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Im Mittelpunkt der Trilogie steht ein gerissener, mit allen Wassern gewaschener Anwalt und geborener Machtpolitiker. Er hat nur ein Ziel: Er will nach ganz oben. Seine gefährlichste Waffe ist das Wort. Sein Name: Marcus Tullius Cicero.

Porträt des Cicero auf moderner Büste, gefunden in der Villa der Quintilier (Vatikanische Museen) (1)

Porträt des Cicero auf moderner Büste, gefunden in der Villa der Quintilier (Vatikanische Museen)
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Vorbemerkung: Mit *Imperium* meinten die Römer politische Macht, der Begriff ist nicht im Sinne von *Empire* zu verstehen.

Und genau diese Macht möchte der Emporkömmling (Novus Homus) Cicero für sich beanspruchen, genau gesagt, er möchte Konsul werden. Dabei hat er denkbar schlechte Voraussetzungen, für das nötige Vermögen muss er seine Frau heiraten, die sich als Hausdrachen herausstellt und genau abwägen, wen er als Rechtsanwalt verteidigt und wen nicht. Die erste Hälfte des Buches, der Prozess gegen Verrus, lässt das Buch auch eher wie einen Gerichtsthriller wirken, erst in der zweiten Hälfte wird das Buch mehr und mehr zu einem Polithriller.

Dabei muss man sehr genau und langsam lesen, da es sehr viele Verwicklungen und viele Personen auftauchen. Ständig wechselnde Allianzen erleichtern das Lesen auch nicht unbedingt.
Die Orte werden mit ihrem lateinischen Namen bezeichnet, was mich von dem Irrglauben befreite, Neapolis wäre mit Neapel gleichzusetzten – es liegt auf Sizilien.

Geschichtliche Kenntnisse wie über Sulla oder Tiberius Sempronius Gracchus erleichtern das Leseverständnis erheblich.

Fazit

Eine lohnende, aber durchaus anspruchsvolle Lektüre.


Bevor Robert Harris Romanautor wurde, war er als Reporter und Redakteur tätig. Nach seinem Studium in Cambridge arbeitete er als Reporter für die BBC und als Redakteur für den „Observer“. Der 1957 in Nottingham geborene Autor wurde 2003 als bester Kolumnist mit dem „British Press Award“ für seine Arbeit beim „Daily Telegraph“ und der „Sunday Times“ ausgezeichnet. Neben seinen Romanen, darunter Bestseller wie „Vaterland“, „Enigma“ und „Imperium“, schreibt er auch Sachbücher. In seinen Büchern verbindet er Fiktion und historische Fakten, sie entführen ihre Leser so in andere Welten und Zeiten. Heute lebt der Autor mit seiner Frau und vier Kindern in Berkshire.

Heyne, 2006, 474 Seiten

Heyne, 2006, 474 Seiten

(1) „Cicero (Vatikanische Museen)“ von Rabax63 – Eigenes Werk. Lizenziert unter CC-BY-SA 4.0 über Wikimedia Commons – https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Cicero_(Vatikanische_Museen).jpg#/media/File:Cicero_(Vatikanische_Museen).jpg

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