Ein mysteriöser Brief von einem unbekannten Absender erreicht die ehemaligen Ermittler der A-Gruppe. Sie sollen sich in einem verlassenen Herrenhaus treffen und jeder von ihnen soll eine Geschichte erzählen. Es erwartet sie eine festlich gedeckte Tafel und ein Menü aus dem 18. Jahrhundert. Wer steckt hinter dieser Einladung? Ein letztes Mal kommen Paul Hjelm und seine Exkollegen zusammen und warten auf den geheimnisvollen elften Gast  …

Mit dem Buch bin ich leider gar nicht warm geworden. Das lag gar nicht mal daran, dass ich die Reihe vorher nicht gelesen habe, denn die Figuren werden gut vorgestellt.

Es ist das ganze unglaubwürdige Setting, mit dem ich Probleme hatte.
Man stelle sich folgende Situation vor: Man ist aus seinem Beruf ausgeschieden oder versetzt worden. Nun bekommt man eine Nachricht, man solle sich in ein einsames Haus begeben, um dort die ehemaligen Kollegen wiederzutreffen. Was würde man nun tun? Ich würde die Nachricht nicht beachten und bestenfalls aufheben, sollte sich daraus etwas Unangenehmes ergeben. Keinesfalls würde ich mich zu jenem einsamen Haus mitten in den Wäldern begeben. Und genau das machen die Charaktere.

Man stelle sich wieder folgende Situation vor: Ich bin so unvorsichtig gewesen und habe die Einladung angenommen. Im Speisesaal steht Essen aus dem 18. Jahrhundert, wer es zubereitet hat und in wessen Auftrag ist unklar. Würde man das Essen zu sich nehmen? Ich nicht.

Das Problem dieses Ausgangssettings hat selbst Agatha Christie, die nun wirklich keine hochintellektuellen Krimis schieb, in *Zehn kleine Negerlein* besser gelöst. Nachdem sich eine Unglaubwürdigkeit an die nächste reiht, hatte ich keine Lust mehr, weiterzulesen. Zumal sich ergab, dass es sich im Folgenden um eine Geschichtensammlung handelt, die reihum erzählt wird.

Fazit

Das unglaubwürdige Setting machte keine Lust weiterzulesen.

Arne Dahl ist das Pseudonym des schwedischen Romanautors Jan Arnald, geboren 1963. Arnald ist Literatur- und Theaterkritiker und arbeitet für die Schwedische Akademie, die alljährlich den Nobelpreis vergibt. Als Arne Dahl wurde er in den letzten Jahren mit seinen Kriminalromanen um den Stockholmer Inspektor Paul Hjelm und die Sonderermittler der A-Gruppe bekannt und von Publikum und Kritik begeistert aufgenommen. »Misterioso« ist Paul Hjelms erster Fall, es folgten »Böses Blut«, »Falsche Opfer«, »Tiefer Schmerz«, »Rosenrot«, »Ungeschoren« und »Totenmesse«. Arne Dahl erhielt mehrere Auszeichnungen, darunter zweimal den Deutschen Krimipreis: 2005 für »Falsche Opfer« und 2006 für »Tiefer Schmerz«. »Dunkelziffer« ist der achte Fall für das Team um Kerstin Holm und Paul Hjelm. Die Verfilmung der gesamten Serie ist in Vorbereitung. Ebenfalls erschien unter seinem Namen Jan Arnald der Roman »Maria und Artur«.

Taschenbuch: 352 Seiten Verlag: Piper Taschenbuch (9. November 2015) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3492307604 ISBN-13: 978-3492307604 Originaltitel: Elva Größe und/oder Gewicht: 12 x 3,3 x 18,8 cm

Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch (9. November 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492307604
ISBN-13: 978-3492307604
Originaltitel: Elva
Größe und/oder Gewicht: 12 x 3,3 x 18,8 cm

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