Irving Stone hat meisterhafte biografische Romane über das Leben von Michelangelo, Darwin, Schliemann, Sigmund Freud und Vincent van Gogh geschrieben. Kurz vor seinem Tod 1989 veröffentlichte er noch diesen „Roman des Impressionismus“, dem wiederum Jahre intensiver Forschungsarbeit vorangingen. Anhand des Lebenswerkes von Camille Pissaro, des beharrlichsten Impressionisten, der sehr lange Zeit in verzweifelter Armut für seine wachsende Familie mit der Malerei mühsam Geld verdienen musste, werden die verbindenden und wieder trennenden Fäden zwischen den Hauptvertretern vor allem des französischen Impressionismus herausgearbeitet, ihr Kampf um die Gunst des Pariser Salons wie auch der zunehmend Einfluß gewinnenden Kunsthändler. (Amazon-Rezi)

Camille Pissarro, 1873

Camille Pissarro, 1873

Das Buch war in fast jeder Hinsicht eine Enttäuschung. Das fängt bei der winzigen Schrift an, sodass ich immer nur kleine Abschnitte lesen konnte, in Word wäre es wahrscheinlich Schriftgröße 10 – und das über fast 600 Seiten.
Das Buch war auch nicht so mitreißend wie Stones Van Gogh – Leben in Leidenschaft. Überhaupt nicht, stattdessen hatte ich das Gefühl, ich würde es verkapptes Sachbuch lesen, der Eindruck wurde vor allem dadurch verstärkt, dass hinter jedem Gemäldenamen die französische Bezeichnung eingefügt wurde.

Ansonsten erfährt man sehr viel über den Werdegang Pissarros, wird mit der Kunstrichtung des Pointilismus bekannt gemacht und erfährt Aspekte aus Monets Leben, welche in Die Frau im grünen Kleid nicht erwähnt wurden. Insgesamt fand ich es erstaunlich, wie parallel das Leben von Monet und Pissarro verlaufen ist.

Fazit

Das Buch schwankt zwischen Roman und Sachbuch. Teilweise ist es recht zäh in der Handlung, die kleine Schriftgröße strapaziert die Augen enorm. Allerdings merke ich, dass mir Pissarros Bilder nach der Lektüre viel mehr sagen.

Taschenbuch: 608 Seiten
Verlag: Fischer; Auflage: 9., Aufl. (1996)
ISBN-10: 3596282829
ISBN-13: 978-3596282821
Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,6 x 3,6 cm

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