Wien, im Jahre 1888. Die Zeitungen berichten über die Toiletten der adeligen Damen und den Gesundheitszustand des Kaisers. Eine Prostituierte wird brutal ermordet, dann ein bekannter Arzt. Dessen Kollege Dr. Richard Rollet beteuert seine Unschuld. Und wird doch zum Tod durch den Strang verurteilt. Nur Kriminalinspektor Johann de Vries glaubt nicht an die Schuld des angesehenen Mediziners und ermittelt gegen den Willen seiner Vorgesetzten in jenen Kreisen der Wiener Gesellschaft, die der Bezeichnung „die Besten“ nicht immer gerecht werden. Gut drei Jahrzehnte später finden wir uns in London wieder. Ein rätselhaftes Paket mit indischem Poststempel birgt die Tagebuchaufzeichnungen des mutmaßlichen Doppelmörders. Der Adressat, Georg, der in ziellosem Müßiggang die Schrecken des Großen Krieges zu vergessen sucht, taucht in das verworrene und bruchstückhafte Manuskript ein, um es zu einem Buch zu formen, um dem Leben und den Erlebnissen des Autors nachzuspüren und den grauenhaften Geschehnissen auf den Grund zu gehen. Seine Recherchen führen ihn zurück an den Ursprung, nach Wien, wo die Zeit viele, jedoch nicht alle, Spuren ausgelöscht hat. Immer stärker verweben sich die Schicksale der beiden Männer, immer rauschhafter verstrickt sich Georg in die Welt des Richard Rollet, und immer deutlicher tritt aus den Nebeln der Vergangenheit eine Frau hervor: Maria, mit dem Engels- gesicht und den grünen Augen.

Boulevard des Capucines, Artist Claude Monet Year 1873-74 Type Oil on canvas Dimensions 80.3 cm × 60.3 cm (31.6 in × 23.75 in) ____ Gemalt während der ersten Impressionisten-Ausstellung

Artist Claude Monet,
Year 1873-74
Type Oil on canvas
Dimensions 80.3 cm × 60.3 cm (31.6 in × 23.75 in)
Boulevard des Capucines

 

 

Das Buch hat mich nicht überzeugen können. Wenn die sprunghafte Erzählweise Verwirrung stiften sollte, dann kann man dem Autor nur gratulieren – es ist ihm gelungen. Alle 1-2 Seiten eine andere Zeitebene sorgten dafür, dass ich die Handlung nur sehr bruchstückhaft mitbekam. Wenn mich jemand bitten würde, die verschiedenen Zeitebenen zusammenzufassen, könnte ich das nicht.

Am ehesten geht es noch bei der Zeitebene `1922`: Ein in London lebender Deutscher, mit einem Faible für zweifelhafte Frauen, reist nach Wien, um einen zurückliegenden Mord im Jahre 1888 aufzuklären. Das einzig wirklich Nennenswerte aus dieser Zeit war der Diebstahl eines Tagebuch, bei dem ich vor lauter hin und her springen nicht mitbekam, warum er das Buch haben wollte. Ich habe auch nicht verstanden, warum seine Information war, dass der Mörder gehenkt wurde, wenn er 1888 freikam.

Eigentlich habe ich von dem ganzen Buch nichts verstanden. Es war so wirr, dass ich nicht zu beurteilen vermag, ob die Handlung nun gut oder schlecht war. Vielleicht sollte der Autor beim nächsten Buch die Zeitebenen ein wenig länger laufen lassen, um dem Leser die Chance zu geben, in die Geschichte einzusteigen.

Fazit

Das Buch ist so konfus geschrieben, dass es sich meiner Beurteilung entzieht.

Thomas Beckstedt lebt als freier Schriftsteller in der Nähe von Wien. Der promovierte Philosoph und diplomierte Datentechniker arbeitete 20 Jahre in der IT-Branche. Nachdem seine Leidenschaft schon immer der Literatur galt, widmet er sich nun ausschließlich dem Schreiben.

2015 erschien sein erster Roman 1888, ein Thriller, der im Wien des titelgebenden Jahres spielt und in dem es um einen Doppelmörder geht.

Gebundene Ausgabe: 420 Seiten Verlag: Braumüller Verlag (9. März 2015) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3992001296 ISBN-13: 978-3992001293 Größe und/oder Gewicht: 12,6 x 3,5 x 19,2 cm

Gebundene Ausgabe: 420 Seiten
Verlag: Braumüller Verlag (9. März 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3992001296
ISBN-13: 978-3992001293
Größe und/oder Gewicht: 12,6 x 3,5 x 19,2 cm

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