Im Jahr 1902 wurde es erstmals ausgetragen, das Duhner Wattrennen vor den Toren Cuxhavens. Heute gilt es als weltweit größtes Pferderennen auf Meeresgrund. Schlammiger Boden, spritzendes Meerwasser, umherfliegender Schlick – der Wettlauf, zu dem allsommerlich rund 150 Reiter antreten, ist ein skurriles Spektakel, bei dem garantiert niemand sauber bleibt.

Sable-Island-Ponys Foto: Kordas-Wikipedia

Sable-Island-Ponys
Foto: Kordas-Wikipedia

Ich hatte mir von der Pferde-Ausgabe deutlich mehr versprochen. Die Ponys von Sable Island kannte ich noch nicht. Das Duhner Wattennen (Werbung: Das einzige Rennen auf dem Meeresgrund) ebenfalls nicht.

Letzteres ist eindeutig der Themenschwerpunkt und das Drumherum wird ganz nett beschrieben. Allerdings könnten die meisten Beobachtungen auch von anderen Rennen stammen.

Wie man eine Sprungshow mit Pferden glorifizieren kann, in welcher die Tiere 10-20 Meter in die Tiefe springen mussten, erschließt sich mir nicht. Und die Begründung, *es wäre nie die Rösser zu Schaden gekommen*, rechtfertigt wohl kaum diese Tierquälerei.

Richtig uninteressant wird es mit den Rossbreiten, die mit Pferden nun wirklich nichts mehr zu tun haben. Da hätte man lieber als weiteres Thema Strandritte oder eine dem Meer verbundene Pferderasse vorstellen sollen.

Weitere Themen sind das Hotel Heiligendamm und das Abgleiten der Maledieven in eine Diktatur, welche mich aber nicht interessiert werden.

Fazit

Das Heft hat mir zwar einige neue Aspekte zum Thema Pferd gezeigt und bietet auch schöne Fotos, bleibt aber sehr an der Oberfläche und ist bei den Pferdesprüngen deutlich zu unkritisch.

Broschiert: 130 Seiten
Verlag: Mareverlag; Auflage: 1. (4. Juni 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3866480296
ISBN-13: 978-3866480292
Größe und/oder Gewicht: 27,8 x 21 x 1 cm

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