Für die Deutsche Bank hat eine neue Zeit begonnen: Die Investmentbanker geben den Takt vor und das hat gravierende Folgen, für die internationale Rolle der Bank und für ihre Verankerung in Deutschland. Wer ist Anshu Jain, Star der Londoner Bankenwelt, der sich und seine Getreuen so konsequent positioniert, wie gefährlich ist der neue Kurs? Wird das deutsche Traditionshaus zur Zockerbude? Was bedeutet der Kulturbruch für die Kunden hierzulande und was für das Verhältnis zum Kanzleramt und zu den Konzernspitzen? Georg Meck, F.A.S.-Wirtschaftsredakteur und Deutsche-Bank-Kenner, porträtiert den neuen Vorstand und beschreibt die ersten Akzente nach der Machtübernahme. Ein spannender Einblick und die aufschlussreiche Bilanz der ersten 100 Tage der neuen Führung.


Ich fühle immer einen Stolz, wenn ich die Türme sehe, als wenn ich der Architekt und CEO in einer Person wäre.

Das Buch war ausgesprochen informativ. Es führt in die Geschichte der Deutschen Bank ein und welche Stellung die Bank im Gefühlsleben der Deutsche einnimmt, stellt den Jainismus ebenso vor wie die Vita von Anshu Jain und dessen Familienleben. Es berichtet von den bankinternen Querelen, von den Putschversuchen gegen Ackermann und streut immer mal wieder private Anekdoten, sodass man sich am Ende einbildet, man würde die Personen wirklich kennen.

Ich finde Anshu Jain immer wieder aufs Neue wahnsinnig attraktiv. Die Rechte des Fotos liegen beim 2013 World Economic Forum, Anshu Jain, Flickr images; bei Verwendung muss dies angegeben werden.

Ich finde Anshu Jain immer wieder aufs Neue wahnsinnig attraktiv.
Die Rechte des Fotos liegen beim 2013 World Economic Forum, Anshu Jain, Flickr images; bei Verwendung muss dies angegeben werden.

Einmal verlies der Autor jedoch den Boden der Seriosität, nämlich als er die Gegner der Trennung von Geschäfts- und Investmentbanken als *Spinner* titulierte. Vor allem irritiert mich das wegen seines Hintergrunds als Journalist der FAZ/FAS – linke Manipulierer bieten die anderen Medien eigentlich mehr als mir lieb ist, aber die konservative FAZ?

Nicht, dass ich grundsätzlich dagegen wäre, ich verstehe nichts von Wirtschaft und Finanzen, weswegen ich mir keine Meinung dazu bilden kann. Nur sagt mir der gesunde Menschenverstand, dass sich eine Geschäftsbank nicht anders finanzieren lässt.

Fazit

Das Buch bietet einen sehr guten Überblick über das Innenleben der Deutschen Bank und passt perfekt zur Lektüre *Tod ein Investmentbankers*.


Finanzmarkt – Wie die Investmentbanker reich wurden

Der Goldesel der Investmentbanker – Es ist schon merkwürdig: Das Investmentbanking beschert der Deutschen Bank regelmäßig hohe Verluste. Doch die beteiligten Banker entlohnt sie fürstlich.

Viele Deutsch-Banker sind an der Schmerzgrenze

Georg Meck, Diplom-Volkswirt, ist stellvertretender Ressortleiter Wirtschaft sowie »Geld & Mehr« der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Für die dort geschriebenen Unternehmer- Porträts erhielt er im Jahr 2002 den Quandt-Medienpreis. Er ist einer der wenigen, die mit allen Akteuren in der Deutschen Bank einzeln gesprochen haben, von Ackermann über Jain bis zu Fitschen und den neuen Aufsichtsräten.

Broschiert: 206 Seiten
Verlag: Campus Verlag; Auflage: 1 (8. Oktober 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3593397994
ISBN-13: 978-3593397993
Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 13,6 x 1,8 cm

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