Der Atlantik bedeckt ein Fünftel der Erdoberfläche und zieht die Menschen seit Jahrtausenden in seinen Bann. Er steckt voller verblüffender Geschichten und Anekdoten und ist das eigentliche Zentrum unserer westlichen Kultur. Simon Winchesters große, opulente Kultur- und Naturgeschichte des Atlantiks macht die Faszination für diesen »wildesten aller Ozeane« erlebbar.

Seit er als Kind im Ozeandampfer zum ersten Mal den Atlantik überquert hat, fühlt sich Bestsellerautor Simon Winchester von dieser riesigen Wassermasse magisch angezogen. Immer wieder führten ihn seine Reisen kreuz und quer über den Atlantik; er recherchierte Fakten, sammelte Geschichten und Anekdoten. In seinem neuen Buch breitet er diese Schätze vor dem Leser aus. Spannend und kenntnisreich erzählt er, wie der Atlantik vor über 190 Millionen Jahren entstand und wie seit Urzeiten die Menschen sich mit diesem wildesten aller Meere messen. Fast scheint es, als hätten sie in jüngster Zeit den Kampf gewonnen – doch Simon Winchester ermahnt uns zu einem respektvollen Umgang mit diesem nach wie vor unberechenbaren Riesen.

Atlantik-Karte

Die erste dokumentierte Geburt eines Europäers auf amerikanischen Boden fand im Jahre 1008 statt. Die parlamentarische Demokratie wurde um 970 mitten im Atlantik erfunden – auf Island.***

Dies und vieles mehr berichtet der Autor: Von den ersten Höhlenmenschen, die Muscheln aßen; schwarzen Rauchern, vom Golfstrom, vom Handel , Kriegund den Piraten und welchen Einfluss der Atlantik auf die Malerei, die Musik und die Literatur hatten. Und natürlich kommt auch die Entstehung des Ozeans genauso wenig zu kurz wie seine Zukunft.

Dabei schafft es er es, sich nie zu verzetteln und bei dem Leser den Wunsch zu wecken, immer weiter zu lesen. Sehr hilfreich sind dabei zahlreiche Schwarzweißfotographien, welche in den Text eingestreut sind, sowie ein Farbteil in der Mitte.
Nur einmal wurde ich stutzig: Auf S. 213 heißt es, ein holländisches Kastell (Castle of Good Hope) wäre das älteste Gebäude Afrikas. Was ich stark bezweifle, die Kirchen Äthopiens und Tempel Ägyptens dürften ein paar tausend Jahre älter sein. Allerdings ist es das älteste europäische***** Gebäude auf afrikanischen Boden.

Fazit:
Ein sehr interessantes, unterhaltsames und lehrreiches Werk.

Simon Winchester, preisgekrönter britischer Journalist und erfolgreicher Sachbuchautor, hat als Auslandskorrespondent aus fast allen Ländern der Welt berichtet. Mit seinem Erfolgstitel „Der Mann, der die Wörter liebte“ eroberte er erstmals die Bestsellerlisten. Sein Buch „Krakatau“ bekam durch die Tsunamis im Dezember 2004 dramatische Aktualität. 2006 erschien das Buch „Ein Riss durch die Welt“, in dem Winchester eine detaillierte Beschreibung der Katastrophe des Erdbebens von San Francisco vor 100 Jahren abgibt. Er lebte in Asien und Afrika; heute ist er auf einer kleinen Farm in Nebraska zu Hause. Simon Winchesters Werk erscheint seit vielen Jahren im Knaus Verlag.

***
Was Volksverblödern wie den Grünen, und dort vor allem Trittin, so ganz nebenbei den Nährboden entzieht, dass Griechenland als *Erfinder der Demokratie* unbedingt in den Euro gehörte.

**** Sebstkorrektur 4.2.13: Das erste Gebäude europäischen Baustils ist präziser.

Leseprobe
Verlagsseite zum Buch
Buchkritik in der „New York Times“

Buchkritik in der „Washington Post“

Bericht auf „www.theworld.org“

Buchkritik auf „www.oregonlive.com“

Buchkritik im „Guardian“

Simon Winchesters Homepage

Bilder zum Buch unter dem Cover

Simon Winchester
Der Atlantik
Biographie eines Ozeans
Originaltitel: The Atlantic
Aus dem Englischen von Michael Müller
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 528 Seiten, 15,0 x 22,7 cm
Mit schwarz-weiß Abbildungen und farbigem Bildteil
ISBN: 978-3-8135-0431-6
€ 29,99 [D] | € 30,90 [A] | CHF 40,90* (* empf. VK-Preis

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Links zum Buch:

Pinnacle Point (Wikipedia Englisch, Höhle PP13B), Pinnacle-Point-Mensch

Das Kap der Guten Hoffnung (niederländisch Kaap De Goede Hoop, afrikaans Kaap die Goeie Hoop, englisch Cape of Good Hope, portugiesisch Cabo da Boa Esperança) ist ein sehr markantes, früher wegen seiner Klippen gefürchtetes Kap nahe der Südspitze Afrikas. Politisch gehört es zur Provinz Westkap der Republik Südafrika.

