Was macht man, wenn man seinen sechsundzwanzigsten Geburtstag in Peking verbringt, außer Chinesisch und Fotografieren nicht viel kann, dafür aber gerne spazieren geht und sich die Welt anguckt?

Christoph Rehage lief irgendwann los. Sein Ziel: von Peking bis nach Bad Nenndorf, zu Fuß. Die Reise führte ihn über Gipfel und durch Wüsten, an Yaks und Kamelen vorbei. Er fand gute Freunde und einen Lehrer. Doch nach einem Jahr, drei Paar Schuhen und 4646 Kilometern kam er an den Punkt, sich entscheiden zu müssen.

Das Video „The Longest Way 1.0“ haben mittlerweile über 10 Millionen Menschen gesehen. Bei Piper/Malik ist ein Reisebericht erschienen, bei National Geographic ein Bildband. Und auch wenn Christoph heute keinen richtigen Bart mehr trägt, fühlt er sich immer noch irgendwo zwischen Peking und Bad Nenndorf schwebend.

Blog: http://www.thelongestway.com / Facebook: http://www.facebook.com/crehage

Mantou - Für meine Begriffe sehen sie wenig apptittlich aus. ____ „ClassicwhiteMantou“ von Sfllaw - Flickr. Lizenziert unter Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 über Wikimedia Commons - http://commons.wikimedia.org/wiki/File:ClassicwhiteMantou.jpg#mediaviewer/File:ClassicwhiteMantou.jpg

Mantou – Für meine Begriffe sehen sie wenig apptittlich aus.
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„ClassicwhiteMantou“ von Sfllaw – Flickr. Lizenziert unter Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 über Wikimedia Commons – http://commons.wikimedia.org/wiki/File:ClassicwhiteMantou.jpg#mediaviewer/File:ClassicwhiteMantou.jpg

Informativ, bereichernd und dies mit einer persönlichen Note – so kann man das Buch zusammenfassen.

Rehage enthält sich bei seiner Reise der Bewertung und berichtet objektiv und gleichzeitig sehr persönlich von seiner Reise durch China. Er berichtet von dem rücksichtslosen Umgang mit der Natur genauso wie von der Herzlichkeit der Menschen, auf die er trifft, wobei mir die Begegnungen immer ein wenig zu glatt ablaufen. Dass man immer nur auf Leute trifft, die einen einladen oder sich bemühen, ihm weiterzuhelfen ist, zumindest nach deutschen Standards, schwer zu glauben. Insofern bleibt immer das Gefühl, dass die Reise etwas schöngeschrieben worden ist.

Hui-Chinese mit der typischen Kopfbedeckung ____ „Hui man“ von Wlodek Cieciura - Eigenes Werk. Lizenziert unter Creative Commons Attribution-Share Alike 2.5 über Wikimedia Commons - http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hui_man.jpg#mediaviewer/File:Hui_man.jpg

Hui-Chinese mit der typischen Kopfbedeckung
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„Hui man“ von Wlodek Cieciura – Eigenes Werk. Lizenziert unter Creative Commons Attribution-Share Alike 2.5 über Wikimedia Commons – http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hui_man.jpg#mediaviewer/File:Hui_man.jpg

Der Leser lernt die Eigenarten der verschiedenen Regionen und Völker Chinas sehr gut kennen, von den Hui, welche kulturell zwischen den Han-Chinesen und den Uiguren stehen , wusste ich vorher noch nichts.

Fazit

Ein mitreißend geschriebenes Buch über eine ungewöhnliche Reise.

Taschenbuch: 464 Seiten
Verlag: NG Taschenbuch (14. Juli 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492404812
ISBN-13: 978-3492404815
Größe und/oder Gewicht: 18 x 12 x 3,2 cm

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