Es gibt Menschen, die den Drang dazu verspüren zu töten – ohne Motiv, ohne Auftrag. Doch was geht wirklich in den Köpfen dieser Thrill-Killer vor? Stephan Harbort ist Experte für Serienmorde und befasst sich nun als Erster grundlegend mit dem Phänomen der Mordlust. Er schildert die Taten, die Ermittlungen und gibt Einblick in die psycho­logischen Hinter­gründe dieser Fälle.

*Jeder kann zum Mörder werden: Wahre Fälle einer forensischen Psychiaterin* von Nahlah Saimeh hat mir deutlich besser gefallen. Harbort macht den fehler, dass er sich viel zu sehr auf die Ermittlungen konzentriert und das für mich eigentlich Interessante, nämlich das Täterprofil außer Acht lässt, während Saimeh dies gerade andersherum macht.

Ich hatte *Aus reiner Mordlust* irgendwann einmal angefangen, aber recht schnell die Lust auf das Buch verloren. Irgendwie waren die Geschichten immer die gleichen und wie ich schon schrieb, hatte ich mir erhofft, dass der Autor mehr von seiner Arbeit als Profiler erzählt.

Ganz davon abgesehen, dass es mich durchaus beunruhigt, wenn erzählt wird, dass Menschen ermordet werden, weil sie gerade zur Verfügung standen. Ich möchte nicht das unsinnige Wort *unmenschlich* verwenden, weil es von Leuten verwendet wird, die sich nicht eingestehen wollen, dass es eine Breite von Verhaltensweisen gibt, die nicht immer gesellschaftlich erwünscht sind – wenn den Menschen nicht gleich das ganze Menschsein abgesprochen wird, wie hier. Aber die geschilderten Fälle sind schon ziemlich krass, wenn z.B. eine ganze Gruppe von Jugendlichen jemanden tötet, nur um einmal zu sehen, wie das so ist.

Fazit

Ich empfand das Buch als eher schwach, da es zu viel Wert auf die Ermittlungen legt und zu wenig auf das Profil der Täter.


Jack-the-Ripper.de

Taschenbuch: 256 Seiten
Verlag: Knaur TB (1. Oktober 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426786168
ISBN-13: 978-3426786161
Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 2,4 cm

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