Wikipedia

überarbeitete Version des Bildes von Octavian78 "Blick auf das Kap Der Guten Hoffnung (von Cape Point aus) Diese Aufnahme wurde von mir, Matthias Kniese, am 04.10.2003 gemacht und ist gemeinfrei. Bildquelle: Wikipedia

überarbeitete Version
des Bildes von Octavian78 „Blick auf das Kap Der Guten Hoffnung (von Cape Point aus)
Diese Aufnahme wurde von mir, Matthias Kniese, am 04.10.2003 gemacht und ist gemeinfrei.
Bildquelle: Wikipedia

L’Anse aux Meadows ist eine ehemalige isländisch-grönländische Siedlung auf Neufundland, die vor allem in der angelsächsischen Literatur undifferenziert Wikingern (Vikings) zugeschrieben wird. Sie liegt am nördlichsten Ende der Insel und bestand um 1000 nur wenige Jahre lang.

Der Ortsname ist eine französisch-englische Mischform wie sie häufig im östlichen Kanada vorkommt und bedeutet so viel wie Die Bucht bei den Wiesen (franz. anse = Bucht und engl. meadow = Wiese). Der Name könnte aber auch eine Verformung des französischen L’Anse-aux-Méduses sein, der „Quallen-Bucht“.

Die Siedlung wurde um 1000 angelegt, möglicherweise von Leif Erikssons Expedition. Es könnte sich demnach um Markland oder Vinland gehandelt haben. Neuere Forschungen gehen aber davon aus, dass Markland auf dem Gebiet von Labrador zu lokalisieren sein dürfte, während die Bezeichnung Vinland für Neufundland wegen des damaligen Vorkommens von wilden Trauben zutreffen könnte. Nach einer deutlichen Klimaveränderung im 12. und 13. Jahrhundert wuchs auf Neufundland kein Wein mehr, deshalb suchte man Vinland irrtümlich lange Zeit weiter südlich.
Wikipedia

Lage der Siedlung

Lage der Siedlung

Foto von Dylan Kereluk from White Rock, Canada Authentic Viking recreation, Newfoundland, Canada

Foto von Dylan Kereluk from White Rock, Canada
Authentic Viking recreation, Newfoundland, Canada

Das Exeter Book, auch bekannt als Codex Exoniensis, ist ein Buch (oder Kodex) aus dem 10. Jahrhundert, mit Werken altenglischer Dichtung. Es ist ein Geschenk Leofrics (1050–1072), des ersten Bischofs von Exeter. Es befindet sich seither im Bestand der Kapitualarbibliothek der Kathedrale von Exeter und trägt heute die Signatur MS 3501. Im Original umfasste es wahrscheinlich 131 Blätter, von denen die ersten acht verloren sind und durch andere Seiten ersetzt wurden.

Das Exeter Book ist die größte heute noch existierende Sammlung altenglischer Literatur, und eines von vier Büchern, die praktisch die ganze erhaltene altenglische Dichtung enthalten. Es umfasst einige Kurzgedichte, die zu den wichtigsten Werken altenglischer Literatur gehören, eine Reihe von religiösen Themen sowie eine Anzahl von Rätseln, z. T. mit erotischen Andeutungen.
Rätsel 44:

Wrætlic hongað bi weres þeo,
frean under sceate. Foran is þyrel.
Bið stiþ ond heard, stede hafað godne;
þonne se esne his agen hrægl

ofer cneo hefeð, wile þæt cuþe hol
mid his hangellan heafde gretan
þæt he efenlang ær oft gefylde.

Übersetzung:

Etwas seltsames hängt am Oberschenkel eines Mannes
unter seinem Mantel. Es hat vorne ein Loch.
Es ist steif und hart und steht gut;
Hebt ein Mann seinen Mantel über sein Knie,
dann will er sein hängendes Ding in das passende Loch stecken,
das ebenso lang ist und das er schon oft gefüllt hat.

