Es gibt schon verschiedene Schichten bei den Blogs.

Da gibt es die *Adelsschicht* wie Klappentexterin oder Buzzaldrin & Co., die es verstehen gute Texte zu schreiben, auch wenn im ersteren Fall absolut nicht mein Geschmack, und dann gibt es im anderen Extrem das *Lumpenproletariat*, wo irgendwelche Rezensionsexemplare grundsätzlich positiv besprochen werden und die Literatur, gelinde gesagt, auch nicht die gehobenste ist. Ich habe zu beiden keinen Kontakt und will auch keinen.

Erstere brauchen irgendwie ihre virtuellen Streicheleinheiten und Bewunderung, letztere sind mir zu platt. Und beide sind mir schlicht und einfach auf je ihre Weise zu doof und zu unsympathisch. Und alle beide besprechen sie Bücher, die mich nicht interessieren, ein ganz wichtiges Auswahlkriterium für ein Blog.

Überhaupt ist es schwer ein Blog zu finden, welches einem zusagt: Die vorgestellten müssen stimmen, der Schreibstil aus. Bei einem Krimiblog war ich immer am überlegen, ob ich mich entfollowere, weil die Bloggerin mir sehr unsympathisch und mit ihrer Ausdrucksweise *Ich als Gebärmutterträgerin* sehr ordinär war.

Fazit
Von den Blogs und folglich den Rezensenten kann man gar nicht reden. Daher ist die Kritik an der Kritik sehr oberflächlich.

crimenoir

Kürzlich bin ich auf Dieter Paul Rudolphs Text „Keine Kritik! Vom Niedergang der Rezension“ gestoßen. Ich will dessen Lektüre ausdrücklich empfehlen und hier kurz darauf eingehen, weil er viel darüber aussagt, was mir beim Bloggen wichtig ist.

Ganz früher – ich erinnere mich noch vage – hießen Rezensenten nicht Rezensenten, sondern Kritiker. Ihre Aufgabe war es, ein Urteil über einen Gegenstand – z.B. ein literarisches Werk – zu fällen und man erwartete, dass sie diesen ihren Gegenstand von allen Seiten genau betrachteten und bewerteten. Ziel war eine „objektive Beurteilung“ auf der Grundlage von Kriterien und Regeln, die für Außenstehende kenntlich und nachvollziehbar sein mussten. Natürlich besaß diese „Objektivität“ stets eine subjektive Färbung und war demzufolge immer auch „Meinung“.

Genau um diese möglichst objektive und gleichzeitig begründete Betrachtung, die natürlich trotzdem Meinung bleibt, geht es mir. Ich will nicht in den Himmel loben und ich will nicht verdammen. Ich will den…

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