Er regierte England (1509-1547) und Irland und war ein stolzer Waliser. Er hatte sechs Frauen und ließ zwei davon köpfen; er brach mit der römischen Kirche, weil sie ihm die Scheidung verweigerte, und gründete die anglikanische; er ließ seinen Freund Thomas Morus hinrichten und wünschte sich verzweifelt einen Thronfolger. Als machtbessesener, selbstherrlicher Monarch ist Heinrich VIII. in die Geschichte eingegangen. Doch er hatte noch ganz andere Seiten. Margaret George zeichnet das Bild eines Mannes voller Widersprüche, doch mit großer charismatischer Ausstrahlung, der mehrere Sprachen spricht, mit den Humanisten verkehrt, sich aber auch für das Glücksspiel, den Tanz und die Jagd begeistert.

Wird (laut Wikipedia) dem König fälschlicherweise freiwillig übereignet: Hampton Court Palace. (1)

Wird (laut Wikipedia) dem König fälschlicherweise freiwillig übereignet: Hampton Court Palace. (1)

Am Anfang gefiel mir das Buch sehr gut, zur Mitte bis zum Ende wurde es nach und nach zum Kampf, es fertig zu lesen. Nicht umsonst habe ich sieben Tage dafür gebraucht. Die Schilderungen waren sehr langatmig und es wurde langsam aber sich sehr langweilig, welche Verfehlungen sich die Leute aus Heinrichs Umgebung, zumindest aus seiner Sicht, sich schuldig gemacht haben. Mal mehr, mal weniger und immer weiter verfestigt sich der Glaube, es mit einem komplett Wahnsinnigen zu tun zu haben.

Fazit

Auch wenn man das Buch nicht hätte kürzer gestalten können, und auch, wenn es sehr informativ ist, lässt sich Heinrich VIII. nicht einmal in Buchform ertragen.

Die amerikanische Autorin Margaret George wurde 1943 in Nashville, Tennessee geboren. Da ihr Vater ein US-Diplomat war, zog sie als Kind mit der Familie des öfteren um. Mit vier Jahren fuhr die Familie auf einem Frachtschiff nach Taiwan. Zwei Jahre später zogen sie um nach Tel Aviv und anschließend nach Berlin und Bonn, um schließlich in Washington D.C. zu landen. Schon den Tagen in Israel begann sie, kleinere Geschichten zu schreiben. Ein Verlag, dem sie ihre Pferdegeschichten gab, meinte, sie hätte ein noch verstecktes Talent, müsse aber stark an ihrer Rechtschreibung arbeiten.

Rezi vom 11.2.2011

Taschenbuch: 1232 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch); Auflage: Neuausg. (9. Oktober 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3404163540
ISBN-13: 978-3404163540
Originaltitel: The Autobiography of Henry VIII
Größe und/oder Gewicht: 12,5 x 5,8 x 18,3 cm

(1) „HamptonCurt“ von Andreas Tille – Eigenes Werk. Lizenziert unter CC-BY-SA 4.0 über Wikimedia Commons – https://commons.wikimedia.org/wiki/File:HamptonCurt.jpg#/media/File:HamptonCurt.jpg

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