Lösung: lessülhcS

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ANGLO-SAXON RIDDLES OF THE EXETER BOOK

Die Carta Marina ist die früheste (nach heutigem Standard einigermaßen korrekte) Landkarte Nordeuropas, die zahlreiche Details und Ortsangaben enthält. Sie hat die Maße 1,70 × 1,25 m (Höhe × Breite) und wurde von dem schwedischen Bischof Olaus Magnus in zwölf Jahren Arbeit angefertigt. Die ersten Kopien wurden 1539 in Venedig hergestellt.

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The Sea Monster (German: Das Meerwunder) is a c. 1498–1500 engraving by the German Renaissance master Albrecht Dürer. It shows a voluptuous naked middle-aged woman riding on the back of a male creature who is half-man, half-fish. The man wears a beard and antlers, while his body is covered in scales. The woman has seemingly been snatched and dragged away from the river bank; her companions are shown scrambling out of the water in panic, raising their arms in protest or lying down weeping. The woman wears an extravagant Milanese headdress and her mouth is open in a cry as she looks back at her friends in the distance. Despite the woman’s gaze back at the bank and her open mouth, her relaxed Venus like pose suggests that she is not overly concerned with her plight.

For this reason writer Jonathan Jones described the engraving as a „troubling, wondrous image of the erotic“, while historian Walter L. Strauss notes that her abduction may be a device to legitimise her nudity. A fortress is set on the rock high above the river; elements of its structure echo the Kaiserburg in Nuremberg.

Wikipedia

Dürer Das Meerwunder circa 1498 246 × 147 mm (9.69 × 5.79 in)

Dürer
Das Meerwunder
circa 1498
246 × 147 mm (9.69 × 5.79 in)

Foto: Andres de Wet View of Cape Town's "city bowl" from Table Mountain Kapstadt vom Tafelberg

Foto: Andres de Wet
View of Cape Town’s „city bowl“ from Table Mountain
Kapstadt vom Tafelberg

Teppich von Bayeux: Detail der Stickerei

Teppich von Bayeux: Detail der Stickerei

Wikipedia: Teppich von Bayeux / Englisch

Vinland-Karte. Yale University, Beinecke’s Rare Book and Manuscript Library, MS 350A

Vinland-Karte.
Yale University, Beinecke’s Rare Book and Manuscript Library, MS 350A

Wikipedia: Vinland-Karte / Englisch

The Battle of Trafalgar by J. M. W. Turner (oil on canvas, 1822–1824) The painting combines events from several times during the battle. Nelson's famous signal "England expects..." flies from the Victory (11:50); the top-mizzenmast falls (13:00); the Achille is on fire in the background (late afternoon) and the Redoutable sinks in the foreground (following day). Turner shows the Victory flying her signal flags from the main-mast, although in actuality they would have been flown from the en:mizzen-mast and were replaced with the signal for "engage the enemy more closely" once the battle commenced.

The Battle of Trafalgar by J. M. W. Turner (oil on canvas, 1822–1824)
The painting combines events from several times during the battle. Nelson’s famous signal „England expects…“ flies from the Victory (11:50); the top-mizzenmast falls (13:00); the Achille is on fire in the background (late afternoon) and the Redoutable sinks in the foreground (following day).
Turner shows the Victory flying her signal flags from the main-mast, although in actuality they would have been flown from the en:mizzen-mast and were replaced with the signal for „engage the enemy more closely“ once the battle commenced.

Alejo Fernandez La Virgen de los Navegantes  Links ist evt. Kolumbus dargestellt.

Alejo Fernandez
La Virgen de los Navegantes
Links ist evt. Kolumbus dargestellt.

Artist   Hendrik Cornelisz. Vroom (1562/1563–1640) Link back to Creator infobox template wikidata:Q578067 Title  English: Battle of Gibraltar Date first half of 17th century Medium oil on canvas

Artist
Hendrik Cornelisz. Vroom (1562/1563–1640) Link back to Creator infobox template wikidata:Q578067
Title
English: Battle of Gibraltar
Date first half of 17th century
Medium oil on canvas

impression soleil levant 1  - Monet Das gemälde gab einer ganzen Kunstrichtung einen Namen. Ansicht des Hafens von Le Havre bei Sonnenaufgang.

impression soleil levant 1 – Monet
Das gemälde gab einer ganzen Kunstrichtung einen Namen.
Ansicht des Hafens von Le Havre bei Sonnenaufgang.

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