Adamsberg ist zurück, und seine Ermittlungen führen ihn in die blutige Zeit der Französischen Revolution und in die tödliche Kälte Islands …

Innerhalb weniger Tage werden die Leichen einer Mathematiklehrerin und eines reichen Schlossherrn in Paris entdeckt, die vermeintlich Selbstmord begangen haben. Die brutale Szenerie alarmiert zwar die Polizei, doch es scheint keine Verbindung zu geben. Bis Jean-Baptiste Adamsberg auf unauffällige Zeichnungen an beiden Tatorten aufmerksam wird. Kurz darauf stellt sich heraus, dass die Lehrerin vor ihrem Tod dem labilen Sohn des zweiten Toten geschrieben hat. Der Brief führt Adamsberg auf die Spuren einer verhängnisvollen Reise nach Island, die zehn Jahre zuvor stattfand – und von der zwei Personen nicht zurückkamen. Sowie in die Untiefen einer Geheimgesellschaft, die sich Robespierre und der Terrorherrschaft während der Französischen Revolution verschrieben hat. Weitere Menschen sterben, und für Adamsberg beginnt ein Wettrennen gegen die Zeit und einen ebenso wandelbaren wie unbarmherzigen Mörder …

Robespierre, gemalt 1860 von Pierre Rock Vigneron (1789–1872), nach einem Pastell von Adélaïde Labille-Guiard

Robespierre, gemalt 1860 von Pierre Rock Vigneron (1789–1872), nach einem Pastell von Adélaïde Labille-Guiard

Das Buch war…komisch.

Auf der einen Seite habe ich es gehasst, weil es so überdreht und unrealistisch war. Mit unrealistisch mehr ich nicht einmal Wildschweine als Haustiere, sondern dass Polizisten den Kühlschrank eines Mordopfers plündern und die isländische Polizei zehn Jahre lang nicht die menschlichen Knochen gesichert hat, während ein paar französische Polizisten geradezu über sie stolpern. Überdreht…da müsste ich das ganze Buch nacherzählen.

Grimsey, Island
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Auf der anderen Seite habe ich das Buch gemocht, gerade weil es so schräg besetzt war. Das geht bis zum polizeieigenen Kater, der nur in Gesellschaft frisst und überall hoch gehoben werden muss. Das Buch ist sowohl von den Personen als auch von der Handlung her komplett durchgeknallt. Ich verstehe jeden, der es ablehnt, mir wurde es zeitweise auch zu viel. Und trotzdem bin ich froh, dass ich das Buch gelesen habe.

Fazit

Das Buch ist gewöhnungsbedürftig, aber so schräg und spannend, dass ich es in einem Rutsch durchgelesen habe.

Leseprobe

Krimifreunde wissen längst, dass Fred Vargas das Pseudonym für Frédérique Audoin-Rouzeau ist. Die Autorin wurde 1957 geboren, studierte nach dem Schulabschluss Geschichte des Mittelalters und nahm an zahlreichen Ausgrabungen teil. Sie lebt mit ihrem Sohn in Paris und arbeitet noch immer in Forschung und Lehre als Archäologin an einem bedeutenden französischen Forschungsinstitut. Zum Krimischreiben nutzt Vargas hauptsächlich die Ferien; mit zwei Millionen verkaufter Bücher ist sie extrem erfolgreich und international anerkannt. Sie erhielt u. a. den „Deutschen Krimipreis“ für „Der vierzehnte Stein“, wurde für „Fliehe weit und schnell“ mit dem französischen Buchhändlerpreis („Prix des libraires“) und dem Preis der Leserinnen von ELLE ausgezeichnet. Sie selbst sagt über ihre Bücher: „Krimis sind das beste Antidepressivum.

Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
Verlag: Limes Verlag (26. Oktober 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 380902659X
ISBN-13: 978-3809026594
Originaltitel: Temps Glaciaires
Größe und/oder Gewicht: 13,9 x 4,3 x 22,1 cm

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(1) „Grímsey Iceland“ von MosheA – Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 2.5 über Wikimedia Commons – https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gr%C3%ADmsey_Iceland.JPG#/media/File:Gr%C3%ADmsey_Iceland.JPG

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