Massive Spoiler

Der fünfzehnjährige Waisenjunge John Trenchard wächst in einem Schmugglernest namens Moonfleet auf. Die Leute im Dorf erzählen sich, dass der Kirchhof vom Geist des berüchtigten Colonel Mohune heimgesucht wird, der dort vor seinem Tod einen Schatz versteckt hat. Durch Zufall entdeckt John Trenchard die Familiengruft der Mohunes, die auch Schmugglern als Versteck dient. Im Sarg des Colonels findet er ein Amulett mit einem rätselhaften Pergament, von dem er sich Aufschluss über den Verbleib des Schatzes erhofft. Jedoch kann er sich nicht allein aus der Gruft befreien und wird erst nach Tagen von Schmugglern gerettet. Elzevir Block, ihr Anführer, nimmt den jungen Trenchard unter seine Fittiche. Als die beiden in einen Hinterhalt geraten, können sie nur mit Mühe vor den Soldaten der Krone fliehen. Schwer verletzt wird John Trenchard von Elzevir in ein geheimes Versteck gebracht. Nachdem der Junge wieder bei Kräften ist, macht er sich zusammen mit Elzevir auf, den Schatz zu heben. Aber ihr tollkühner Plan birgt manche Gefahr, und mehr als einmal setzen sie dabei ihr Leben aufs Spiel …

Moonfleet Manor Hotel (1)

Moonfleet Manor Hotel (1)

Ich habe mir von dem Buch eine spannende Abenteuergeschichte wie bei Karl May erhofft. Weit gefehlt, denn Mays Erzählungen sind dagegen sehr gut ausgearbeitet.

In Moonfleet dagegen verhalten sich die Personen irrational (Die Tochter eines Mordopfers begrüßt den mutmaßlichen Mörder freudenstrahlend, wertvolle Steine werden einfach weggeworfen (und das von einer sonst sehr bedächtigen Person), Unsympathen verunglücken gerade im richtigen Augenblick, Verbrecher, auf welche ein hohes Kopfgeld ausgesetzt ist, werden nicht verraten, vom Ende und dem Witz der Geschichte ganz zu schweigen) und auch passieren die unwahrscheinlichsten Dinge immer zur richtigen Zeit und am richtigen Ort. So geht ein Schiff auf Fahrt nach Indonesien genau bei Moonfleet unter, was den Helden der Geschichte natürlich sehr genehm ist. Das ist einfach alles zu viel.


Fazit

In dem Buch reiht sich, wenn die beiden mit der Flucht beginnen, eine Unwahrscheinlichkeit an die nächste bis zur letzten Seite. Das war nicht schön zu lesen.

John Meade Falkner wurde 1858 in der Grafschaft Wiltshire geboren. Nach dem Studium in Oxford arbeitete er zunächst als Lehrer an der altehrwürdigen Derby School. Er unternahm ausgedehnte Reisen durch Europa und fand anschließend in Newcastle Anstellung als Privatlehrer im Hause eines vermögenden Waffenfabrikanten. Später trat er in das Unternehmen ein, dessen Leitung er im Jahre 1915 übernahm. Nachdem sich Falkner 1926 aus dem Geschäft zurückgezogen hatte, wurde er Honorarprofessor für Paläografie an der Universität von Durham. Ferner ernannte man ihn zum Bibliothekar des Dekans und des Domkapitels. Zeit seines Lebens veröffentlichte Falkner drei Romane, mehrere Reiseführer sowie eine komprimierte Geschichte der Grafschaft Oxfordshire. Er starb 1932. Sein Andenken wird von der John Meade Falkner Society in Ehren gehalten.
Verlagsseite mit Leseprobe

Gebundene Ausgabe: 352 Seiten Verlag: Liebeskind; Auflage: 1 (22. Februar 2016) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3954380595 ISBN-13: 978-3954380596 Originaltitel: Moonfleet Größe und/oder Gewicht: 12,8 x 3,2 x 19,5 cm

Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: Liebeskind; Auflage: 1 (22. Februar 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3954380595
ISBN-13: 978-3954380596
Originaltitel: Moonfleet
Größe und/oder Gewicht: 12,8 x 3,2 x 19,5 cm

(1) By Ray Beer, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=12943117

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