die Arbeit des Kreises aufzudecken. Sie nannte die Widerstandsgruppe nach Moltkes Gut Kreisau in Schlesien „Kreisauer Kreis“ – vermutlich wurde der Begriff von Theodor Haubach während seiner Vernehmungen benutzt[1] – und prägte damit den Namen, der später Eingang in die Geschichtsschreibung fand.

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Krzyżowa [kʃɨˈʒɔva] anhören?/i (deutsch Kreisau, bis 1930 Creisau) ist ein Dorf mit etwa 200 Einwohnern in Polen. Es liegt etwa 10 km östlich von Świdnica (Schweidnitz) in Niederschlesien und gehört der Gemeinde Świdnica im Powiat Świdnicki, Woiwodschaft Niederschlesien an.

Im Zentrum des Ortes befindet sich ein Gutshof mit einem Schloss aus dem späten 18. Jahrhundert. Seit 1998 befindet sich auf dem Gelände und in den Gebäuden des Gutes eine Internationale Jugendbegegnungsstätte, die von der Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung betrieben wird

Bekannt wurde Kreisau vor allem durch die Familie von Moltke. Der preußische Generalfeldmarschall Helmuth Karl Bernhard Graf von Moltke, Sieger des preußisch-österreichischen Krieges von 1866 und des deutsch-französischen Krieges von 1871, erwarb das Gut als Alterssitz. Sein Urgroßneffe Helmuth James von Moltke war einer der führenden Köpfe der Widerstandsgruppe Kreisauer Kreis. 1942 und 1943 fanden im Berghaus, das als Wohnhaus der Familie zum Gutshof gehörte, drei geheime Treffen dieser Gruppe statt. Hier wurden ausführlich Fragen einer möglichen Nachkriegsordnung ohne Hitler diskutiert.

Nach dem Krieg wurde Kreisau in Krzyżowa umbenannt. Aus dem Bedürfnis, die Erinnerung an den Kreisauer Kreis wachzuhalten, entstand in den Jahren 1989/1990 als Teil der europäischen Bürgerbewegung die Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung, in der sich Polen und Deutsche, aber auch Menschen aus anderen europäischen Ländern und den USA engagierten. Auf dem Gutshof von Krzyżowa fand am 12. November 1989 eine deutsch-polnische Versöhnungs-Messe statt, an der Bundeskanzler Helmut Kohl und der polnische Ministerpräsident Tadeusz Mazowiecki teilnahmen. Helmut Kohl besuchte den Ort 1998 wieder, als die Internationale Jugendbegegnungsstätte „Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung“ offiziell eröffnet wurde.

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Schloss Kreisau

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