Stockholm, im Mai: Im weltberühmten Hotel Berns Salonger hat man gerade Strindbergs 100. Todestag begangen. Die Festrede hielt der Ständige Sekretär der Schwedischen Akademie, ein würdiger Mann und ebenfalls angesehener Schriftsteller. Jetzt kurz vor Mitternacht ist er auf dem Weg nach Hause, durch einen abgeschiedenen Park. Hier trifft es ihn unvermittelt, das Schicksal. Hier wird er ermordet. Tatwaffe ist ein altertümlicher Schwarzpulverrevolver, der die Polizei vor Rätsel stellt. Noch bevor sie sich für eine Ermittlungsrichtung entscheiden kann, geschehen am nächsten Tag vier weitere, ebenso schonungslose Morde. Die Opfer: ebenfalls Mitglieder der Akademie, die für die Auslobung des jährlichen Literaturnobelpreisträgers verantwortlich ist. Was treibt den Mörder um? Klar ist, dass die anderen Akademiemitglieder geschützt werden müssen. Klar ist auch, dass hier konventionelle Methoden nicht weiterhelfen. Claudia Rodriguez von der Zentralen Mordkomission ermittelt auf eigene Faust – und gegen den Willen ihrer Vorgesetzten. Statt dessen bittet sie ihren alten Freund Leo Dorfman um Hilfe, einen Buchantiquar …

In seinem Namen wird gemordet: August Strindberg um 1900 _____ Gemeinfrei

In seinem Namen wird gemordet: August Strindberg um 1900
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Gemeinfrei

Am Anfang war ich von dem Buch begeistert: Spannend und rasant.

Das blieb es zwar auch, aber es wurde immer konstruierter bis zum unglaubwürdigen Ende. Wer mordet denn im Namen eines Schriftstellers, der fast 100 Jahre tot ist? Man kann natürlich sagen, dass Geisteskranke so eben sind, man denke an die versuchte Ermordung Ronald Regans um Jodie Forster zu beeindrucken. Aber wozu trifft man sich in dunklen Kellerlöchern, wenn es Wohnungen genauso tun? Wie kann der Mörder immer alles voraussehen, warum weiß er, dass er irgendwann eine selbstgebaute Drohne brauchen wird und wie kommt er in die Wildnis zu einem Wanderer an der schwedisch-norwegischen Grenze, um ein paar Stunden später in Stockholm weiter zu morden?

Wenn man die Rasanz des Buches außer Acht lässt, dann die die Handlung absoluter Schwachsinn. Natürlich bricht die Kommissarin in Räume ohne Hausdurchsuchungsbeschluss, ja sogar ohne Erlaubnis zu ermitteln ein und interessiert sich nicht dafür, dass eventuelle Beweise damit unbrauchbar werden. Zumindest vermute ich, dass in Schweden diesbezüglich das Gleiche gilt wie in Deutschland.

Und zusätzlich muss eine Figur noch indirekt in die Mordserie zum Schluss persönlich involviert sein.

Fazit

Quatsch.


Martin Olczak, geboren 1973, wohnt in Stockholm. Er stöbert leidenschaftlich gerne in Archiven, wo er sich auf die Suche nach geheimnisvollen Geschichten und spannenden Geschehnissen macht. Er ist einer der bekanntesten Jugendbuchautoren Schwedens. „Die Akademiemorde“ ist sein erster Roman für Erwachsene. Er wurde in zahlreiche Länder verkauft und in mehrere Sprachen übersetzt.

Leseprobe

Broschiert: 480 Seiten
Verlag: btb Verlag (9. Juni 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442747295
ISBN-13: 978-3442747290
Originaltitel: Academi Morden
Größe und/oder Gewicht: 13,6 x 4 x 21,6 cm

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