Der Pariser Bäcker Lucien Lessard und der Künstler Henri Toulouse-Lautrec haben eines gemeinsam: beide sind erschüttert über den Tod ihres Freundes Vincent van Gogh. Wie kann es sein, dass sich ein so begnadeter Künstler plötzlich das Leben nimmt? Und warum hatte er vor seinem Tod auf einmal solche Angst vor der Farbe Blau? Hat es etwas mit dem in Paris umhergehenden Gerücht zu tun, dass ein rätselhafter Farbenmann arglose Künstler verfolgt? Lucien und Henri wissen, was zu tun ist. Und sie werden nicht eher ruhen, bis das blaue Mysterium aufgeklärt ist.

Lautrec und sein Werk Moulin Rouge, 1890

Lautrec und sein Werk Moulin Rouge, 1890

Dem Klappentext nach habe ich einen Krimi erwartet, der in der (Post-) Impressionistenszene spielt und was habe ich bekommen? Ja, was eigentlich? – Ich weiß es nicht, denn das Buch ist extrem wirr geschrieben und hat mit dem *Mordfall Van Gogh* nichts zu tun.

Protagonisten wie Bazille, Monet, Manet und Pissaro treten auf, es wird der Pariser Salon angesprochen und zeitweise kam ich mir vor, als wollte der Autor einen kurzen Abriss über die wichtigsten Gemälde des Impressionismus geben. Trotz der Abbildungen im Mittelteil dürften unbedarfte Leser nicht wissen, welchen Wert die jeweiligen Gemälde haben und wie sie aussehen. Wer kann schon das *Frühstück im Grünen* von Manet und Monet schnell im Kopf vergleichen, wenn die Rede im Buch darauf kommt? Sollte man aber können.

Die Handlung springt zeitlich wüst hin und her und wo der vielgerühmte Humor des Autors im Text zu finden ist, weiß ich nicht. Ich habe ihn zumindest nicht gefunden.

Fazit

Kein Krimi, nicht witzig, keine vernünftige Erklärung des Impressionismus für Laien – der Sinn des Buches erschließt sich mir gar nicht.

Leseprobe


Der ehemalige Journalist Christopher Moore arbeitete als Dachdecker, Kellner, Fotograf und Versicherungsvertreter, bevor er anfing, Romane zu schreiben. Seine Bücher haben in Amerika längst Kultstatus, und auch im deutschsprachigen Raum wächst die Fangemeinde beständig. Christopher Moore liebt – nach eigenen Angaben – den Ozean, Elefanten-Polo, Käsecracker, Acid Jazz und das Kraulen von Fischottern. Er mag aber weder Salmonellen noch Autoverkehr und erst recht nicht gemeine Menschen. Der Autor lebt in San Francisco, Kalifornien

Taschenbuch: 480 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (19. Mai 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 344248068X
ISBN-13: 978-3442480685
Originaltitel: Sacré Bleu
Größe und/oder Gewicht: 12,5 x 3,6 x 18,8 cm

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