Lust auf orientalische Küche!

Geboren in Tel Aviv, aufgewachsen in Bremen, wohnhaft in Wien und verwurzelt mit den großen Küchen dieser Welt. Haya Molchos Leben und kulinarisches Schaffen sind geprägt von zahlreichen Reisen und ihren engen Verbindungen zu fremden Ländern. Dieses Buch erzählt in einzigartigen Bildern und Geschichten von sieben Tagen gelebtem „Balagan“: Haya Molcho hat mit verschiedenen Generationen eine Woche gekocht, gelacht, das Leben gefeiert. In ihren Rezepten verbindet sie die orientalische Küche mit europäischen Einflüssen, sie inspiriert zu frischen Kombinationen und eröffnet damit neue Genusshorizonte. Lassen Sie sich verführen!

Ein einmaliges Kochbuch in Sonderausstattung: Die Schweizer Broschur ist eine besonders hochwertige Art der Buchbindung, der Umschlag klebt nicht am Buchrücken, sondern mit einem schmalen Streifen an der letzten Seite. Dies verbessert das Aufschlagverhalten des Buches erheblich, es kann wie eine Zeitschrift ganz aufgeschlagen liegen.

Das Erste, was an dem Buch sehr positiv auffällt, ist die Schweizer Broschur, durch welche man das Buch aufgeklappt, liegen lassen kann. Sehr gut ist auch der große Klappumschlag, den man als Lesezeichen benutzen kann und der Raum für Notizen, welcher sehr großzügig ausgefallen ist.

Ich mag Wien sehr und wenn ich dort bin, dann gehe ich gerne ins Neni am Nachmarkt, welches der Autorin gehört. Dementsprechend war ich neugierig auf das Buch.
Ich denke aber nicht, dass ich irgendein Rezept aus dem Buch kochen würde, was daran liegt, dass die Gerichte doch alle sehr fettig sind und beim Durchblättern hat es mich nicht mehr gewundert, dass gerade die Frauen in den Mittelmeeranreihner – Staaten mit spätestens 40 aufgehen wie die Hefeklöße.
Die Frühstücksvorschläge fällt für mich als bekennender Frühstücksmuffel komplett weg – nachdem ich 1,2 Stunden wach bin, gibt es entweder Müsli oder trockenen Reis. Auf *Asiatische Maispuffer* oder *Kräuterfrittata mit Berberitzen und Safran* stände mir nicht der Sinn .

Gegen Mittag würde es mit verschiedenen Labane-Variationen schon interessanter. Wobei sich fort wieder – wie bei anderen interessanten Gerichten – das Problem ergibt, dass sie etwas für Köche sind, die sich einen Wochenplan machen, denn Labane, eingelegte Zitronen etc. muss man Tage vorher vorbereiten, bevor man sie weiterverarbeiten kann.
Sehr positiv fällt auf, dass die Zutaten alle in einem gut sortierten Geschäft zu finden sind und zu 90% nicht so exotisch sind, dass man danach angebrochene Packungen herumstehen hat, die man nicht weiterverwenden kann.

Fazit

+ Gut durchdachte Aufmachung des Buches
+ Hackgerichte kann man auch vegetarisch kochen mit Tofu-Ersatz
+ Viele Alltagszutaten
+ Sehr abwechslungsreiches Essen
+ Schöne Fotos

– Essen sehr fettig, nur selten einsetzbar, z.B. für Gäste
– Keine Angaben über Kalorien / Zubereitungszeit
– Großer Selbstdarstellungsdrang der Autorin, die zudem aufgesetzt fröhlich wirkt

Leseprobe mit Rezepten: Jetzt reinlesen [591kb PDF]
Verlagsseite mit einem Balagan-Special

Haya Molcho, Jahrgang 1955, wurde in Tel Aviv geboren. Ihre erste Lebenshälfte war geprägt von Wohnortswechseln und vom Reisen. Im Alter von 9 Jahren zog sie mit ihren Eltern nach Bremen, wo sie nach dem Abitur Psychologie studierte. 1978 heiratete sie den Pantomimen Samy Molcho und ließ sich mit ihm in Wien nieder. Während der ersten sieben Ehejahre begleitete sie ihn auf all seinen Tourneen und lernte so die Küchen der Welt kennen. Unterbrochen wurden ihre kulinarischen Expeditionen, denen sie oft mit Kochkursen vor Ort den Edelschliff verpasste, durch die Geburten ihrer vier Söhne. Im März 2009 eröffnete sie am Wiener Naschmarkt ihr erstes Lokal NENI, später kam NENI plus und das Tel Aviv Beach dazu. Seit Frühjahr 2013 gibt es ein erstes NENI-Restaurant als Franchise in Zürich, weitere folgen.

Broschiert: 192 Seiten
Verlag: Südwest Verlag (9. September 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3517089206
ISBN-13: 978-3517089201
Größe und/oder Gewicht: 27,8 x 22,8 x 2 cm

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Die beiden unteren Fotos wurden bei Amazon entnommen.

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