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Cicero hat es geschafft – Verhandlungsgeschick und sein Redetalent haben ihn an die Spitze der Macht gebracht: Er bekleidet als Konsul das höchste Amt in Rom. Aber seine Widersacher haben sich längst formiert. Eine große Verschwörung droht die gesamte Republik zu stürzen. Und immer wieder scheint es der gerissene Caesar zu sein, der im Hintergrund die Fäden zieht …

Cesare Maccari: Cicero klagt Catilina an. Historisierendes Fresko in der Villa Madama in Rom, 1888

Cesare Maccari: Cicero klagt Catilina an. Historisierendes Fresko in der Villa Madama in Rom, 1888

Die Aufzeichnungen des Sklaven Tiro über das Leben Ciceros gehen nach dem ersten Band weiter. Tiro hat es wirklich gegeben und ohne, dass wir es wissen, verwenden wir heute noch Zeichen seiner Kurzschrift: ect., &, i.e. und e.g. gehören dazu.

Auch Kleinigkeiten, wie, das schwarze Kleidung als Zeichen der Trauer aus dem Alten Rom stammen, werden vermittelt.

Liste tironischer Noten im Codex Casselanus, 8. Jh.

Liste tironischer Noten im Codex Casselanus, 8. Jh.

Cicero steht am Anfang des Buches auf dem Zenit seiner Macht und wie es so ist, wenn man auf dem Zenit ist: Es geht nach unten und zwar empfindlich. Im gleichen Maße, wie Caesars Stern aufgeht und der Niedergang der Republik voranschreitet, sinken Ciceros Chancen die Intrigen seiner Gegner zu überstehen.

Dabei wirkt er im zweiten Band menschlicher und fehlbarer. Und dass er zur Verteidigung der Republik rechtsstaatliche Prinzipien über Bord wirft, wird ihm später zum Verhängnis. Was einen Ausspruch von Ulf Classen, skandalumwittert genug, anlässlich einer Buchvorstellung bestätigt:*Ich halte mich immer an die Regeln. Wenn dann jemand etwas sucht, um mich unter Druck zu setzten, dann weiß ich (für mich), dass er nichts finden wird.* Was ich mir auch zu meinem Lebensmotto gemacht habe.

Fazit

*Titan* war für mich deutlich anstrengender zu lesen als *Imperium*. Zwar war das Buch deutlich spannender und beginnt auch gleich mit einem recht ekligen Mord, aber die Allianzen wechseln noch schneller und die Namen sind sich teilweise zum verwechseln ähnlich.

Bevor Robert Harris Romanautor wurde, war er als Reporter und Redakteur tätig. Nach seinem Studium in Cambridge arbeitete er als Reporter für die BBC und als Redakteur für den „Observer“. Der 1957 in Nottingham geborene Autor wurde 2003 als bester Kolumnist mit dem „British Press Award“ für seine Arbeit beim „Daily Telegraph“ und der „Sunday Times“ ausgezeichnet. Neben seinen Romanen, darunter Bestseller wie „Vaterland“, „Enigma“ und „Imperium“, schreibt er auch Sachbücher. In seinen Büchern verbindet er Fiktion und historische Fakten, sie entführen ihre Leser so in andere Welten und Zeiten. Heute lebt der Autor mit seiner Frau und vier Kindern in Berkshire.

Gebundene Ausgabe: 544 Seiten Verlag: Heyne Verlag (19. Oktober 2009) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3453001583 ISBN-13: 978-3453001589 Originaltitel: Lustrum Größe und/oder Gewicht: 13,5 x 4,5 x 22,4 cm

Gebundene Ausgabe: 544 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (19. Oktober 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453001583
ISBN-13: 978-3453001589
Originaltitel: Lustrum
Größe und/oder Gewicht: 13,5 x 4,5 x 22,4 cm

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