5 Dinge, die im Leben wirklich zählen.

Was zählt am Ende wirklich? auf dem Sterbebett, wenn klar wird, dass das Leben sich dem Ende zuneigt? Nach vielen Reisen durch die ganze Welt, auf der Suche nach dem, was dem Leben Sinn gibt, findet die Australierin Bronnie Ware eine neue Aufgabe. Sie begleitet Sterbende in den letzten Wochen ihres Lebens. In ihrem Buch erzählt sie von wunderbaren Begegnungen und berührenden Gesprächen, die ihr Leben tiefgreifend verändert haben. Die Menschen, die sie trifft, stellen viel zu oft fest, dass sie ihre eigenen Wünsche hinten angestellt und zu viel gearbeitet haben, dass sie sich zu wenig Zeit für Familie und Freunde genommen und – vor allem – sich nicht erlaubt haben, glücklich zu sein. Es sind Erkenntnisse, die nachdenklich machen und in Erinnerung rufen, worauf es wirklich ankommt, wenn wir mit einem Lächeln aus dem Leben treten wollen. Für sich selbst hat Bronnie Ware nach diesen Erfahrungen entschieden, dass sie nur noch das macht, was sie wirklich will. Ihr ermutigendes Buch hat die Kraft, Veränderungen anzustoßen, um wirklich das Leben zu führen, das wir wollen.

Selten ein so überflüssiges Buch gelesen. In dem Buch geht es um alles, aber nicht um das, was der Titel suggeriert: Die Dinge, die Sterbende in ihrem Leben am meisten bereut haben. Stattdessen geht es darum, was für ein warmherziger Mensch die Autorin ist, die ihr Leben bis jetzt immer richtig gelebt hat. Das Buch hätte meine Mutter schreiben können.

Im Grunde weiß doch jeder, was ihm oder ihr im Leben fehlt. Einige verbauen sich ihr Leben durch Kinder, benehmen sich wie Psychopathen auf Speed nur um nichts mehr im Leben gebacken zu kriegen; sich finanziell ausgebeutet fühlen, nur um irgendwann festzustellen, dass andere selbst dann noch eine höhere Lebensqualität haben, auch wenn man versucht mit den Blagen alles mögliche zu unternehmen, andere an dem nervigen Unglück teilhaben zu lassen. Schön doof, wenn man im Altersheim sitzt und feststellen muss, dass man sein Leben für jemanden versaut hat, der – wie in dem Buch – auf einem anderen Kontinent sitzt und mit welchem man kaum noch Gesprächsstoff hat. Aber mein Mitleid hält sich beim Gedanken, was diese Frau mit Selbstverständlichkeit ihrer Umwelt angetan hat, in engen Grenzen. Ich gebe offen zu, dass die Elternansichten im obigen Link durchaus dazu angetan sind, meine Ansichten, von egozentischen Eltern, die glauben, sie müssten nur angewatschelt kommen um Recht zu haben, zu verfestigen.

Meine Mutter hat auch so einen psychotischen Bezug zu den ach so heiligen Kindern; alle Menschen sind gleich nur Kinder sind noch hochwertiger. Ein weiterer Grund, warum ich mit ihr mit ihr nie verstehen werde; mit Geisteskranken*** wie Eltern es nun einmal sind, ist eine Verständigung ausgeschlossen.

Andere sind gezwungen, im überbevölkerten Deutschland ihr Leben zu fristen und können von Landschaften wie in dem Blog Yarnwuselein nicht einmal träumen. Vor allem, wenn sie als Mutter einen überzüchteten Schäferhund haben, der sich gerne benimmt, als wäre die Herde kurz vorm Durchbrennen.

Auch den Rat sich Freunde zuzulegen finde ich mehr als zweifelhaft: Ich habe in letzter Zeit das Gefühl, dass mein Kopf irgendwann vor lauter Dummschwatz explodieren wird. Alleine heute bin ich mit neuen Geschichten von dem psychopathischen Versager verwöhnt worden (Bei dem mich immer mehr wundert, dass er nicht schon mit Sicherheitsverwahrung im Gefängnis sitzt); mit Geschichten von einem Cousin, den ich seit Jahren nicht gesehen habe und nicht einmal wiedererkennen würde und – als Spitze des Eisberges -, dass die Schwester einer Bekannten einer Bekannten, welche ich noch nie im Leben gesehen habe, Krebs hat. Ich will mit anderen Menschen – ob Freund oder Feind – nichts mehr zu tun haben. Ich ertrage das dumme Gelubber nicht mehr ohne das Gefühl zu haben, dass mein Kopf sich jeden Moment mit einen Knall verabschiedet.

In die gleiche Kategorie fallen Partner – wenn ich Sex wollte, würde ich mir jemanden übers Internet besorgen und den in einem Hotel treffen. Eine saubere Sache ohne viel Gefühlsduselei und die Gefahr, ein Anhängsel durch die Gegend schleppen zu müssen.

Tiere sind klasse, und zwar nicht, weil irgendwelche underfuckten Zeit-Autorinnen sie als Orgasmusmittel sehen, oder weil sie keinen Widerspruch geben. Im Gegenteil, Pferdchen und noch mehr Hundi haben oder hatten sehr klare Vorstellungen davon, wie die Welt zu sein hat und vor allem Hundi hat dies immer versucht, diese Linie zu Allgemeingut zu machen. Siehe auch ein Artikel zur Pferde-Psychologie. Das wirklich Schöne an Tieren ist, dass sie kuschelig sind, man mit ihnen etwas anfangen kann und sie vor allem einfach mangels menschlicher Sprache die Klappe halten. Wer braucht da noch Menschen?

Fazit

Wer wissen möchte, was für ein erfülltes, gutes und richtiges Leben die Autorin geführt hat, ist mit dem Buch gut bedient. Mich interessiert es nicht.

***
Eltern verhalten sich wie Geisteskranke. Totaler Realitätsverlust verbunden mit der Wahnvorstellung, dass jeder die Blagen und deren Lärm toll finden muss. Kombiniert mit agressiven Verhalten, wenn jemand sie darauf hinweist, dass nicht alle den Wahnvorstellungen Folge leisten wollen.
Muss wahrscheinlich auch so sein, würden Eltern diesen Schutzmechanismus nicht haben und die Realität so sehen wie sie ist, müssten sie ihre Blagen irgendwann ersäufen.

Bronnie Ware stammt aus Australien und ist Autorin, Songwriterin und Sängerin. Nach einigen Jahren als Bankangestellte zog es sie in die weite Welt, sie lebte in England und auf einer Südseeinsel. Anschließend arbeitete sie acht Jahre als Palliativkrankenschwester und schrieb darüber in ihrem Blog „Inspiration and Chai“. Heute lebt Bronnie Ware wieder in Australien.

Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: Arkana; Auflage: 5 (11. März 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442341299
ISBN-13: 978-3442341290
Originaltitel: The Top Five Regrets of the Dying. A Life Transformed by the Dearly Departing
Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,4 x 3,4 cm

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