15000 Kilometer allein mit Baby von München durch Sibirien und die Mongolei bis nach Peking, auf der Suche nach einem individuellen, zeitgemäßen Verständnis von Familie. Mit der Transsibirischen Eisenbahn auf der Suche nach einer Welt für zu Hause – jenseits der typischen Familienklischees. Auf diese Reise begibt sich Julia Malchow mit ihrem zehn Monate alten Sohn Levi. Denn Reisen ist für sie mehr als Unterwegssein: der Schlüssel zu neuen Ideen und zum Einssein mit sich selbst. Und genau danach sucht sie nach der Geburt ihres Sohnes, der erst mal alles in Julias Leben auf den Kopf stellt. Aber funktioniert Reisen in abgelegene Winkel auch mit Kind? Ein großes Abenteuer, das mit gängigen Familienvorstellungen aufräumt und den Kopf frei macht für die Welt – und für zu Hause.

Historical map of the Transsiberian Railway 1897

Historical map of the Transsiberian Railway 1897

Das Buch ist nur etwas für überzeugte Eltern, und selbst bei denen stellt sich die Frage, ob es denen nicht irgendwann zu viel wird, ständig von einem fremden Kind zu lesen.

Ich hatte ein * Transsibirien: Mit der Bahn durch Russland und China 1903* (Eugen Zabel) 110 Jahre später erwartet. Stattdessen berichtet die Autorin die ersten 50 Seiten erst einmal darüber, dass sie mit Kind kein angemessenes Lebensmodell bei Bekannten findet und über ihre Erlebnisse auf dem Spielplatz. Ich war 1-2mal mit einem Jungen aus der Nachbarschaft auf dem Spielplatz und weiß, was dort abläuft: Es wird immer über die Mutter hergezogen, die gerade nicht da ist oder über die Problemchen mit den Kleinen geredet. Eltern wissen das, Fremde interessiert es nicht.

Auch während der Reise nur Levi hier, Levi dort. Die Fotos im Innenteil bilden zum größten Teil das Kind ab. Und wenn das alles noch nicht reicht, informiert die Autorin darüber, wie sie ihre Körperhygiene betreibt. Womit es mir endgültig reichte und ich das Buch abbrach, weil es mir zu privat / intim wurde.

Die Mitreisenden und Einheimischen sind fast gezwungenermaßen in das Buch aufgenommen worden.

Fazit

Das Buch ist eine reine Nabelschau. Vielleicht ist das Buch für Eltern interessant, welche andere Lebensentwürfe kennenlernen wollen, aber für an anderen Ländern Interessierte ist es wenig bis gar nicht geeignet.

Julia Malchow ist die Gründerin von mavia soul travel, einem Abenteuerreise-Veranstalter für anspruchsvolle Individualisten. Seit 2009 ist sie zudem geschäftsführende Gesellschafterin von Geobuch, der renommierten Spezialbuchhandlung für Reise und Geografie in München. Um besondere Reiseerlebnisse für ihre Kunden aufzuspüren, reist Julia Malchow regelmäßig in die abenteuerlichsten Winkel der Welt.

Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: Malik (14. Mai 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 389029426X
ISBN-13: 978-3890294261
Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 13,6 x 3,2 cm

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