Wir Menschen sind heute nicht mehr die Einzigen, die lesen und schreiben – Computer tun es auch. Nach Jahrtausenden des Monopols über die Schrift mussten wir diese Bastion im 21. Jahrhundert räumen – eine Entwicklung, die Douglas Engelbart, der Erfinder der Computermaus, schon 1968 vorhergesehen hat.

Dieses Buch zeigt, wie sich Lesen und Schreiben ändern, wenn der Computer uns diese Kulturtechniken immer mehr abnimmt. Wie wirkt sich dies auf Bücher, Bibliotheken und Verlage, auf Schule und Universität, auf Presse und Zensur aus? Welche künftigen Veränderungen auf dem Weg hin zu einer »Digitalkultur« lassen sich derzeit voraussagen? Wie können wir verhindern, dabei zum Spielball der technischen Evolution zu werden? Engelbarts Traum muss heute neu gedeutet werden, soll er sich nicht in einen Albtraum verwandeln.

Das Buch beginnt sehr interessant mit der Geschichte des Lesens und des digitalen Schreibens. Teilweise lädt es zu Spielereien in Word ein, ein Tipp: Einen Buchstaben markieren und gleichzeitig Alt + C drücken, dann erhält man die Ausgabe, wie der Computer den Buchstaben liest, andersherum kann man mit diesen Folgen chinesische Schriftzeichen erzeugen.
Leider ist der Schreibstil nicht sehr angenehm zu lesen und verfügt über eine sehr hohe Informationsdichte. Es ist ein Text, für den man einen freien Kopf und eine hohe Konzentrationsfähigkeit braucht, sodass mir auf Seite 140 jegliche Motivation weiterzulesen abhanden gekommen ist. Das Buch war einfach zu anstrengend zu lesen.

Fazit

Wer das Buch liest, muss sich auf eine hohe Informationsdichte einstellen. Dadurch kann dann Buch auch immer nur über wenige Seiten gelesen werden.

Broschiert: 281 Seiten
Verlag: Campus Verlag; Auflage: 1 (10. September 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 359350183X
ISBN-13: 978-3593501833
Größe und/oder Gewicht: 21 x 14 x 2 cm

Dr. Henning Lobin ist Professor für Angewandte Sprachwissenschaft und Computerlinguistik an der Universität Gießen und dort auch Leiter des Zentrums für Medien und Interaktivität.

1

Advertisements