Der junge Journalist Zack Hodgins bekommt Ende des 19. Jahrhunderts von seinem Chef den Auftrag, ein Interview zu führen eigentlich nichts Besonderes. Doch die Aufgabe, sich mit dem bekanntesten Serienmörder seiner Zeit, H. H. Holmes, zu unterhalten, der in einer Dimension Verbrechen begangen hat, wie es sie vorher noch nie gegeben hat, scheint den jungen Mann zu überfordern. Es bleibt Zack nichts anderes übrig, als sich auf den Mann einzulassen, und er läuft dabei Gefahr, sich seinem Gegenüber auszuliefern. Auch beginnt er, im Laufe des Interviews die Gesellschaftsform, in der er lebt, zu hinterfragen. Denn Zack muss sich in eine düstere Welt begeben, die von Betrug, Mord und Folter beherrscht wird. Kann er es schaffen, sich aus dieser Welt wieder zu befreien? Dieser Roman beruht teilweise auf wahren Begebenheiten.

H. H. Holmes gilt zuweilen als der erste Serienmörder der Vereinigten Staaten. Dies trifft nicht zu, da bereits vorher Serienmörder – zum Beispiel Thomas Neill Cream – auftraten. Er ist heute fast in Vergessenheit geraten, obwohl er einer der grausamsten und „erfolgreichsten“ Mörder der US-Justizgeschichte gewesen ist. Wie bei vielen Serienmördern lässt sich auch bei Holmes die genaue Zahl der Morde nicht mehr feststellen. Man schätzt die Zahl seiner Opfer auf zwischen einigen Dutzend und über 200. http://murderpedia.org/male.H/h/holmes-photos.htm

H. H. Holmes gilt zuweilen als der erste Serienmörder der Vereinigten Staaten. Dies trifft nicht zu, da bereits vorher Serienmörder – zum Beispiel Thomas Neill Cream – auftraten. Er ist heute fast in Vergessenheit geraten, obwohl er einer der grausamsten und „erfolgreichsten“ Mörder der US-Justizgeschichte gewesen ist. Wie bei vielen Serienmördern lässt sich auch bei Holmes die genaue Zahl der Morde nicht mehr feststellen. Man schätzt die Zahl seiner Opfer auf zwischen einigen Dutzend und über 200.
http://murderpedia.org/male.H/h/holmes-photos.htm

Text: Wikipedia, wobei die englischsprachige Wikipedia mal wieder besser ist.

Aufmerksam wurde ich auf H. H. Holmes über ein Interview von Mark Benecke bei Markus Lanz.

Soweit ich es an den Dokus auf Youtube (Nicht ansehen, wenn man das Buch noch lesen möchte, da sie zu viel verraten) beurteilen konnte, hält sich der Roman eng an das Leben von H. H. Holmes. Umso mehr fallen die historischen Unkorrektheiten auf: Geschrieben als eine Erinnerung, werden Begriffe und Gedanken aufgegriffen, die zu dem Zeitpunkt noch nicht bekannt waren. Zumindest wenn man davon ausgeht, dass mit *der Krieg* der Zweite Weltkrieg gemeint ist und dieser zum Zeitpunkt des noch nicht aus war. Dazu gehört die Assoziation Krematorium – Judenvernichtung. Typische Deutsche holen das selbst bei den unmöglichsten Fällen wie Pawlosche Hunde raus, gelernt ist gelernt. Ein anderer Fall war der Begriff *Psychopath* welcher 1941 zum ersten Mal verwendet wurde (Wikipedia).

Die Erzählung selbst ist gut zu lesen, wirkt aber irgendwann ziemlich eintönig. Der Einfallsreichtum von Holmes war durchaus erstaunlich, aber nach der xten gehäuteten, eingekochten und skelettierten Leiche wird es langweilig; lediglich das Sezieren eines Fötus erregte dann noch mal ein wenig Aufmerksamkeit. Was schwierig auf die Reihe zu bringen war, dass niemand der Angehörigen Verdacht schöpfte und auch die Polizei nie darauf kam, sich das Hotel näher unter die Lupe zu nehmen.

Im Grunde war Holmes wesentlich perfider als Ted Bundy, bei dem sich auch kein Opfer die recht offensichtliche Frage gestellt hat, wie jemand mit angeblich gebrochenen Arm Auto fahren kann. Aber Blödheit kann man den Opfern, die sich in das Hotel eingemietet haben, nun wirklich nicht unterstellen.

Letztendlich ist es seltsam, dass Holmes so in Vergessenheit geraten konnte und wahrscheinlich wie der Autor schreibt: Jack the Ripper wurde unsterblich, weil niemand ihn aufspüren konnte (Auch wenn die Morde aufhörten, nachdem ein Verdächtiger von der Polizei etwas robuster befragt worden ist) und wird auch ein Mythos bleiben, wenn die Holmes und Bundys dieser Welt lange vergessen sind. Genau wie es Jack the Ripper vorbehalten war, das moderne Medienzeitalter einzuleiten.

Fazit

Leicht zu lesen, aber trotz der ziemlich perversen Handlung wird es irgendwann langweilig.

Christian Brondke, 1983 geboren und aufgewachsen in Mecklenburg-Vorpommern, erlernte nach seiner Schulausbildung den Beruf des Kaufmanns für Bürokommunikation. Nach seiner Ausbildung arbeitete er mehrere Jahre in diesem Beruf. Er lebt und arbeitet jetzt in Österreich in der Nähe von Linz.

(Verlagsseite)

Links via Beneckes Homepage.

Broschiert: 369 Seiten
Verlag: Wagner Verlag; Auflage: 1 (27. September 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3862794792
ISBN-13: 978-3862794799
Größe und/oder Gewicht: 19,8 x 13 x 2,6 cm

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