Melvilles weltberühmter ›Moby Dick‹ ist ein Abenteuerroman im doppelten Wortsinn: Mit seiner Geschichte vom fanatischen Kapitän Ahab und seiner Jagd nach dem Weißen Wal erzählt der Roman eines der packendsten Seeabenteuer der Weltliteratur. Mit seinem enzyklopädischen Anspruch unternimmt der Roman aber zugleich auch eine faszinierende und irrwitzige Reise durch abenteuerlichsten Wissens- und Sprachgebiete seiner Zeit.

Illustration aus einer Ausgabe von 1892

Illustration aus einer Ausgabe von 1892

Mir ist unklar, wie dieses Buch jemals ein Erfolg werden konnte.

Kaum Handlung (auf Seite 100 stechen sie glatt mal in See, danach wird jeder Einzelne an Borde beschrieben), unglaubwürdige Charaktere (ein Seemann, der über die Erschlagung Thomas Becketts, die nordischen Seekönige und Götterwelten genauso Bescheid weiß, wie über den Orient) und ein Schreibstil, der ein regelgerechtes Durchkämpfen anstelle von Lesen erzwingt.

Fazit

Das Buch ist ein einziges Ärgernis. Dass das Buch die Karriere des Autors beendete, kann ich verstehen.

Herman Melville kam 1819 in New York zur Welt. Ab 1841 befuhr er auf einem Walfänger den Pazifik. Zurück in den USA heiratete er und ließ sich in Massachusetts auf einer Farm nieder. Seit dem Misserfolg von ›Moby-Dick‹ 1851 schrieb er unter Ausschluss der Öffentlichkeit, bis er seine Schriftstellerkarriere und die Farm aufgab und im Hafen von New York bei der Zollbehörde eine Anstellung fand. Er starb 1891 in New York.

540 Seiten (vollständige Ausgabe mit allen 135 Kapiteln) The Franklin Bibilothek Goldschnitt Farbtafeln Einführung

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The Franklin Bibilothek
Goldschnitt
Farbtafeln
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