Die Frankfurter Judengasse wurde 1462 als erstes Ghetto in Europa eingerichtet und war bis zu dessen Auflösung 1796 eines der bedeutendsten Zentren des europäischen Judentums. Das neu gestaltete Jüdische Museum Frankfurt präsentiert anschaulich Geschichte und Kultur dieser wichtigen jüdischen Gemeinde.

Die neue Dauerausstellung des Museum Judengasse zeigt die Geschichte und Kultur der Juden vom Mittelalter bis zum 18. Jahrhundert. Dabei ist das Museum Teil eines historischen Ensembles, das den ins Mittelalter zurückgehenden jüdischen Friedhof und die 1996 eröffnete Gedenkstätte für die aus Frankfurt deportierten und ermordeten Juden umfasst. In den archäologischen Überresten werden Gemälde, Ritualobjekte, Bücher und Dokumente aus dem ehemaligen Ghetto ausgestellt. Mediale Inszenierungen veranschaulichen den historischen Kontext. Der reich bebilderte Katalog zeichnet ein genaues Bild des alltäglichen und kulturellen Lebens.

Die Judengasse um 1868 (1)

Die Judengasse um 1868 (1)

Das Buch lässt sich in zwei Teile untergliedern: Bis Seite 64 wird die Geschichte der Frankfurter Juden, ihre Lebensbedienungen und die Geschichte der Frankfurter Judengasse erzählt.

Die bogenförmige Judengasse auf einer Stadtansicht von Matthäus Merian aus dem Jahr 1628

Die bogenförmige Judengasse auf einer Stadtansicht von Matthäus Merian aus dem Jahr 1628

Der zweite Teil. der Ausstellungskatalog, ist dann für alle interessant, die sich mit dem Judentum allgemein beschäftigen möchten: Dort werden verschiedene rituelle Gegenstände vorgestellt, aber auch profane wie Kinderspielzeug, Portraits oder Dokumente. Die Erklärungen sind knapp gehalten und werden Historikern oder anderen, welche sich gut mit Judaica auskennen, nichts Neues sagen. Für andere bietet der Katalog jedoch einen guten Überblick über das mittelalterliche und frühneuzeitliche Leben.

Fazit

Ein guter Einblick in das Judentum von damals.


Fritz Backhaus ist stellvertretender Direktor des Jüdischen Museums in Frankfurt.

Raphael Gross ist Direktor des Simon Dubnow Instituts und Professor für Jüdische Geschichte und Kultur an der Universität Leipzig.

Sabine Kößling ist Kuratorin der Ausstellung im Museum Judengasse.

Dr. Mirjam Wenzel ist Direktorin des Jüdischen Museums Frankfurt.

Taschenbuch: 232 Seiten Verlag: C.H.Beck; Auflage: 1 (22. März 2016) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3406689876 ISBN-13: 978-3406689871 Größe und/oder Gewicht: 17,2 x 2,2 x 23,1 cm

Taschenbuch: 232 Seiten
Verlag: C.H.Beck; Auflage: 1 (22. März 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3406689876
ISBN-13: 978-3406689871
Größe und/oder Gewicht: 17,2 x 2,2 x 23,1 cm

(1) Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=524572

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