Ein Meister der romanhaften Biographie entwirft hier nach zuverlässigen Quellen das Bild eines Lebens, das in allen seinen Phasen von flammender Leidenschaft geprägt war. Engagiert, mit feinstem Gespür für das psychologische Detail lässt er die faszinierende Persönlichkeit des genialen Malers und die Tragik des Menschen van Gogh lebendig werden. Das Buch wurde mit großem Erfolg verfilmt.

*Nun, schau selbst hin. Blind bist du ja nicht, nehme ich an. Die überbetonten gelben Farben; die sind ja wirr.* Vincent sah zu den Sonnenblumentafeln an der Wand. *Ist das dein Urteil über meine Sonnenblumen?* *Nein, mein Lieber, ich finde noch eine ganze Menge mehr zu kritisieren.* *Zum Beispiel?* *Zum Beispiel die Harmonien - sie sind langweilig und unfertig.* Dialog zwischen van Gogh und Gauguin. S. 391

*Nun, schau selbst hin. Blind bist du ja nicht, nehme ich an. Die überbetonten gelben Farben; die sind ja wirr.* Vincent sah zu den Sonnenblumentafeln an der Wand. *Ist das dein Urteil über meine Sonnenblumen?* *Nein, mein Lieber, ich finde noch eine ganze Menge mehr zu kritisieren.* *Zum Beispiel?* *Zum Beispiel die Harmonien – sie sind langweilig und unfertig.* Dialog zwischen van Gogh und Gauguin. S. 391

Nach dem gleichnamigen Film, welcher mich sehr begeisterte, wollte ich unbedingt das Buch dazu lesen. Eigentlich wollte ich nur kurz lesen, am Ende war es 1,2 Uhr nachts, da es mich so gefesselt hat.

Mein Lieblingsbild von ihm: Sternennacht (1889)

Mein Lieblingsbild von ihm: Sternennacht (1889)

Irving Stone schafft es sehr gut, van Gogh als einen Menschen zu porträtieren, der nirgendwo richtig reinpasste – nicht in die eigene Familie, nicht in die vorgesehenen Laufbahnen, nicht in die Gesellschaften der verschiedenen Orte, in welchen er lebte und auch nicht so richtig in die Pariser Künstlerszene. Egal, wohin er ging, er scheiterte, als Pfarrer in Belgien wie zunächst als Künstler. Und man ahnt, wie viel Stärke in ihm gewesen sein muss, dass er sich nie beirren ließ und immer weiter seinen Weg verfolgte, wobei ihm sein Bruder Theo zeitlebens tatkräftig beiseite gestanden hat.

Theo van Gogh (1857-1891), Bruder von Vincent van Gogh. Photo Ernest Ladrey um 1888

Theo van Gogh (1857-1891), Bruder von Vincent van Gogh. Photo Ernest Ladrey um 1888

Der Autor hat ein Buch geschrieben, welches den Menschen hinter dem Künstler sehr gut sichtbar macht und dazu anregt, sich mit dem Impressionismus zu beschäftigen, vor allem, weil viele Künstler gerade während des Paris-Aufenthalts erwähnt werden.
Es wurde sehr genau nach dem Briefwechsel der van Goghs gearbeitet, jedoch ist nach neuen Forschungen nicht mehr sicher, ob es nicht Gauguin war, der van Gogh das Ohr abgeschnitten hat und auch die Selbstmordtheorie gerät ins Wanken.


Fazit

Ein mitreißender Roman um einen großen Künstler.


Irving Stone (* 14. Juli 1903 in San Francisco als Irving Tennenbaum; † 26. August 1989 in Los Angeles) war ein US-amerikanischer Schriftsteller, der vor allem als Verfasser historischer biographischer Romane (Heinrich Schliemann) bekannt ist und damit, ähnlich wie Emil Ludwig, große Erfolge erzielen konnte.

Wikipedia

Van Gogh Museum

Verwandte Ausstellung: Monet und die Geburt des Impressionismus 11.3.–21.6.2015 in Frankfurt

Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
Verlag: Herbig, F A; Auflage: Neuaufl. (1. Januar 1988)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 377660798X
ISBN-13: 978-3776607987
Größe und/oder Gewicht: 14,9 x 4,5 x 22,1 cm

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