Die englische Zeitung ‚The Guardian‘ erklärte im Jahr 2014 Grau zur ‚Farbe des Jahrzehnts‘. In seinem aktuellen Werk reduziert Tom Jacobi, Bildautor unseres Bestsellers ‚Wo Gott wohnt‘ (2000) ‚unsere Welt auf das Wesentliche, unser blauer Planet ist in Wirklichkeit ein grauer. Kein Feuerwerk der Farben, keine Ablenkung, reine Einkehr und Meditation. Es ist ein Wunderwerk“, so Bryan Adams. Von Europa nach Afrika, von Australien in die Antarktis, den USA nach Patagonien folgen wir dem langjährigen Art Director des Stern auf seiner Reise zur überzeitlichen Schönheit der Natur. Monumental, ergreifend, zum Kern der Dinge vorstoßend, begegnen wir Landschaften, die Staunen und Ehrfurcht lehren.

© Tom Jacobi, Shiprock

© Tom Jacobi, Shiprock

In der Kunst bin ich ja eher für das quietschbunte zu haben – die Gemälde von Bernd Zimmer oder von Kandinsky. Was vielleicht auch eher theoretischer Natur ist, denn meine Bilder an der Wand sind alles andere als quietschebunt und ich habe es auch sonst gerne reduziert.

Reduziert ist das Stichwort bei den Fotographien Jacobys (mehr von ihnen hier). Elegant ist ein anderes Stichwort, welches mir einfällt. Wer das Titelfoto sieht, könnte noch meditativ dazuschreiben.

*Die unbunten Farben betrachten wir als männlich, da sie sich in der Form des männlich Linearen ordnen. Findet ihr nicht auch, sie neigen dem Abstrakten zu? Unbunte Farben nennt Masterchen „Über-Farben“, da sich im Schwarz alle Flächenfarben mischen, im Weiß alle Lichtfarben. Er erklärt: „Diese lichtbesessenen Impressionisten betrachteten Schwarz und Weiß gar nicht als Farben, sondern als Absorption und Reflektion, eben als Zustände von Licht.* schrieb Klaus-Bernd Vollmar in dem Blogartikel Schwarz-Weiss-Grau.

Tatsächlich würden diese *Zustände von Licht* als Farbfotographie gar nicht wirken. Oder kann sich jemand vorstellen, Kirkjufell auf Island (Titelbild) farbig so gut wirken würde?

Die schöne Realität aus fast dem gleichen Blickwinkel wie das Titelbild: Kirkjufell mit dem Fjord Grundarfjörður (1)

Die schnöde Realität aus fast dem gleichen Blickwinkel wie das Titelbild: Kirkjufell mit dem Fjord Grundarfjörður
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Fazit

Eine sehr elegante, reduzierte Graureise um die Welt. In aller Regel werden in Foto-Bildbänden soweit ich weiß, die Kamera, Brennweiten ect. angegeben. Diese Informationen hätte man im Index abdrucken können.

Vom 13.1.15 bis zum 16.04.16 ist in der CWC-Gallerie in Berlin eine Ausstellung des Künsters zu sehen (Link).

Verlagsseiten: Deutsche und englische Ausgabe, wobei beide Ausgaben deutsch- und englischsprachig sind.

Gebundene Ausgabe: 144 Seiten Verlag: Hirmer; Auflage: 1 (1. Februar 2016) Sprache: Englisch, Deutsch ISBN-10: 3777425907 ISBN-13: 978-3777425900

Gebundene Ausgabe: 144 Seiten
Verlag: Hirmer; Auflage: 1 (1. Februar 2016)
Sprache: Englisch, Deutsch
ISBN-10: 3777425907
ISBN-13: 978-3777425900

(1) „2008-05-17 06 Kirkjufell at Grundarfjörður“ von Hansueli Krapf – Eigenes Werk: Hansueli Krapf (User Simisa (Diskussion · Beiträge))HINWEIS:Für dieses Bild wurden mehrere einzelne Aufnahmen digital per Software zusammengefügt. Dabei kann es erforderlich gewesen sein, an den Übergängen Ungleichheiten der Einzelbilder infolge von Objektivfehlern, unterschiedlicher Perspektive oder Parallaxe auszugleichen. Möglicherweise gibt daher das Panorama die Realität nicht in jedem Detail exakt wieder.Boarisch | Български | Dansk | Deutsch | Zazaki | Ελληνικά | English | Esperanto | Español | Eesti | Suomi | Français | Magyar | Italiano | 日本語 | Македонски | മലയാളം | Nederlands | Polski | Português | Русский | Slovenščina | Svenska | Türkçe | 中文 | Українська | +/−. Lizenziert unter CC BY 2.5 über Wikimedia Commons – https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2008-05-17_06_Kirkjufell_at_Grundarfj%C3%B6r%C3%B0ur.jpg#/media/File:2008-05-17_06_Kirkjufell_at_Grundarfj%C3%B6r%C3%B0ur.jpg

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