Seit 100 Jahren kämpfen die Kurden im Nahen Osten um einen eigenen Staat. Ausgerechnet im Irak, wo sie am brutalsten unterdrückt wurden, sehen sie sich nun ihrem Ziel so nah wie nie zuvor. Wie ein Leuchtturm steht ihre autonome Region an einem Meer voller Gewalt. Das kleine, bislang autonome Kurdistan erlebt einen Wirtschaftsboom, ist eine Insel der Toleranz und praktiziert Demokratie wie kein anderes Land im Orient – aber gerade deswegen hat es als Nachbarn mehr Feinde als Freunde. Hans-Joachim Löwer stand mit kurdischen Kämpfern an der Front gegen die Islamisten, sprach mit Überlebenden der blutigen Verfolgung und streifte über die umstrittenen Ölfelder, auf denen die ganze Ho.nung der Kurden ruht. Und er traf bei seinen Recherchen ungewöhnliche Figuren. Einen Baulöwen, der einst Guerillakämpfer war. Einen Minensucher, der beide Beine verlor und trotzdem weitermacht. Den religiösen Führer der Jesiden, der nicht lesen und schreiben kann. Einen arabischen Stammesführer, der aus Angst vor der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ zu den Kurden geüchtet ist. „Wir sind einfach anders“, sagte ein Kurde dem Autor. „Anders als die Araber – aber auch anders als ihr im Westen.

Seit 7000 Jahren ununterbrochen bewohnt: Die Zitadelle von Erbil (1)

Seit 7000 Jahren ununterbrochen bewohnt: Die Zitadelle von Erbil
(1)

Ich habe mich selten beim Lesen eines Sachbuches so desinformiert gefühlt wie bei diesem. Vielleicht gehen die Autoren anderer politischer Bücher auch geschickter bei der Propaganda vor.

Der Autor versucht den Eindruck zu erwecken, das alles in Kurdistan toll ist und die Kurden alles gute Menschen. Der Höhepunkt für letztere These: Die Juweliere würden (in der Stadt) nie ihre Geschäfte in ihrer Mittagspause abschließen und trotzdem würde nie etwas gestohlen. Alles aufrechte Menschen in Kurdistan. Wobei nur die irakischen Kurden vorgestellt werden, der terroristische Kampf der PKK in der Türkei spielt keine Rolle.

Was Sie nicht mitbekommen werden, ist der Reichtum, Fortschritt und Innovations England, denn die deutsche Informationslandschaft ueber das Ausland ist wie in der DDR geworden.
Es wird nichts ueber den normalen und Reichtum im Ausland gezeigt.

Leserkommentar in der Welt

Weiteres Personal: Ein Bombenentschärfer, der trotz abgerissener Gliedmaßen weiter arbeitet; eine supermoderne Parlamentarierin und Geschäftsleute. Mag es alles geben, aber diese Leute stehen wohl kaum für den durchschnittlichen Kurden; sie stehen in keinem Land für die Durchschnittsgesellschaft.

Fazit

Mir kam das Buch wie ein reines Propagandawerk vor. Ich konnte mich während des Lesenes des Zitates von Rumsfeld *Er ist ein Schweinehund, aber er ist unser Schweinehund* nicht erwehren.

HANS JOACHIM LÖWER, geboren 1948, war 16 Jahre lang Auslandsreporter des „Stern“ und von 1999 bis 2000 Redakteur für die deutschsprachige Ausgabe von „National Geographic“. Er bereiste Afrika und Lateinamerika, den Nahen Osten und große Teile Asiens. In den 1990er-Jahren leitete er Selbsthilfeprojekte in Mexiko, Guatemala, Peru, Kolumbien, Brasilien, Südafrika und Namibia. Hans-Joachim Löwer unternahm spektakuläre Rucksacktouren, u. a. 2003 durch Israel und die Palästinensergebiete. Er ist Autor zahlreicher Bücher.

(1) Jim Gordon – originally posted to Flickr as http://www.flickr.com/photos/31910792@N05/3133341879/in/set-72157611610649090/ Erbil Citadel, Erbil, Iraqi Kurdistan

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