Verzeihen heißt dem Wort nach: Verzicht auf Vergeltung. Wer verzeiht, bezichtigt nicht länger andere für das eigene Leid, sinnt nicht auf Rache oder juristische Genugtuung, sondern lässt es gut sein. Aber wie ist ein derartiges Loslassen möglich, das weder gerecht noch ökonomisch noch logisch ist? Lässt sich das Böse verzeihen? Führt das Verzeihen zu Heilung, gar Versöhnung – oder ereignet es sich jenseits allen Zwecks? Ausgehend von eigenen Erfahrungen ergründet die Philosophin Svenja Flaßpöhler, unter welchen Bedingungen ein Schuldenschnitt im moralischen Sinne gelingen kann. Sie spricht mit Menschen, denen sich angesichts schwerster Schuld die Frage des Verzeihens in aller Dringlichkeit stellt, und sucht nach Antworten in der Philosophie.

Das ist der Zeitpunkt um zuzugeben: Ich kenne mich nicht aus mit der Kantschen Pflichtethik, mit Derrida oder Descartes. Ich habe bis jetzt auch nichts vermisst in der Richtung. Leider bezieht sich die Autorin ständig auf diese Philosophen und damit ist das Buch für mich unlesbar.

Svenja Flaßpöhler ist promovierte Philosophin und stellvertretende Chefredakteurin des „Philosophie Magazin“. Seit 2013 ist sie außerdem Literaturkritikerin in der Fernsehsendung „Buchzeit“ (3-Sat) und Mitglied der Programmleitung des Philosophiefestivals phil.COLOGNE. Ihr Buch „Mein Wille geschehe. Sterben in Zeiten der Freitodhilfe“ (2007) wurde mit dem Arthur-Koestler-Preis ausgezeichnet. Zuletzt erschien: „Wir Genussarbeiter. Über Freiheit und Zwang in der Leistungsgesellschaft“ (2011). Svenja Flaßpöhler lebt mit ihrem Mann und den beiden gemeinsamen Kindern in Berlin.

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 € 17,99 [D] € 18,50 [A] | CHF 24,50* (* empf. VK-Preis) Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-421-04463-1

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