Sie soll eine versunkene walisische Burg untersuchen – und stößt auf ein Rätsel aus ihrer eigenen Familie…

Als die junge Archäologin Dr. Samantha Goodwin den Auftrag erhält, eine vor der walisischen Küste versunkene Burganlage zu untersuchen, sagt sie begeistert zu. Sie freut sich nicht nur auf die interessante Arbeit, sondern auch auf ein Wiedersehen mit ihrer Großmutter Gwen, die im nahegelegenen Fischerdorf Borth lebt. Dann stößt Sam bei ihren Untersuchungen auf ein Skelett, das seit höchstens sechzig Jahren auf dem Meeresgrund liegt. Gwen ist davon überzeugt, dass es sich um Sams Großvater Arthur handelt, der vor Jahren in einer stürmischen Nacht auf dem Meer verschwand. Samantha beginnt nachzuforschen und begibt sich in große Gefahr. Denn manchmal ist es besser, die Toten ruhen zu lassen …

Sceernshot aus: The Last Crown - Midnight Horror

Screenshot aus: The Last Crown – Midnight Horror

Am Anfang des Buches habe ich mich in das Spiel *The Lost Crown* zurückversetzt gefühlt: Ein kleines Dorf am Meer, Archäologie, ein geheimnisvolles Königreich, der Pub, im Spiel: das Restaurant, hieß *Lighthouse* – es war ein bisschen wie nachhause kommen. Leider endeten damit die Gemeinsamkeiten: Das Spiel hatte eine spannende Geschichte, die des Buches war zerhackt, unglaubwürdig und langweilig.

Zerhackt: Das Buch spielt abwechselnd heute und in den 50er Jahren. Kaum war man in einer Geschichte drin, kam der nächste Zeitabschnitt. Was dafür sorgte, dass man sich mit keinem Handlungsstrang verbunden fühlen konnte. Wobei die der 50er Jahre besonders langweilig waren. Und nicht so unglaubwürdig: Eine Nachwuchsarchäologin verschlägt es in ihr Heimatdorf, weil sie dort Ausgrabungen leiten darf. Und wie es der Zufall so will, buddelt sie dabei ihren eigenen Großvater aus und erfährt im Gegensatz zur Polizei die Tatumstände. Das Spiel mit seinen Gespenstern und Legenden war plausibler. Und so stellte sich eine Langeweile ein, die mich dankbar am Ende des Buches eben jedes zuschlagen ließen. Dankbar deswegen, weil das Ende erreicht war.

Fazit

Das Buch eignet sich noch nicht einmal als Entspannungslektüre. Im Gegenteil, so ein Unsinn regt mich eher auf.

Nach dem Studium der Kunstgeschichte in Kiel ging Constanze Wilken nach Wales, wo sie mehrere Jahre lebte und an ihrer Promotion arbeitete. In Wales entstand die Idee zu ihrem ersten Roman. Neben dem Schreiben bestimmt die Liebe zu Kunst und Antiquitäten das Schaffen der Autorin, deren Recherchereisen sie quer durch Europa führen. Die Autorin lebt und arbeitet mit ihrer Familie, ihren Hunden und Katzen, in der Zurückgezogenheit ihrer nordfriesischen Heimat.
Wales ist die zweite Heimat der Autorin und Schauplatz der aktuellen Romanreihe:
Der Duft der Wildrose
Ein Sommer in Wales
Sturm über dem Meer

 € 9,99 [D] € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empf. VK-Preis) Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-442-48349-5

€ 9,99 [D]
€ 10,30 [A] | CHF 13,90*
(* empf. VK-Preis)
Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-442-48349-5

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