Mit seinen imposanten Kuppeln, leuchtenden Mosaiken und erlesenen Kunstschätzen gehört der Markusdom zu den prachtvollsten Kirchen der Welt. Der im byzantinischen, romanischen und gotischen Stil gestaltete Sakralbau ist Grabeskirche des Stadtheiligen Markus, ehemalige Palastkapelle des Dogen, seit dem 11. Jahrhundert Staatskirche der Lagunenstadt und erhielt 1807 den Status einer Kathedrale. Ein Aufenthalt in Venedig ist ohne Besichtigung der am berühmten Markusplatz gelegenen »Goldenen Basilika« undenkbar. Der vorliegende Führer bündelt die elementaren Informationen zum Markusdom und dessen mehr als 1000jähriger Geschichte und erweist sich wissbegierigen Besuchern als unentbehrlicher Begleiter durch den komplexen Kirchenbau. Wolfgang Wolters folgt dem Rundgang, der sich aktuell durch die Basilika bietet. Er stellt die wichtigsten Bildprogramme vor, führt den Leser durch Baptisterium, Chor, Sakristei sowie Kapellen und rundet den Band mit wertvollen Hinweisen zum Dommuseum und Kirchenschatz ab.

Der Markusdom: Was mich an ihm (und Venedig überhaupt) fasziniert, ist die Durchmischung byzantinischer, europäischer und osmanischer Kunst zu einem harmonischen Ganzen.

Der Markusdom: Was mich an ihm (und Venedig überhaupt) fasziniert, ist die Durchmischung byzantinischer, europäischer und osmanischer Kunst zu einem harmonischen Ganzen. (1)

Inwieweit das Buch sich als Führer durch San Marco eignet, kann ich nicht beurteilen. Als solches benutze ich es auch nicht, sondern als Arbeitsmittel zur Baugeschichte und zu einzelnen Elementen des Doms.

Und dazu eignet es sich hervorragend, die geschichtlichen, politischen und liturgischen Eigenheiten des Doms werden sehr gut erklärt, genau wie die einzelnen Elemente. Wenn an sehr spezielle Einzelteile sucht, dann hilft oft nur blättern, da das Buch in verschiedene Fassaden aufgeteilt ist und es kein Stichwortverzeichnis gibt. Man muss also z.B. wissen, in welchem Teil des Doms sich die Tretrachengruppe befindet, in dem Fall die Südfassade.

Pfingstkuppel

Pfingstkuppel (2)

Es gibt immer mal wieder Bilder, allerdings wohldosiert und nicht übermäßig. Sehr gut ist das Verzeichnis der weiterführenden Literatur.

Fazit

Als Führer direkt vor Ort ist das Buch wohl zu weitschweifig, möchte man über den Markusdom arbeiten, ist das Buch ein guter Einstieg.


Wolfgang Wolters ist emeritierter Professor für Mittlere und Neuere Kunstgeschichte an der Technischen Universität Berlin und Gründungsdirektor des Deutschen Studienzentrums in Venedig. Sein langjähriges Engagement für die Rettung der bedrohten Kunstschätze Venedigs schlug sich in zahlreichen Publikationen nieder.

Broschiert: 216 Seiten Verlag: Deutscher Kunstverlag; Auflage: 1 (17. Juni 2014) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3422072616 ISBN-13: 978-3422072619 Größe und/oder Gewicht: 14,1 x 2 x 21,8 cm

Broschiert: 216 Seiten
Verlag: Deutscher Kunstverlag; Auflage: 1 (17. Juni 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3422072616
ISBN-13: 978-3422072619
Größe und/oder Gewicht: 14,1 x 2 x 21,8 cm

(1)„Venice – St. Marc’s Basilica 01“ von Nino Barbieri – Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 2.5 über Wikimedia Commons – https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Venice_-_St._Marc%27s_Basilica_01.jpg#/media/File:Venice_-_St._Marc%27s_Basilica_01.jpg

(2) „Venice SMarco Vault2“ von Dennis Jarvis – Flickr: DGJ_1547 – Pentecost Mosaic. Lizenziert unter CC BY-SA 2.0 über Wikimedia Commons – https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Venice_SMarco_Vault2.jpg#/media/File:Venice_SMarco_Vault2.jpg

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