Geld mit Geld zu verdienen ist krank.“ Das sagt Volker Handon, der genau das tut und sich seit über 25 Jahren an vorderster Front durch die globale Finanzwirtschaft bewegt. Zunächst als Wertpapierhändler für Banken und Fondsgesellschaften und bis heute als Daytrader: mit eigenem Geld, auf eigene Rechnung. Er ist niemandem verpflichtet und kann deshalb offen und authentisch berichten. Und Volker Handon weiß, wovon er spricht.

Handon erzählt aus seinem Händlerleben und nimmt uns mit in seine Welt. Eine Welt, in der mit harten Bandagen und vielen unlauteren Methoden um den maximalen Profit gezockt wird. Ein Spiel, bei dem man zur Not auch über Leichen geht und das am Ende nur einen Verlierer kennt: uns, die Kunden von Banken und Fonds, die Riester-Renten-Sparer und Lebensversicherungseinzahler. Denn wir sind alle nur Plankton, Futter im Haifischbecken der Hochfinanz. „Optimierte Wertschöpfung“ heißt das im Trader-Sprech, der sich der gleichen Verschleierungssemantik bedient, mit der Banken ihre undurchschaubaren Bilanzen auf Hochglanz „mani-polieren“. „Das Geldsystem ist eine der besten Erfindungen der Menschheit“, sagt Volker Handon, „doch es ist zu einer gigantischen Umverteilungsmaschine von Vermögen degeneriert.“ Die Verluste vieler für die Gewinne einer kleinen Finanzelite. Handon erklärt, was mit unserem Geld in der Handelswelt passiert, und führt uns die schmutzigen Tricks und Fehler eines verrückt gewordenen Finanzsystems vor Augen, das seit Jahren auf der Intensivstation liegt und mit immer drastischeren Nullzins-Geldspritzen der Zentralbanken künstlich am Leben erhalten wird. Wann setzt die Politik diesem korrupten Treiben ein Ende?

Aus dem Artikel *Frankfurter Börse*: https://museenundsehenswuerdigkeiten.wordpress.com/2015/04/28/frankfurter-borse/

Ein ausgesprochen wertvolles Buch – für Psychologie-Studenten, die ein Seminar über die Narzisstische Persönlichkeitsstörung besuchen oder für eine Hausarbeit ein Beispiel benötigen. Einfach perfekt.

Der Autor ist nämlich überall der Größte, ob beim Backgammon, in der Uni und wenn beim Traden etwas schief läuft, dann nur deswegen, weil die anderen unfair oder so bekloppt waren, Kontrakte zu billig einzustellen waren. Ob diverse Banken oder die Börsenaufsicht – überall nur Böse und Bekloppte. Außer dem Autor natürlich.

Wer wirklich etwas über die Finanzbranche erfahren möchte, sollte sich lieber *Warum jeder jedem etwas schuldet,…*, *Cityboy* und *Unter Bankern* besorgen. Dadurch, dass *Psycho-Trader* eine Mixtur aus allen drei sein möchte, bleibt es extrem an der Oberfläche. So wird bei der Loskoppelung des Franken vom Euro einfach vorausgesetzt, dass der Leser weiß, was ein Swap-Geschäft ist. Das hätte ich ohne *Warum jeder jedem etwas schuldet, nicht gewusst. Die Exzesse sind in *Cityboy* eindrücklicher beschrieben, die Soziologie der Banker in *Unter Bankern* ebenfalls. Die einzig neuen Informationen sind, in welchen Restaurants und Bars sich die Banker nach Feierabend in Frankfurt treffen, was aber eher für Goldgräberinnen interessant ist.

Fazit

Ein eitles Gewäsch, welches vor lauter Selbstverliebtheit nicht lesbar ist.

Volker Handon, geb. 1959 in Bonn, ist seit 1997 als selbständiger Day-Trader an den internationalen Finanzterminbörsen tätig. Zuvor arbeitete er als Wertpapierhändler bei der Commerzbank, Frankfurt /Main, als Market-Maker für Aktienoptionen an der Deutschen Termin Börse (DTB) und war beim Aufbau und in der Leitung verschiedener Handelsabteilungen für den Bereich Derivate beteiligt.

Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
Verlag: Westend (11. Mai 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3864890829
ISBN-13: 978-3864890826
Größe und/oder Gewicht: 14,7 x 2,8 x 22,1 cm

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