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Ritter, Kreuzzüge, Verschwörungstheorien und ein mysteriöser Schatz: Der Templerorden ist heute Quelle der Faszination und zahlreicher Mythen. Thomas Biller räumt in diesem Buch mit den phantastischen Behauptungen und Spekulationen über den Orden auf, gibt einen detaillierten Einblick in seine Struktur und Geschichte und befasst sich eingehend mit den Wehrbauten der Templer. Von wunderbar erhaltenen wie jener im portugiesischen Tomar bis zu lediglich in Fragmenten bewahrten wie der Ruine Gaston in der Türkei stellt er die Templerburgen vor, denen man nachweisen kann, dass sie sich tatsächlich in deren Besitz befanden, von ihnen errichtet oder umgestaltet wurden. Eigens für diesen Band neu aufgenommene Fotografien sowie neu ausgewertete mittelalterliche Schriftquellen runden die Darstellung ab.

Das Buch ist sehr gut, es ist eine fast vollständige Vorstellung der Templerburgen in Europa. Ich schreibe bewusst *fast vollständig*, denn wenn ich nach der Liste der Templerburgen bei Wikipedia, sicherlich keine vertrauenswürdige Quelle, gehe, dann fehlen Besitzungen auf Zypern. Gerade, weil es nur zwei Stück sind, hätte man sie sicherlich ohne großen Kostenaufwand mit ins Buch nehmen können.

Ich finde es ohnehin merkwürdig, dass es nur so wenige Templerburgen in Europa gegeben haben soll, vor allem verwundert mich, dass es in Frankreich und Großbritannien gar keinen gegeben haben soll, oder zumindest keine, die mehr als solche identifizierbar sind.

Komturei Lietzen - Komtureikirche und Herrenhaus (1)

Komturei Lietzen – Komtureikirche und Herrenhaus, neben dem Namen Berlin-Templehof eine der wenigen Templerspuren in Deutschland
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Sehr deutlich wird gemacht, wie wichtig es gerade bei einem Thema wie den Tempelrittern ist, auf seriöse Literatur zurückzugreifen und schon gar nicht irgendwelchen obskuren Internetseiten zu vertrauen. Sie mögen oft hochwertig daherkommen, aber selbst Ancient Origins würde ich nicht als sehr vertrauenswürdig einstufen. Die Seite rutscht auch gerne ins Esoterische. Dementsprechend hat *Templerburgen* auch einen guten Literaturanhang, mit dem sich weiterlesen lässt.

Aufgelockert wird der leicht zu lesende Text immer wieder durch Fotos und Grundrisse. Bestürzend ist, wie wenig nach 700 Jahren von den Gebäuden noch über ist – oft so gut wie gar nichts.

Fazit

Ein guter Einstieg in die Themen *Tempelritter* und deren Architektur.

Dr. phil. Dr.-Ing. Thomas Biller ist Architekt und Architekturhistoriker sowie Inhaber eines Büros für Baugeschichte und -forschung in Berlin und Freiburg im Breisgau. Er ist einer der profiliertesten Burgenforscher Deutschlands und verfasste bereits zahlreiche Publikationen zur Architekturgeschichte.
Verlagsseite

Gebundene Ausgabe: 176 Seiten Verlag: Verlag Philipp von Zabern in Wissenschaftliche Buchgesellschaft (1. September 2014) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3805348061 ISBN-13: 978-3805348065 Größe und/oder Gewicht: 12,9 x 2,2 x 27,7 cm

Gebundene Ausgabe: 176 Seiten
Verlag: Verlag Philipp von Zabern in Wissenschaftliche Buchgesellschaft (1. September 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3805348061
ISBN-13: 978-3805348065
Größe und/oder Gewicht: 12,9 x 2,2 x 27,7 cm

(1) „Peniscola lever jour“ von Fagairolles 34 – Eigenes Werk. Lizenziert unter CC-BY-SA 4.0 über Wikimedia Commons – https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Peniscola_lever_jour.JPG#/media/File:Peniscola_lever_jour.JPG
(2) „Lietzen“ von Trendy64 20:00, 28 October 2007 (UTC) – Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons – https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lietzen.jpg#/media/File:Lietzen.jpg

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