Die Auferstehung Jesu Christi von den Toten, die das Christentum an Ostern in seinem zentralen Glaubensfest feiert, ist eines der großen Mysterien der Weltreligionen. Der Kunsthistoriker Thomas de Wesselow folgt den Interpretationen der Ereignisse nach der Grablegung und stellt sie in einen bisher nicht berücksichtigten Zusammenhang mit einem weiteren geheimnisumwitterten Zeugnis christlichen Glaubens: dem Turiner Grabtuch. Selbst innerhalb der katholischen Kirche gilt diese im 14. Jahrhundert erstmals bezeugte Reliquie als umstritten. Sieben Jahre hat de Wesselow sich mit dem Grabtuch beschäftigt, hat Erkenntnisse zusammengetragen, die erst mit Hilfe moderner Untersuchungsverfahren gewonnen werden konnten. Das Fazit der Forschung: Das Turiner Grabtuch ist echt – und es liefert den Schlüssel zum Verständnis eines der größten Geheimnisse der Menschheitsgeschichte.

Ich glaube, ich habe noch nie von einem Buch Kopfschmerzen bekommen. Dieses hat es geschafft.

Der Schreibstil ist extrem bemüht und der Autor setzt extrem viel Hintergrundwissen voraus, ohne welches man das Buch gar nicht erst anfangen braucht.

Fotograf: Paul Munhove, Wikipedia Verehrung des Grabtuchs am Aufbewahrungsort Das Blog Shroud of Turin bietet hier eine Übersicht über das Grabtuch.

Fotograf: Paul Munhove, Wikipedia
Verehrung des Grabtuchs am Aufbewahrungsort
Das Blog Shroud of Turin bietet hier eine Übersicht über das Grabtuch.

Schon für mich war es sehr anstrengend, mich an alles zu erinnern.

Die Ausführungen sind auch alle sehr plausibel, egal ob es sich um Pollenanalysen, Webtechniken, archäologische Befunde, Widerlegungen zu Camera Obscura oder kunstgeschichtliche Überlegungen handelt. Allerdings fällt auf, dass alle Untersuchungen, die dem Autor nicht in den Kram passen, einfach ignoriert werden, so wird die Radiocarbonuntersuchung als zu unzuverlässig deklariert.

Es ist sehr schade, dass das Buch so tendenziös geschrieben ist, denn der Autor holt sehr weit aus und setzt seine Analysen der Bibel, vornehmlich der Paulus-Briefe und der Evangelien, in Bezug zu seinen Forschungen über das Grabtuch.

Fazit

Das Buch ist auf der einen Seite sehr tiefschlürfend, auf der anderen Seite allerdings auch sehr einseitg geschrieben. Ohne Vorkenntnisse kann ich mir vorstellen, dass es eher schwierig zu lesen sein wird.

Das Turiner Grabtuch ist eine Fälschung!

Leseprobe


Thomas de Wesselow ist Kunsthistoriker am renommierten King’s College der University of Cambridge. Er hat sich darauf spezialisiert, ungelöste Probleme und Rätsel von Kunstobjekten zu untersuchen, seinen Schwerpunkt bildet die italienische Renaissancemalerei. Bekannt wurde er durch seine Forschungsergebnisse zu Weltkarten des Mittelalters und zum Assisi-Problem. Seit 2006 forscht er über das Turiner Grabtuch.

Gebundene Ausgabe: 544 Seiten
Verlag: C. Bertelsmann Verlag (11. Februar 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3570101509
ISBN-13: 978-3570101506
Originaltitel: The Sign. The Shroud of Turin and the Secret of the Resurrection
Größe und/oder Gewicht: 23,4 x 15,8 x 3,8 cm

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